Zinsen, Tilgung, Kosten: Tipps für den perfekten Ratenkredit

Montag, 17. September 2018

Das neue Auto, der Traumurlaub oder ein Treppenlift für mehr Mobilität: Es gibt viele Wünsche und notwendige Anschaffungen, die ein Loch in die Haushaltskasse reißen können. Ein Ratenkredit hilft, finanzielle Engpässe zu überwinden.

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Es meint: Wer jeden Monat einen kleinen Betrag zur Seite legt, kann auf die finanzielle Reserve zurückgreifen, wenn einmal unerwartete Ausgaben anstehen. Studien zeigen aber, dass viele Menschen nicht die Möglichkeit haben, von ihrem Einkommen etwas zurückzuhalten. Für einen Gutteil der Deutschen sind unerwartete Ausgaben von 1.000 Euro ein echtes Problem. Ihnen kann ein Ratenkredit helfen, kurzzeitige Engpässe zu überwinden und so notwendige Investitionen zu tätigen.

Ratenkredit sorgt für Planungssicherheit

Bei einem Ratenkredit stellt die Bank als Kreditgeber dem Kreditnehmer einen festgelegten Geldbetrag zur Verfügung. Der Kreditnehmer bezahlt diesen inklusive Zinsen innerhalb eines vereinbarten Zeitraums zurück. Dabei werden die Raten in der Regel monatlich entrichtet. Wie hoch die monatliche Belastung ist, richtet sich nach der Höhe des Darlehens, dem Zinssatz und der Laufzeit des Ratenkredits. Generell gilt: Je mehr Geld man sich geliehen hat und je kürzer die Laufzeit, desto höher ist die monatliche Belastung. Wählt man hingegen eine lange Laufzeit, ist die regelmäßige Belastung für Zins und Tilgung geringer. Allerdings verlangt die Bank in einem solchen Fall einen höheren Zinssatz, was das Darlehen insgesamt teurer macht. Da ein Ratenkredit immer nach einem festen Ratenplan zurückgezahlt wird, hat der Kreditnehmer eine große Planungssicherheit: Er weiß von Beginn an, wie viel Geld er monatlich an die Bank zurückbezahlen muss und wann der Ratenkredit vollständig getilgt ist.

Höhe des Ratenkredits bewusst wählen

Damit die Belastung nicht zu hoch wird, sollte man seine finanzielle Situation genau prüfen, ehe man einen Ratenkredit aufnimmt. Eine wichtige Frage lautet, wie viel Geld für eine Investition tatsächlich benötigt wird und welchen Anteil man aus dem Ersparten finanzieren kann. Außerdem sollte man prüfen, inwieweit andere Geldquellen zur Verfügung stehen. Ist es möglich, sich den fehlenden Betrag von Familienmitgliedern zu leihen? Sind Sparverträge vorhanden, aus denen man sich möglicherweise bedienen kann? Gibt es Sonderzahlungen des Arbeitgebers – etwa Urlaubs- oder Weihnachtsgeld – die zur Finanzierung der Anschaffung verwendet werden können? All diese Überlegungen sollte man anstellen, um zu ermitteln, wie hoch der Ratenkredit tatsächlich sein muss. Denn klar ist: Je weniger Geld man sich von der Bank leihen muss, desto geringer ist die Belastung durch die Zinsen.

Der passende Tilgungsplan für den Ratenkredit

Bei der Entscheidung für einen Ratenkredit kommt es indes nicht nur auf die Höhe an. Auch die Modalitäten der Rückzahlung sollten von beginn an in die Planungen einbezogen werden. Die entscheidende Frage lautet: Wie viel Geld kann ich der Bank monatlich zurückgeben. Da diese Summe für Zins und Tilgung zu Beginn des Ratenvertrages festgelegt werden muss, sollte man den Tilgungsplan mit Bedacht wählen. Bei der Ermittlung der monatlichen Rate ist entscheidend, die regelmäßigen Ausgaben für Miete, Lebensmittel, Versicherungen und ähnliches im Blick zu haben und somit auszurechnen, wie viel Geld am Ende des Monats übrig bleibt. Diese Summe steht theoretisch für die Tilgung zur Verfügung. Doch Vorsicht: Man sollte die Tilgungssumme immer so wählen, dass nicht der letzte Euro verplant ist. Schließlich kann es immer zu unvorhergesehenen Ausgaben kommen, die man trotz Tilgungsplan bewältigen können muss.

Den günstigsten Ratenkredit finden

Wenn man die Höhe Finanzbedarfs und die Möglichkeiten der Rückzahlung im Klaren ist, sollte man sich über die Ratenkredite verschiedener Anbieter informieren. Denn die Kosten dafür variieren von Anbieter zu Anbieter. Entscheidend für die Wahl ist der effektive Jahreszins, also die tatsächlichen Kosten für das geliehene Geld. Heutzutage gibt es Online-Services wie etwa den von Finanzcheck.de, die dabei helfen, den günstigsten Ratenkredit zu finden.