MOBITIPP - der Ratgeber für individuelle Mobilität und Lebensqualität

Logo Mobitipp
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Mobilität ist ein wichtiger Baustein für die individuelle Lebensqualität. Im  Ratgeber MOBITIPP finden Menschen, die besondere Ansprüche zur Aufrechterhaltung ihrer Mobilität haben, umfassende und unabhängige Informationen.

Wenn bei einer Person besondere Ansprüche bestehen, um mobil zu bleiben, hilft der MOBITIPP schnell, umfassend, unabhängig und kompetent. Im Ratgeber werden Themen zur Mobilität nach dem Motto “Ein Thema, ein Heft, 100 Prozent Information” bearbeitet. Ziel ist es, die Leser zu Experten in eigener Sache zu machen, sodass diese selbst entscheiden können, welche Lösung für deren Anforderungen und Wünsche die beste ist.

Die Ausgabe IV des MOBITIPPs zu Autoumbauten für Rollstuhlfahrer ist in Zusammenarbeit mit dem MyHandicap-Mobilitätsclubs entstanden. Der MOBITIPP wird monatlich einen interessanten "Tipp" zur Mobilität auf MyHandicap zur Verfügung stellen. Der Chefredakteur Volker Neumann wirkt dabei auch als Experte für die Themen Elektromobile und Scooter in unserem Forum mit.

Diese Ausgaben des MOBITIPPs sind bisher erschienen:

Elektromobile

Das Cover des Mobitipp Elektromobile. Ein weisses E-Mobil-Symbol auf grau.
Cover des Mobitipp Elektromobile

Alles, was Sie über Elektromobile wissen müssen, in einem einzigen Heft: allgemeine Informationen, Testberichte, Marktübersicht und vieles mehr. Hier finden Sie die Scooter, die im Mobitipp getestet wurden, von A – Z...

Neben Fahrzeugtests finden Sie unter anderen folgenden Beiträge:

  • E-Bike, -Scooter oder -Rolli: Welches Fahrzeug ist das richtige?
  • 5, 4, 3, 2, 1×1 der Räderkunde: Wie viele Räder Sie an Ihrem Elektromobil wirklich brauchen.
  • Die Unterschiede der Scooterklassen
  • Fachhandel, Baumarkt, Internet: Wo kauft man am besten ein Elektromobil?
  • u.v.m.

Kinder selbstständig mobil (I+II)

Die beiden Cover des Mobitipps Kinder selbstständig mobil
Cover der Mobitipps Kinder - selbstständig mobil

Die beiden Ausgaben des MOBITIPP zum Thema “Kinder – selbstständig mobil” behandeln viele Beiträgen dazu, was behinderte Kinder körperlich und mental fit macht. Hier finden Sie weitere Informationen.

Neben Produktvorstellungen werden unter anderem folgende Themen vorgestellt:

  • Selbstbestimmt trotz Handicap: Die Gefahr der Überbehütung vermeiden
  • Schau links, schau rechts: Kinder frühzeitig für den Straßenverkehr fit machen
  • Bahn frei: Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland
  • Alleine in den Urlaub: Wie Kinder und Eltern profitieren
  • Bundesbehindertenbeauftragte: Interview mit Verena Bentele
  • Interview: Die inklusive Kraft des Sports sollte man nutzen
  • u.v.m.

Autoumbauten für Rollstuhlfahrer

Das Foto zeigt das Cover des Mobitipp. Ein silbernes Mercedes Cabrio mit einem Rollstuhl auf der Rückbank.
Cover des Mobitipp Autoumbauten für Rollstuhlfahrer

Das Auto ist ein wesentlicher Baustein von Mobilität und Lebensqualität für viele Rollstuhlfahrer. Im Heft finden Sie alle Infos zu den neuesten Umbaulösungen.

Neben vielen Umbaulösungen werden spezialisierte Umrüster vorgestellt und von Fahrtests mit umgebauten Autos berichtet. Hier finden Sie Informationen. Weitere Themen sind:

  • Interview mit dem Vorsitzenden des VFMP: Wie finde ich das richtige Auto?
  • Übersicht: Diese Umbaumöglichkeiten gibt es
  • Kostenträger: Wie und wie viel Zuschuss Sie bekommen können
  • Führerschein: Ihr Weg zu mehr Selbstständigkeit
  • Rabatte: Preisnachlässe für behinderte Menschen
  • Der MyHandicap-Mobilitäsclub
  • u.v.m.

