Rehabilitationssport

Dehnungsübungen (Bild: marymccraft / pixabay.com)
Dehnungsübungen (Bild: marymccraft / pixabay.com)

Rehabilitationssport ist eine ergänzende Leistung zur Rehabilitation. Mit den Mitteln des Sports und sportlicher Spiele werden in der Gruppe Fähigkeiten erworben, erhalten und ausgebaut, um die Teilhabe an der Gesellschaft (wieder) zu ermöglichen.

Rehabilitationssportgruppen gibt es für viele verschiedene Indikationen. Die Gruppen werden von speziell ausgebildeten Fachübungsleitern geleitet und durch Ärzte betreut. Die Gruppe spielt dabei eine große Rolle, denn der Austausch mit anderen, die ähnliche Einschränkungen haben, ist besonders wichtig und unterstützt positiv den Prozess und das Erreichen des Ziels der Rehabilitation sowie dessen Sicherung.

Definition:

„(…) wirkt mit den Mitteln des Sports und sportlich ausgerichteter Spiele ganzheitlich auf die behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen, die über die notwendige Mobilität sowie physische und psychische Belastbarkeit für Übungen in der Gruppe verfügen, ein.

Ziel ist es, Ausdauer und Kraft zu stärken, Koordination und Flexibilität zu verbessern, das Selbstbewusstsein insbesondere auch von behinderten oder von Behinderung bedrohten Frauen und Mädchen zu stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten." (Zitat: Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01. Oktober 2003)

Indikationen:

Rehabilitationssportgruppen gibt es zu vielen verschiedenen Indikationen. Zu diesen gehören u.a.:

  1. Sport für Wirbelsäulenerkrankte
  2. Sport für Osteoporoseerkrankte
  3. Sport für Morbus Bechterew
  4. Sport für Parkinson
  5. Sport für Multiple Sklerose
  6. Sport für periphere arterielle Verschlusskrankheiten
  7. Sport für Diabetes
  8. Sport für Herzerkrankungen
  9. Sport für Krebserkrankte
  10. Sport für Inkontinenz
  11. u.v.m.
     

Verordnung:

Rehabilitationssport wird ärztlich verordnet. Ob Sie Rehabilitationssport betreiben können, kann Ihnen Ihr behandelnder Arzt mitteilen. Dieser kann bei  entsprechender Diagnose den Rehabilitationssport verordnen. Mit dieser Verordnung gehen Sie dann zu Ihrer Krankenkasse und lassen sich diese genehmigen. Wenn Ihre Krankenkasse zugestimmt hat, können Sie sich eine Rehabilitationssportgruppe in Ihrer Nähe auswählen, die für Ihre Indikation in Frage kommt.

Rehabilitationssportgruppen:

Bei der Suche nach geeigneten Gruppen können Ihnen die Landesverbände des Deutschen Behindertensportverbandes weiterhelfen. Der Deutsche 
Behindertensportverband (DBS)  ist der zuständige Fachverband für den Rehabilitationssport unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Deutschland.

Zu den Aufgaben des DBS gehört es, die den Rehabilitationssport regelnden Vereinbarungen mit den jeweiligen Partnern zu verhandeln und abzustimmen. Die Landesverbände des DBS bilden die Heimat der Vereine in den verschiedenen Bundesländern und sind für die Umsetzung des Rehabilitationssports zuständig.

 

Text: Dipl. Sportwiss. Robert Freumuth MyHandicap
Bild: pixabay.com

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