Gegen den Bescheid kann Widerspruch eingelegt werden

Über dem Testbild im Fernsehen ist ein "Bezahlt-Stempel" angebracht (Foto: MyHandicap)
Der Feststellungsbescheid bedeutet nicht automatisch eine Ermäßigung der Rundfunkgebühren. (Foto: MyHandicap)

Feststellungs- und Ablehnungsbescheid haben jedoch gemeinsam, dass sie eine Rechtsbehelfsbelehrung enthalten. Dieser klärt darüber auf, wie gegen den vorliegenden Bescheid Widerspruch erhoben werden kann. Dies könnte notwendig sein, wenn der GdB oder die festgestellte Behinderung dem Zustand des Antragsstellers nicht entspricht.

Der Antragsteller hat hierzu einen Monat Zeit - zunächst reicht ein formloses Schreiben meist aus. Spätestens im Anschluss sollte man sich jedoch Unterstützung beim Widerspruch holen, denn im nächsten Gang könnte es bis vor das Sozialgericht gehen. Hilfe findet man bei Schwerbehindertenvertretungen, einem Fachanwalt oder dem Sozialverband VdK.

Der Bescheid ist nicht für jedermanns Augen gedacht

Auch wenn der Arbeitgeber nach dem Feststellungsbescheid fragt, für ihn interessant ist lediglich das Vorhandensein eines Schwerbehindertenausweises. Ein behinderter Mensch ist nicht verpflichtet, den Feststellungsbescheid mit all seinen ausführlichen Informationen, unter anderem auch der medizinischen Diagnose, dem Arbeitgeber vorzulegen.

Die Zusendung eines Feststellungsbescheides heißt nicht, dass man nun automatisch in den Genuss diverser Vergünstigungen wie Blindengeld, Wohngeld, Steuerfreibeträge, Rundfunkgebührenermäßigung und dergleichen mehr kommt. Diese entsprechenden Sonderleistungen müssen vielmehr noch extra beantragt werden.


Text: Kerstin Otto - 01/2013

Fotos: Stiftung MyHandicap

Sie haben noch Fragen? Stellen Sie diese gleich hier im Forum!