Autofahren im Alter: Mehr Sicherheit durch moderne Technik

Ford mit Fernlicht-Assistent
Die Automobilhersteller entwickeln immer bessere Scheinwerfer, um die Ausleuchtung der Straße zu optimieren (Quelle: Sven Mildner, Freiberg)

Wer in Deutschland einmal einen Führerschein gemacht hat, darf lebenslang Auto fahren. Einen allgemeinen Gesundheitscheck für ältere Fahrer gibt es hierzulande nicht. Die Automobilindustrie allerdings beschäftigt sich mit möglichen Einschränkungen der Kunden - und entwickelt immer leistungsfähigere Systeme für sicheres Fahren.

Ältere Autofahrer stehen immer wieder im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Meist dann, wenn sie an einem Unfall beteiligt waren. Dabei zeigen Studien, dass Senioren keineswegs die schlechteren Autofahrer sind. Erst ab einem Alter von 75 Jahren steigt das Unfallrisiko deutlich an – und fällt selbst dann noch geringer aus als bei Fahranfängern. Richtig jedoch ist, dass die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit schon früher nachlässt. Und das wirkt sich auch auf die Fahrtauglichkeit aus.

Sehvermögen lässt im Alter nach

Die Augen sind im Alltag häufig besonders gefordert. Nicht zuletzt die intensive Nutzung von Computern und Smartphones sind eine große Anstrengung für das Sinnesorgan. Einschränkungen beim Sehen treten da häufig schon bei jüngeren Menschen auf. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig einen Sehtest zu machen, um sicherzustellen, dass das Sehvermögen ausreicht, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Im Alter kommt ein Weiteres hinzu: Die Blendungsempfindlichkeit nimmt zu und die Fähigkeit, in der Dämmerung scharf zu sehen, ab.

Autohersteller entwickeln leistungsstarke Beleuchtungssysteme

Automobilhersteller wie Ford wissen um das sich verändernde Sehvermögen und arbeiten ständig daran, die Beleuchtungssysteme der Fahrzeuge zu verbessern. Hierzu gehören vor allem drei Ebenen: sehen, gesehen werden und Innenraumbeleuchtung. Die erste Ebene betrifft die Ausleuchtung der Straße, die zweite Ebene die Auswirkung des Front- und Rücklichts auf den andere Verkehrsteilnehmer und die Innenraumbeleuchtung dient dazu, Instrumente und Karten gut zu erkennen. In allen Bereichen setzten die Autobauer auf neue Technologien und die Erkenntisse verschiedener Forschungsbereiche. Und das kommt dem Fahrer zugute. Mit Xenon- oder LED-Scheinwerfern beispielweise wird die Fahrbahn deutlich heller ausgeleuchtet. Auch das Kurvenlicht leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Verkehr.

Systeme wie der Parkassistent oder Kameras erhöhen die Übersicht und schaffen eine Erleichterung für Menschen mit Bewegungseinschränkung (Quelle: „Parking Assist“ von Nozilla / Wikimedia Commons)

Assistenzsysteme erhöhen Übersicht bei Bewegungseinschränkungen

Nicht nur die Sehfähigkeit lässt im Alter nach, auch bei der Beweglichkeit kommt es häufig zu Einschränkungen. Da fällt das Einsteigen ins Auto zunehmend schwer und auch der Schulterblick macht Mühe. Wenn man bei der Wahl des Fahrzeugs einige Dinge beachtet, ist dennoch ein angenehmes und sicheres Fahren möglich. So fällt das Einsteigen bei höher gebauten Fahrzeugen in den Regel leichter als niedrigen Autos. Verstellbare Sitze lassen sich exakt an die Bedürfnisse des Fahrers anpassen und sorgen so für sicheren halt und eine bequeme Position im Fahrzeug. Schließlich sollte man darauf achten, dass man eine gute Rundumsicht hat, ohne sich allzu sehr drehen zu müssen. Neben großen Heckscheiben und Spiegeln verfügen einige Fahrzeuge schon über Kameras, mit denen das Geschehen rund um das Fahrzeug erfasst wird, sodass beispielsweise das Einparken problemlos gelingt. Auch Assistenzsysteme wie die Einparkhilfe schaffen zusätzliche Erleichterung.

Reizüberflutung und Unbekanntes sorgen für Überforderung

Studien haben gezeigt, dass Senioren vor allem mit der Reizüberflutung zu kämpfen haben. Wenn viele Reize gleichzeitig auf die Menschen einwirken und schnelles Handeln gefragt ist, kann es im Straßenverkehr zu gefährlichen Situationen kommen. Um das zu vermeiden, fahren ältere Menschen bevorzugt bekannte Strecken und meiden Stoßzeiten mit besonders hohem Verkehrsaufkommen. Auch die Automobilhersteller tragen dazu bei, Stressfaktoren zu minimieren. So wird das Geräuschaufkommen im Innenraum reduziert und ein klares, übersichtliches Cockpit hilft dem Fahrer dabei, alle Informationen schnell zu erfassen. Navigationssysteme, die in vielen Modellen zur Serienausstattung gehören, erleichtern zudem die Orientierung in fremden Städten, sodass sich der Fahrer ganz auf den Verkehr konzentrieren kann.

Beratung beim Autokauf erhöht Fahrspaß und Sicherheit

Autofahren schafft Mobilität, Spaß und Lebensfreude. Um auch im hohen Alter sicher auf der Straße unterwegs zu sein, verfügen moderne PKW über eine Fülle von Assistenzsystemen und Einstellungsmöglichkeiten. Das Alter allein ist deshalb kein Grund, um auf das Autofahren zu verzichten. Wichtiger ist es, sich beim Autokauf beraten zu lassen, um das Fahrzeug zu wählen, das für die persönlichen Bedürfnisse am besten geeignet ist. Der Fachverkäufer kann zudem über Möglichkeiten der Anpassung und Umrüstung informieren, sollte das aus gesundheitlicher Sicht notwendig sein. So sind Kompfort, Fahrspaß und Sicherheit auch im hohen Alter garantiert.

 

Links:

http://www.ford.de/Technologien/Assistenzsysteme