Inklusion bei DATEV

Vorwort Dr. Robert Simon, Leiter DATEV Servicecenter

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Dr. Robert Simon, Leiter DATEV Servicecenter

Unser persönlicher Kundenservice ist nach den Produkten der häufigste Berührungspunkt mit unserem Unternehmen. Dafür suchen wir hochqualifizierte Mitarbeiter mit fundiertem Fachwissen, die sich schnell in komplexe Themen einarbeiten können. Bei der Auswahl neuer Mitarbeiter steht hinreichende Qualifikation im Vordergrund, so dass Handicaps möglichst durch angepasste Arbeitsplatzausstattung mit Hilfsmitteln vielfältiger Art kompensiert werden. Mit Unterschrift der Charta der Vielfalt hat sich DATEV dazu verpflichtet alle Beschäftigten wertzuschätzen und zu respektieren – unabhängig von deren individuellen Merkmalen. Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist und niemanden benachteiligt. 

Zu diesem Thema haben wir ein Interview mit unserem Kollegen Thomas Kühnapfel geführt, der uns interessante Fragen beantwortet.

Interview

Rebecca: Wie bist zu zur DATEV gekommen?

Thomas Kühnapfel, Kundenansprechpartner Rechnungswesen

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Thomas Kühnapfel

Eigentlich wollte ich immer Steuerberater werden. In meinen Praktika vor den Abschlussprüfungen im Jahr 1992 war ich unter anderem in großen und kleinen Steuerkanzleien tätig. Hier hatte ich auch die ersten Berührungspunkte zu DATEV. Für mich war schnell klar: DATEV ist der beste Arbeitgeber, um die Arbeitsabläufe, die Software, den Service und die Organisation kennenzulernen, die man dann als Steuerberater braucht.

Schnell habe ich bemerkt, dass die Aufgaben bei DATEV so vielfältig und interessant sind, dass mein Traum, Steuerberater zu werden, Nebensache wurde. Der starke Bezug zu den Steuerberatern blieb ja weiterhin bestehen.

Rebecca: Was hat deine erste Chefin bewogen, dich einzustellen?

Thomas: Nichts anderes als bei jedem anderen auch. Ich habe ihr wohl gefallen J

Der Bewerbungsprozess selbst unterscheidet sich nicht allzu sehr von den Bewerbern ohne Behinderung.  Es wurde darauf geachtet, dass ich fachlich und persönlich auf die ausgeschriebene Stelle passe.

Der einzige Unterschied lag darin, dass meine  Chefin das Team darauf vorbereitet hat, dass ein junger Mann mit Behinderung in das Team kommt und eingestellt wird.

Rebecca: Welche Vorkehrungen mussten am Arbeitsplatz vorgenommen werden?

Thomas: Bevor ich überhaupt meinen ersten Arbeitstag hatte, hatte ich schon einen Termin, um die Ausstattung meines Arbeitsplatzes zu besprechen und Fragen zu beantworten, was ich für mein Arbeitsumfeld brauche und wie ich zur Arbeit komme.

Das war für mich selbstverständlich, denn ich wusste, dass DATEV als sozialer Arbeitgeber alles dafür tut, ein angemessenes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter zu schaffen.  Mir wurde immer das Gefühl vermittelt, dass hier nur Profis am Werk sind. Es war ihnen sehr daran gelegen, dass jeder in die DATEV-Welt integriert werden kann.

So hatte ich die Anforderung für einen extra Stuhl. Zuerst hatte ich im wahrsten Sinne des Wortes eine Krückenlösung: Denn bis mein für mich angefertigter Stuhl da war, hatte ich einen Stuhl, bei dem an der Armlehne der Griff einer Gehhilfe montiert war.

Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass es auch ohne geht. Heute habe ich einen ganz normalen Stuhl.

Rebecca: Wie schaut dein Arbeitsalltag aus?

Thomas: Mein Arbeitsalltag ist durch den Service im Rechnungswesen, der Aufgabe als Service-Coach und der des Produkt-Ansprechpartners der FIBU im Teamservice prall gefüllt.

Ich gestalte also aktiv mehrere Rollen. Meine Arbeit nehme ich sehr ernst, jedoch vergesse ich nie den Spaß dabei.

Klar, es gibt bestimmte Beeinträchtigungen. So werde ich hier nie die Treppe nehmen.

Nach der Arbeit freue ich mich dann auf meine Frau und mein Kind.

Rebecca:  Vielen Dank für das Interview, Thomas!

 

Zahlen zum DATEV-Service-Center:

Nach diesem spannenden Interview möchten wir auch noch kurz die Zahlen aus dem DATEV Servicecenter vorstellen, Stand 13.05.2015: Es sind 207 Personen mit befristeten und unbefristeten Vertrag in dem DATEV Servicecenter  beschäftigt. Davon sind 15 Personen schwerbehindert und 8 Personen gleichgestellt. Sprich: die interne SWB-Quote liegt bei über 11%. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass 6 Personen mit Behinderung eine Mehrfachanerkennung für mehr als einen SWB-Platz ausfüllen. Würde das noch berücksichtigt, dann läge die SWB-Quote bei über 15 %. Zum Vergleich: die allgemeine DATEV-Quote Stand 31.12.2015 beträgt 6,35%.