MOBITIPP bestellen

Hier können Sie den Mobitipp bestellen.

Der monatliche MOBITIPP auf MyHandicap

MOBITIPP Oktober 2016 / Fahrhilfen ab Werk

Die behindertengerechten Autoumbauten, die man direkt beim Händler mitbestellen kann, bieten eine Reihe von Vorteilen. Sie sind jedoch nur dann zu empfehlen, wenn der Käufer genau weiß, was er braucht und keine individuelle Beratung oder Anpassung benötigt. Falls Sie unsicher sind, eine komplizierte Anpassung benötigen oder eine sich verändernde beziehungsweise fortschreitende Beeinträchtigung haben, sollten Sie einen spezialisierten Umrüster aufsuchen. Diese verkaufen in der Regel keine Fahrzeuge und beraten Sie lediglich beim Umbau, d.h. die Kaufabwicklung des Fahrzeugs, inklusive Wartung und Service, erfolgt dennoch über Ihren lokalen Händler.      

Aus Mobitipp Autoumbauten für Mobilitätsfahrer.

MOBITIPP November 2016 / Autofahren im Rollstuhl sitzend

Setzen Sie sich - wenn möglich - vom Rollstuhl auf die serienmäßigen Sitze des Fahrzeugs um und nutzen Sie die vorgesehenen Sicherheitsgurte! Wenn ein Umsetzen nicht möglich oder gewünscht ist:

  • Richten Sie den Rollstuhl immer in Fahrtrichtung aus, niemals quer oder schräg dazu!
  • Ziehen Sie, wenn möglich einen Elektrorollstuhl einem manuellen Modell für die Fahrt im Auto vor.
  • Achten Sie darauf, dass Sie nur Rollstühle verwenden, die crash-getestet sind und über entsprechende Markierungen verfügen.
  • Nutzen Sie im Auto ein angemessenes Sicherheitssystem, mindestens ein 4-Punkt-Gurt-System, bei dem der Rollstuhl an vier Punkten mit Abspanngurten am Fahrzeugboden verankert wird.
  • Sorgen Sie dafür, dass ihr Kopf durch eine Kopf- und ihr Rücken gegebenenfalls durch eine Rumpfstütze bei einem Unfall abgefangen werden.
  • Achten Sie darauf, dass Sie einen 3-Punkt-Gurt anlegen, der an den wichtigen Stellen eng am Körper verläuft (nicht an Hals oder bauch) und das Gurtschloss vorschriftsmäßig geschlossen ist.
  • Sorgen Sie dafür, dass alle abnehmbaren und losen Teile (Gehstützen, Therapietisch usw.) abmontiert und sicher verstaut werden.

Aus Mobitipp Autoumbauten für Mobilitätsfahrer.

       

MOBITIPP Dezember 2016 / Tipps zum Führerschein mit Behinderung

Die richtige Fahrschule

Sollten Sie die Wahl haben, schauen Sie sich mehrere Fahrschulen an. Sind diese barrierefrei? Sind die Ausbilder qualifiziert im Umgang mit behinderten Menschen? Gibt es ein geeignetes Ausbildungsfahrzeug? Auf der Internetseite der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e. V. können Sie eine Liste herunterladen, in der alle Fahrschulen in Deutschland aufgeführt sind, die sich auf die Ausbildung behinderter Menschen spezialisiert haben. Der Link lautet: http://www.fahrlehrerverbaende.de/sixcms/media.php/2448/Behindertenausbildung.pdf .

Wichtig: Schließen Sie den Ausbildungsvertrag erst ab, wenn die Zusage eines Kostenträgers für die Kostenübernahme schriftlich vorliegt!

Kostenübernahme

Bevor Sie den Führerschein in Angriff nehmen, klären Sie, ob und von welchem Kostenträger Sie gefördert werden können. Vor dem Vertragsabschluss mit einer Fahrschule reichen Sie einen Antrag auf Kostenübernahme bei dem für Sie geeigneten Kostenträger ein. Für Berufstätige übernimmt unter Umständen zum Beispiel das Arbeitsamt, der Renten- oder Versicherungsträger, die Berufsgenossenschaft oder die zuständige Hauptfürsorgestelle die Umrüst- oder Führerscheinkosten. Beantragen Sie auch gleich formlos die Kosten für die Gutachten mit!

