Was hilft bei Erektionsstörungen?

Vier Füße die unter einer Bettdecke hervor gucken (Bild: niekverlaan / pixabay.com)
Damit "Mann" wieder kann (Bild: niekverlaan / pixabay.com)

Impotenz ist für viele Paare immer noch ein Tabuthema. Viele trauen sich nicht, über Erektionsprobleme zu  sprechen oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei ist die Zahl der Betroffenen groß: In Deutschland leiden zwischen drei und fünf Millionen Männer an Impotenz. Mit der richtigen Behandlung kann ihnen geholfen werden.

Sexuelle Erregung kann auf unterschiedliche Weise entstehen: durch Berührungen, optische Reize oder Phantasien. Wenn das Glied trotz dieser Einflüsse nicht steif wird oder die Steifigkeit des Penis nicht für die Dauer des Sexualaktes anhält, kann das auf eine erektile Dysfunktion hindeuten. Sie kann als isolierte Krankheit auftreten, also nur den Penis selbst betreffen, oder die Folge anderer Erkrankungen sein. So leiden beispielsweise Diabetiker oder Menschen mit Bluthochdruck überdurchschnittlich häufig an Erektionsstörungen. Bei behinderten Menschen kann es zudem vorkommen, dass die Übertragung von Reizen aufgrund von Nervenschädigungen gemindert oder unmöglich ist.

Nicht jede Erektionsstörung bedeutet Impotenz

Nicht immer haben Erektionsstörungen eine organische Ursache. Auch Stress kann dazu führen, dass "Mann nicht kann". In diesem Fall handelt es sich aber nicht zwingend um eine erektile Dysfunktion, sondern in der Regel um eine zeitlich begrenzte Beeinträchtigung. Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann dazu führen, dass der Penis nicht mehr steif wird und Geschlechtsverkehr nicht möglich ist. Auch hier kann man von einer zeitlich begrenzten Beeinträchtigung ausgehen.

Ursachen für Erektionsstörung genau abklären lassen

Um herauszufinden, was die Ursachen für eine Erektionsstörung sind, sollte man sich genau informieren. Hierzu gibt es im Internet reichlich Gelegenheit - etwa durch medizinische Fachpublikationen, die Seiten von Kliniken oder dem Informationsangebot von 123 doc. Diese Recherche ersetzt allerdings nicht die Untersuchung durch einen Facharzt. Wer an Erektionsstörungen leidet, kann zunächst einen allgemeinen Gesundheitscheck bei seinem Hausarzt machen lassen. Hierbei werden Blutdruck und Blutwerte kontrolliert. Wenn es der Hausarzt für angezeigt hält, wird er den Patienten zu einem Facharzt für Urologie überweisen, der die weiterführende Diagnostik übernimmt.

Mit den richtigen Medikamenten Impotenz behandeln

Wird tatsächlich eine Impotenz festgestellt und handelt es sich nicht um eine temporäre Störung der Sexualfunktion, wird der Arzt Medikamente verschreiben, mit denen eine Erektion ermöglicht werden kann. Viagra ist das bekannteste Präparat, dass man auch über Online-Apotheken und Online-Kliniken bekommen kann. Die Wirkung eines solchen Medikaments hält zwischen vier und fünf Stunden an, sodass Betroffene durchaus ein erfülltes Sexualleben haben können.

Operation als Option bei Erektionsstörungen

In manchen Fällen kann auch eine Operation sinnvoll sein. Hierbei werden Implantate in die Schwellkörper verbracht, die die Erektion des Penismöglich machen. Diese Möglichkeit wird gerade bei Menschen mit Behinderung eingesetzt, beispielsweise, wenn die Reizübertragung durch eine Nervenschädigung stark vermindert oder unmöglich ist.

Welche Behandlungsform die bei Erektionsstörungen und Impotenz geeignet ist, muss der Facharzt im Einzelfall entscheiden. Abhängig von der Ursache kommen psychologische, medikamentöse oder operative Behandlungsansätze in Frage.

Text: Philipp Jauch - 12/2014
Bild: pixabay.com

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