Der Behindertenparkplatz: Tipps gegen Falschparker

zwei Stellplätze, auf denen die Rollstuhlsymbole zu sehen sind (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de)
Nur für Autofahrer mit gültiger Parkkarte: Stellplätze mit dem Rollstuhlsymbol. (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de)

Erfahren Sie hier, was genau einen Behindertenparkplatz von einem gewöhnlichen Parkplatz unterscheidet. Und lesen Sie unsere Tipps, wie Sie sich gegen Falschparker zur Wehr setzen können.

Behindertenparkplätze sind breiter als reguläre Abstellplätze. Die vorgeschriebene Fläche beträgt für einen Längsplatz 7,50 m x 2,50 m. Für nebeneinanderliegende Parkplätze gilt bei derselben Länge eine Breite von 3,50 Metern.

Menschen mit blauer Parkgenehmigung kann zur eigenen Nutzung in Wohnungs- oder Arbeitsnähe zusätzlich eine persönliche Parkmöglichkeit eingerichtet werden. Vorausgesetzt ist, dass die behinderte Person das Fahrzeug selbst führt und über keine Garage oder entsprechend gesicherten Stellplatz verfügt.

Auf Behindertenparkplätzen beträgt die höchstzulässige Parkzeit 24 Stunden. Bei ausgewiesener Parkdauer auch kürzer. Dauerparken auf diesen Plätzen ist nicht gestattet.

Zur Wehr setzen

Rechtswidriges Anhalten auf einem Behindertenparkplatz über drei Minuten kann mit einer Geldbuße von 35 Euro geahndet werden oder die Verwaltungsgebühren für das Abschleppen des Fahrzeugs nach sich ziehen. Wenn ein Behindertenparkplatz von Nichtberechtigten missbraucht wird, kann der Abschleppvorgang durch einen Anruf beim Bürgertelefon, der Polizei oder auch beim örtlichen Ordnungsamt eingeleitet werden. Vermeiden Sie jedoch die Verwendung des Polizeinotrufs, sie ist rechtlich umstritten.

Wer als Betroffener auf einen solchen ignoranten Verkehrsteilnehmer trifft, sollte sich dennoch überlegen, ob er sich den Stress einer Anzeige zumuten möchte, oder ob er dem Falschparker nicht lieber einen kleinen Denkanstoß verpasst.

Hierfür bietet beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. auf ihrer Webseite eine Initiativkarte zum Download an. Darauf liest der unachtsame Autofahrer dann: „Sie haben meinen Parkplatz! Möchten Sie auch meine Behinderung?“ Eine interessante Alternative, die dem Sünder vielleicht eher die Augen öffnet, als ein weiterer Strafzettel.

Auf MyAdress, Ihrem Verzeichnis für barrierefreie Adressen und Adressen mit Behinderungsrelevanz, finden Sie aktuell mehrere tausend Behindertenparkplätze in Deutschland. 

Behindertenparkplätze in München
Behindertenparkplätze in Hamburg
Behindertenparkplätze in Düsseldorf
Behindertenparkplätze in Berlin

Oder tragen Sie Ihren gewünschten Zielort hier ein und finden Sie auf die Schnelle die nächsten Behindertenparkplätze!

Text: MHA, 10/09

Fotos: pixelio.de, MyHandicap

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