Inklusionstreffen des Call Center Verbands

Vortragsraum des Inklusionstreffens mit Teilnehmern (Bild: Arbeitskreis Inklusion)
Die rund 30 Teilnehmer erhielten beim Inklusionstreffen viele Anregungen zur Einstellung behinderter Mitarbeiter. (Bild: Arbeitskreis Inklusion)

Menschen mit Behinderung einstellen leicht gemacht! Unter dem Motto “Inklusion im Callcenter – Erfolgreich auf dem Weg!” informierte der Arbeitskreis Inklusion des CCV am 17. Oktober 2013 interessierte Call Center.

Im Firmengebäude der buw operations Osnabrück GmbH fand dieses Inklusionstreffen statt. Unter dem ersten Tagesordnungspunkt wurde daher über die erfolgreiche Umsetzung der Inklusion bei buw berichtet. Auf der Agenda standen weiter Themen wie „Inklusion in Unternehmen – Von der Idee zum ersten eingestellten Arbeitnehmer“ und „Praktische Einblicke – Die zweite und dritte Säule der Initiative Inklusion“.

Letztere ist eine Kampagne der Arbeitsagentur Osnabrück mit dem Ziel, die „Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“ zu verbessern. Mit diesem millionenschweren Förderprogramm sollen bis 2018 insgesamt etwa 1300 Ausbildungsplätze sowie 4000 Arbeitsplätze für ältere oder behinderte Menschen geschaffen werden.

Aus der Sicht der Betroffenen

Auch die Sicht der behinderten Arbeitsuchenden kam dabei nicht zu kurz. Beim Vortrag eines behinderten Softwareunternehmen-Mitarbeiters zum Thema „Von der Bewerbung über die Einstellung zur erfolgreichen Inklusion – Wie stelle ich mir einen optimalen Weg als Betroffener vor?“ bekamen die rund 30 Teilnehmer einen Einblick in diesen Prozess.

Weiter wurde ein Pilotprojekt des Annedore-Leber-Berufsbildungswerks Berlin vorgestellt und anhand dieses Beispiels die Chancen der Zusatzausbildung Dialogmarketing für Menschen mit Handicap beleuchtet. Am Ende des Treffens konnten die Teilnehmer beim Vortrag von Elsbeth Pohl-Roux zum Thema „Wo finden wir unsere zukünftigen Mitarbeiter?“ etliche Tipps zur Einstellung behinderter Menschen erfahren.

„Inklusion zum festen Thema machen“

Das Hauptanliegen des Arbeitskreises Inklusion ist es, einen Know-How-Transfer an die beteiligten Call Center zu ermöglichen. Dies soll durch solche öffentlichen Inklusionstreffen, aber auch durch eine stärkere Vernetzung geschehen. Der Arbeitskreis Inklusion möchte weiter durch Presse- sowie politische Arbeit weitere Call Center für dieses Thema sensibilisieren. Langfristiges Ziel ist es, Inklusion zu einem festen Thema in der Branche zu machen. Auch eine Einstellungsoffensive von behinderten Menschen wird in Erwägung gezogen.

Als Informationsgrundlage für Call Center, die sich zur Einstellung behinderter Mitarbeiter informieren möchten, wurde das Handbuch der Stiftung MyHandicap empfohlen: Menschen mit Behinderung erfolgreich ins Call-Center integrieren. Unter diesem Link kann der Ratgeber weiterhin bestellt werden.

 

Text: Thomas Mitterhuber - 10/2013

Bilder: Arbeitskreis Inklusion

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