Kreativität, Genuss und Inklusion: Die Schankhalle Pfefferberg

Das Foto zeigt das Restaurant „Pfefferbräu" des Integrationsbetriebes Schankhalle-Pfefferberg. Foto: Markus Braumann
Das Restaurant „Pfefferbräu" des Integrationsbetriebes Schankhalle-Pfefferberg. Foto: Markus Braumann

Der Pfefferberg im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg kann auf eine äußerst abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken, bevor sich das inzwischen denkmalgeschützte Gelände einen  Namen als Kulturstandort gemacht hat: Im Oktober 1841 erwarb der Braumeister Joseph Pfeffer das noch unbebaute Grundstück, um hier eine der ersten Berliner Brauereien mit eigenem Biergarten zu eröffnen.

Nach mehreren Besitzerwechseln wurde der Brauerreibetrieb im Jahre 1921 jedoch von der Schultheiss-Brauerei AG wieder eingestellt. Anschließend wurde das inzwischen stark gewachsene Gebäude-Ensemble für die vielfältigsten Zwecke genutzt, diente mal zur Brot- und mal zur Schokoladenherstellung, mal als Produktionsstätte für Kriegselektronik oder aber auch als Luftschutzbunker. Nach Ende des zweiten Weltkrieges waren auf dem Gelände wiederum Autowerkstätten und Großküchen, Schweinemastanlagen sowie die Druckerei „Neues Deutschland“ ansässig.

Anfang der 90er Jahre wird das Gelände schließlich als soziokulturelles Zentrum entwickelt. Künstler*innen und Galerien siedeln sich an, soziale Projekte finden hier ihre Heimat – und schließlich wird in der aufwendig restaurierten Schankhalle Pfefferberg mit dem „Pfefferbräu“ auch endlich wieder Bier gebraut.

Integrationsbetrieb des VIA Unternehmensverbundes

Die Schankhalle Pfefferberg ist ein Integrationsbetrieb des VIA Unternehmensverbundes, der sich seit Jahren für die gleichberechtige Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen einsetzt.  Neben der renommierten Brauerei beherbergt die Schankhalle außerdem zwei multifunktionale Veranstaltungsräume, das Pfefferberg Theater mit 226 Sitzplätzen und einem vielfältigen Programm, den Salon Urquiza, der den Tango Argentino bei allwöchentlichen Tanzabenden anbietet, sowie das „Pfefferbräu – Restaurant & Bergbrauerei“, in dem feine saisonale und regionale Spezialitäten angeboten werden. Selbstverständlich sind sämtliche kulinarische und kulturelle Genüsse barrierefrei zugänglich. Das Pfefferberg Theater versteht sich zudem als ein Ort, der die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen im Kulturellen Bereich im Besonderen voranbringen möchte – Gastspiele des international bekannten Theaters RambaZamba sind hier ebenso zuhause, wie die alljährlich stattfindende Parieté-Gala, die Inklusionstheater in seiner schönsten Form präsentiert.

Verschiedenste Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen

Unter dem Dach der Schankhalle Pfefferberg ergeben sich somit auch die verschiedensten Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, in der Gastronomie und dem Bankettbereich im Service und in der Küche, in der Hauswirtschaft und in der Reinigung, in der Bergbrauerei und in der Haustechnik. Weitere Möglichkeiten gibt es zudem bei den Kooperationspartnern innerhalb des VIA Unternehmensverbundes, den VIA Werkstätten Abteilung Floristik sowie der Abteilung Theaterplastik – und das alles mittendrin im Herzen Berlins und als Teil einer großen Gemeinschaft.

Unterstützt wird die Schankhalle Pfefferberg von der Aktion Mensch und dem Integrationsamt Berlin.

Mehr unter http://schankhalle-pfefferberg.de/