KFZ-Steuer - Steuervergünstigung für Menschen mit Behinderung

Fotoausschnitt eines Behindetenausweises
Bei einem GdB von 50+ und bestimmten Merkzeichen kann eine Ermäßigung / eine Befreiung von der KFZ-Steuer in Frage kommen. Quelle: nexabixle/pixelio.de

Behinderten Kfz-Inhabern steht die Möglichkeit zu, sich komplett von der Kraftfahrzeugsteuer befreien zu lassen.

Wenn Sie schwerbehindert sind und ein Fahrzeug besitzen, haben Sie je nach Grad der Behinderung (GdB) einen Anspruch auf Ermäßigung oder Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer für ein Fahrzeug. Die Steuervergünstigung können dabei auch minderjährige Kinder erhalten, wenn das Fahrzeug auf deren Namen zugelassen wird.

Zu beachten ist, dass das Fahrzeug nicht zweckfremd genutzt werden darf. Eine solche Nutzung wären beispielsweise Fahrten durch Dritte, die nicht der Haushaltsführung oder Ihrer Fortbewegung dienen (z.B. bei Minderjährigen: Fahrten eines Elternteils zur Arbeitsstätte).

Wollen Sie das Fahrzeug zu anderen als den steuerbegünstigten Zwecken nutzen, müssen Sie dies der zuständigen Stelle umgehend mitteilen. Diese setzt dann die KFZ-Steuer für die Dauer der zweckfremden Nutzung (mindestens 1 Monat) fest. 

Ermäßigung der Kfz-Steuer 

Die Voraussetzungen für die Ermäßigung der KFZ-Steuer von 50% sind:

  • Sie haben eine Schwerbehinderung (GdB 50 oder mehr).
  • Sie sind in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt (Merkzeichen G) oder gehörlos (Merkzeichen Gl).
  • Der Verzicht auf die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr.
  • Die Zulassung des Fahrzeuges auf die Person mit Behinderung.

Befreiung von der Kfz-Steuer

  • Sie haben eine Schwerbehinderung (GdB 50 oder mehr).
  • Sie sind außergewöhnlich gehbehindert (Merkzeichen aG), blind (Merkzeichen Bl) und/oder hilflos (Merkzeichen H).
  •  Die Zulassung des Fahrzeuges auf die Person mit Behinderung.