Pflegetagegeldversicherung sichert perfekte Versorgung

Eine ältere pflegebedürftige Frau (Bild: geralt / pixabay.com)
Auch für ältere pflegebedürftige Menschen bietet die Pflegetagegeldversicherung ein Absicherung (Bild: geralt / pixabay.com)

Menschen, die eine Behinderung oder schwere Krankheit haben, können sich oft nicht selbst versorgen. Einige brauchen etwas Hilfe im Alltag, andere sind rund um die Uhr auf Pflege angewiesen. Häufig kommen die Kranken- und Pflegeversicherung nur für einen Teil der Kosten auf. Eine private Pflegegeldversicherung hilft, die Finanzierungslücke zu schließen – damit eine gute Versorgung bezahlbar wird.

Pflegebedürftigkeit ist ein Armutsrisiko. Wer auf Hilfe bei der Körperpflege, beim Essen oder im Haushalt angewiesen ist, muss jeden Monat mehrere Hundert, oft sogar einige Tausend Euro bezahlen. Wie hoch die Kosten tatsächlich ausfallen, richtet sich danach, wie oft ein Pflegedienst kommt und welche Aufgaben er erledigen muss. Zudem gibt es Unterschiede nach Anbieter und Region. In den meisten Fällen werden die Kosten nicht komplett von der Kranken- oder Pflegeversicherung übernommen. Betroffene oder deren Angehörige müssen einen Teil der Pflegekosten selbst tragen. Viele setzten dafür ihr privates Vermögen ein – einige verkaufen sogar ihre Eigentumswohnung oder ihr Haus, um die Pflegekosten zu finanzieren. Wenn das gesamte Vermögen aufgebraucht ist, müssen auch nahe Angehörige teilweise für die Kosten aufkommen.

Pflegetagegeldversicherung zur Vorsorge für den Pflegefall

Um sich für den Pflegefall abzusichern und die Belastung für sich und seine Angehörigen zu reduzieren, sollte man rechtzeitig vorsorgen – zum Beispiel mit einer Pflegetagegeldversicherung. Die Pflegetagegeldversicherung ist eine private Absicherung, die die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung aufstocken. Sie bezahlt für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit einen vorab vereinbarten Geldbetrag.

Pflegetagegeld orientiert sich oft an der Pflegestufe

Viele Pflegetagegeldversicherungen orientieren sich an der Pflegestufe. Dabei erhöht sich der Tagessatz für die Pflege mit dem Pflegebedarf des Versicherten. Das ist deshalb sinnvoll, weil der Pflegeaufwand mit jeder Pflegestufe steigt und die Kosten damit deutlich höher ausfallen.

Welche Pflegestufen gibt es bei den Anbietern von Pflegetagegeldversicherungen? Bei Pflegestufe 0 haben Betroffene eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz und benötigen Betreuung. Pflegestufe 1 bedeutet, dass Personen in mindestens zwei Bereichen von Körperpflege, Nahungsaufnahme oder Mobilität zumindest einmal täglich Hilfe brauchen und mehrfach wöchentlich auf Unterstützung bei der Haushaltsführung angewiesen sind.  

Als Schwerpflegebedürftig (Pflegestufe 2) gelten Personen, die dreimal pro Tag bei der Körperpflege, der Nahungsaufnahme oder Mobilität unterstützt werden müssen und mehrmals pro Woche Hilfe bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten bekommen.

Pflegestufe 3 bekommen schwerstpflegebedürftige Menschen. Sie sind rund um die Uhr auf Pflege angewiesen – insbesondere auch nachts. Diese Personen leben häufig in ei-nem Pflegeheim, um die fachgerechte Versorgung zu gewährleisten. Gerade für sie ist die Pflege sehr teuer und die Kosten werden nur teilweise von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen. Für sie ist eine private Pflegetagegeldversicherung in aus-reichender Höhe besonders wichtig.

Pflegetagegeldversicherungen online vergleichen

Wie viel Geld ein Versicherter im Pflegefall pro Tag bekommt, kann er individuell vereinbaren. Daran orientiert sich auch der Versicherungsbeitrag, den man bezahlen muss. Bevor man sich für eine Pflegetagegeldversicherung entscheidet, sollte man verschiedene Angebote vergleichen. Das geht ganz einfach – beispielsweise mit dem Online Tarifvergleich Pflegetagegeldversicherung.

Text: Philipp Jauch – 03/2015
Bild: pixabay.com