Die Gutachten

In den meisten Fällen reichen zwei Gutachten aus: das ärztliche Gutachten und ein technisches Gutachten. Sollte das "einfache" ärztliche Gutachten nicht ausreichen, wird zusätzlich ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU) erforderlich. Bei den Untersuchungen erwartet niemand Höchstleistungen. Sie müssen lediglich die Anforderungen erfüllen, die für alle Autofahrer gelten. Die Gutachter unterliegen der Schweigepflicht und dürfen das Gutachten nur weiterleiten, wenn Sie dies per Unterschrift erlauben. Reichen Sie nie die Originale ein, geben Sie nur Kopien weiter!

Medizinisches Gutachten: Dieses Gutachten erstellen Fachärzte; im Idealfall ist das ein Arzt mit dem Fachgebiet Verkehrsmedizin. Im Kern geht es in diesem Gutachten um eine Beschreibung der Behinderung und inwieweit diese die Fahrtüchtigkeit einschränken könnte. Eine Bescheinigung oder ein Attest können dieses Gutachten nicht ersetzen!

Medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU): Wenn sich eine Behinderung oder Krankheit auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken könnte, ist eine MPU erforderlich. Das ist zum Beispiel bei Patienten nach Schlaganfall, mit Schädel-Hirntrauma oder mit spastischen Lähmungen der Fall. Dabei wird getestet, ob Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Reaktionen und Belastbarkeit ausreichen, um als Autofahrer am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

Technisches Gutachten: Dieses Gutachten wird von einem amtlich anerkannten Sachverständigen des TÜV oder der DEKRA durchgeführt. Er legt fest, welche Hilfsmittel und Umbauten mindestens benötigt werden, damit Sie Ihr Kraftfahrzeug sicher führen können. Der Sachverständige kann zudem Fahrproben und die Messung der Restkräfte verlangen, die auch viele Umrüster durchführen.

Fahrausbildung/Führerscheinprüfung

Während der Ausbildung und der Prüfung sind Sie ein Fahrschüler wie jeder andere auch. Sie fahren während der Praxis- und der Prüfungsfahrten ein umgerüstetes Auto.

Aus Mobitipp Autoumbauten für Mobilitätsfahrer.

Mobitipp Januar 2017 / Behindertengerechte Mietwagen

Wenn das eigene Fahrzeug aus irgendwelchen Gründen gerade nicht zur Verfügung steht, nutzen die meisten Autofahrer eben ein anderes oder fahren mit dem Bus. Für behinderte Menschen ist beides nicht ohne weiteres möglich; der Ausfall des eigenen Fahrzeugs bedeutet dann oft eine erhebliche Einschränkung von Mobilität und Lebensqualität. Doch inzwischen gibt es glücklicherweise ein wachsendes Angebot an behindertengerecht ausgestatteten Mietwagen. Einige davon werden sogar individuell angepasst, sodass auch sehr spezielle Anforderungen berücksichtigt werden können.

Die Anpassung des Führerscheins an die Behinderung ist zwar faktisch unumgänglich, sie ist aber gesetzlich nicht vorgeschrieben. Deshalb kann eine entsprechende Eintragung im Führerschein auch nicht Voraussetzung für das Anmieten eines behindertengerechten Fahrzeugs sein. Es empfiehlt sich jedoch, nur solche Fahrzeuge zu mieten, die den eigenen Anforderungen entsprechen und sich die behindertenbedingten Umbauten ausführlich erklären zu lassen. Insbesondere bei Fahrzeugen, mit denen behinderte Menschen transportiert werden sollen, ist es wichtig, sich gründlich in die Sicherungssysteme einweisen zu lassen und diese auch stets anzuwenden. Nur so können schlimme Folgen verhindert werden, die schon durch vergleichsweise harmlose Unfälle entstehen können.

Wie bei anderen Mietwagen auch, hängen die Konditionen für ein behindertengerechtes Fahrzeug von vielen verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel dem Fahrzeugtyp, der Mietdauer und der Kilometerleistung ab. Hier lohnt sich in jedem Fall ein Preisvergleich bzw. eine individuelle Anfrage. Es gibt einige Anbieter, die Fahrzeuge für Selbst- und Mitfahrer bereithalten, aber auch solche, die ausschließlich Autos für Passivfahrer anbieten. Neben den großen Autovermietungen Avis und Europcar haben von den spezialisierten Autoumrüstern insbesondere Paravan und KADOMO interessante Mietwagenangebote für behinderte Autofahrer. Eine umfangreiche Liste mit Anbietern finden Sie im aktuellen MOBITIPP.