Ein Sport für alle

Handbike gemütlich touren oder mit dem Rennbike mit Hochgeschwindigkeiten auf Punktejagd gehen: Bei schönem Wetter bietet das Handbike allen ein grosses Vergnügen und die Möglichkeit mit Fussggehenden zusammen etwas zu unternehmen.

Die Tage werden wieder länger, die Kraft der Sonne nimmt zu und treibt das Thermometer langsam in die Höhe. Die richtige Zeit, um die grauen Wintertage endgültig hinter sich zu lassen und in den Frühling hinaus zu fahren. Mit der Familie, mit Freunden und Bekannten ausgedehnte Radtouren zu unternehmen oder sich sportlich mit anderen messen: das Handbike bietet für Menschen mit Handicap viele Möglichkeiten.

Vom angekuppelten Antrieb bis zum Rennbike

Handbikes lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen – genauso wie Fußgänger normale Fahrräder, Rennräder oder auch Tourenräder unterscheiden. Für den alltäglichen Gebrauch bieten viele Hersteller Allroundbikes an. Sie lassen sich über verschiedene Systeme an den eigenen Rollstuhl ankuppeln. Alle Rollstühle mit CE-Zeichen können auf diese Weise für das Handbiken benutzt werden. Meist muss nur einmalig eine Kupplung an den Rollstuhl montiert werden, danach kann das Bike an den Rollstuhl an- und abgekuppelt werden.

Wer schneller mit seinem eigenen Rollstuhl unterwegs sein möchte, kann ein Sportbike benutzen. Es wird wie ein Allroundbike an den Rollstuhl gekuppelt, ist durch Geometrie, Komponenten und die Auswahl der verarbeiteten Materialien aber ganz auf ein zügiges Fahren ausgerichtet. Ausschließlich für den Sportbereich sind die Rennbikes bestimmt. Die Rennbikes sind ›Einteiler‹, der Athlet muss also in das Rennbike umsteigen.

Eigene Wettkampfserie

Für Rennbikes gibt es eigene Wettkämpfe. Neben den positiven medizinischen Aspekten führt die Benutzung eines Handbikes zu einer verbesserten sozialen Integration, da Gruppen von Radfahrern und Benutzern von Handbikes gemeinsame Ausflüge durchführen können. Auch können Handbiker mit Nichtbehinderten trainieren.

Starke Handbiker etwa mit Radfahrern und Skatern oder nicht ganz so starke Handbiker mit Läufern. Und ähnlich wie beim Radfahren können Behinderte fast jeden Alters handbiken. Da das Handbike im Gegensatz zu stationären Übungsgeräten besser angenommen und ausgenutzt wird, führt es auch zu vermehrter körperlicher Betätigung, die sonst nicht erreicht werden könnte.

DRS Handbike Citymarathon-Trophy

Das Handbiken gewinnt immer mehr Anhänger und in immer mehr Behindertensportvereinen bilden Handbiker eigene Abteilungen. Im Jahr 2004 wurde erstmals die ›DRS Handbike Citymarathon-Trophy‹ durchgeführt. Ziel dieser neuen Rennserie soll sein, die Sportart Handbiken in die großen City-Marathons zu integrieren und durch die große Zuschauer- und Medienpräsenz den Bekanntheitsgrad zu steigern.

Wie bei den laufenden Marathons liegt den Verantwortlichen im DRS-Fachbereich Handbiken hier die Mischung aus Spitzen und Breitensport am Herzen. Es soll jedem Rollstuhlfahrer, egal ob mit dem Rennbike oder mit dem Adaptivbike (Ankoppelbike mit handelsüblichem Greifreifenrollstuhl), eine Chance gegeben werden, einen Sport vor großen Kulissen zu betreiben. Es soll damit gezeigt werden, dass man auch als Rollstuhlfahrer/in attraktivenSport ausüben kann. Vielleicht lässt sich ja der eine oder andere dadurch mit dem ›Virus‹ Handbike infizieren.

Text: Deutscher Rollstuhlsportverband e.V.

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