Zuhause pflegen – am Menschen orientiert

Frau im Pflegeheim hilft Senioren beim Aufstehen (Bild: © Robert Kneschke / Fotolia)
Frau hilft Senioren beim Aufstehen (Bild: © Robert Kneschke / Fotolia)

Was macht eine gute Pflege aus? Diese Frage wird immer wieder kontrovers diskutiert. Zeitknappheit und Kostendruck werden häufig für die Missstände verantwortlich gemacht. Doch es geht auch anders: Wenn sich die häusliche Pflege am Menschen orientiert – und nicht an seiner Krankheit.

Die Menschen werden immer älter. Da sich viele Berufsfelder in den letzten Jahren stark gewandelt haben und die körperliche Belastung bei der Arbeit durchschnittlich abgenommen hat, sind die Senioren heute körperlich fitter als noch vor Jahrzehnten. Dazu haben sicher auch eine gesunde Lebensweise und die bessere medizinische Versorgung beigetragen. Insofern verwundert es nicht, dass „das Selbstständige Leben in den eigenen vier Wänden“ in Umfragen zur Lebensqualität immer wieder an vorderer Stelle genannt wird.

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt

Dennoch zeigen Statistiken, dass mit der steigenden Lebenserwartung auch die Pflegebedürftigkeit zunimmt. Im Dezember 2013 – neuere Zahlen liegen nicht vor – waren in Deutschland 2,63 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Mehr als zwei Drittel (71 % oder 1,86 Millionen) aller Pflegebedürftigen wurden nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu Hause versorgt. Zwei Drittel werden von Angehörigen gepflegt, rund ein Drittel derer nimmt die Hilfe von privaten Pflegediensten in Anspruch.

Häusliche Intensivpflege bringt große Entlastung

Ambulante Pflegedienste sind für hilfsbedürftige Menschen und deren Angehörige eine große Entlastung. Die ausgebildeten Pflegekräfte sind wichtige Berater im Alltag. Sie wissen, was die Personen für ein möglichst unbeschwertes Leben zuhause benötigen und tauschen sich auch regelmäßig mit dem Hausarzt aus, um die optimale Versorgung zu gewährleisten.

Beispielhaft hierfür ist die GIP Intensivpflege. Das Team aus Gesundheitsexperten und examinierten Pflegekräften legt besonderen Wert auf hohe Qualitätsstandards und eine kontinuierliche Weiterbildung, um die sich verändernden Anforderungen zu berücksichtigen und ihre Spitzenposition im Gesundheitswesen langfristig zu sichern.

Vor der Pflege steht eine umfassende Beratung

Doch was macht das Konzept der GIP Intensivpflege besonders? Es ist die große Beratungskompetenz. Die Experten der Gesellschaft für medizinische Intensivpflege sind nicht nur auf pflegerische Leistungen spezialisiert, sie unterstützen Patienten und ihre Angehörigen bereits bevor der unmittelbare Pflegefall eintritt. Dabei stellen sich viele Fragen, beisielweise:

  • Welche Möglichkeiten einer Versorgung bieten sich im konkreten Fall an?

  • Welche Leistungen kann das ambulante Pflegeteam?

  • Wie kann die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt aussehen?

  • Wie hoch sind die Kosten für die Pflege und welche Stellen unterstützen bei der Finanzierung?

Auf Basis des persönlichen Gesprächs und nach Klärung der individuellen Wünsche wird ein Betreuungskonzept entwickelt, das exakt auf die zu pflegende Person abgestimmt ist. Dazu kann die Begleitung im Alltag ebenso gehören wie die Unterstützung bei der Körperpflege oder intensivpflegerische Leistungen wie die Beatmung zuhause.

Menschen betreuen heißt, Körper, Geist und Seele zu betreuen

Bei alledem bilden Körper, Geist und Seele eine Einheit. Denn eine am Menschen ausgerichtete Versorgung ist niemals an Defiziten orientiert sondern immer an der Persönlichkeit. Was kann die Person? Wo liegen ihre Stärken und Leidenschaften? Welche Gedanken beschäftigen sie? Eine ganzheitliche Betreuung, wie sie auch von der GIP Intensivpflege betrieben wird, stellt sich eben diese Fragen. Und sie gibt Antworten, indem sie psychosoziale Betreuung, Physiotherapie und Pflege in einem Betreuungskonzept zusammenführt. Auf diese Weise trägt die häusliche Pflege nicht nur dazu bei, dass behinderte und kranke Menschen lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können sondern leistet zudem einen Beitrag zu einem zufriedenen, erfüllten Leben.

Text: MyHandicap –11/2015

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