Was sollten Eltern beim Kauf des Schulranzens beachten?

Mehrere Schulranzen stehen in einer Reihe hintereinander zusammen (Bild: Gilbert Gulben / Fotolia.com)
Sicherheit ist die oberste Priorität beim Schulranzenkauf (Bild: Gilbert Gulben / Fotolia.com)

Die Eltern eines behinderten Kindes stehen vor der schwierigen Entscheidung, ob Ihr Sprössling besser an einer Regelschule mit Inklusion aufgehoben ist oder an einer darauf spezialisierten Einrichtung. Nicht nur direkt vor der darauffolgenden Einschulung, sondern auch in den Jahren danach gibt es jedoch auch die Frage der Ausstattung Ihres Schulkindes zu klären.

Der Schulranzen sollte gerade bei jungen und unerfahrenen Behinderten möglichst sicher, jedoch auch ergonomisch sein. Welche Faktoren spielen vor dem Kauf der Büchertasche noch eine wichtige Rolle?

Sicherheit als oberste Priorität

Nicht nur bei Grundschülern, sondern auch bei Schülern mit Handicap sind die Gefahren des Straßenverkehrs niemals zu unterschätzen. Andererseits ist es für sie wichtig, eine räumliche und soziale Isolation zu vermeiden und den Schulweg alleine, also ohne fremde Hilfe und ständige Beaufsichtigung zu bewältigen. Sie fühlen sich dann bestätigt, da sie etwas aus eigener Kraft geschafft haben.

Einfühlsame Eltern wissen, dass behinderte Kinder es sehr wohl spüren und schätzen, wenn sie sich ganz normal unter den anderen Menschen im Freien bewegen. Allerdings ist es davor wichtig, ihnen den Umgang mit den Gefahren der Außenwelt, insbesondere des Autoverkehrs gut beizubringen. Förderschulen oder staatliche Stellen bieten hierfür zum Beispiel Kurse an. Hierbei ist zu unterscheiden, ob der Schüler mit Handicap zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule gelangen will. Es ist in jedem Falle sinnvoll, mit dem Kind an der Hand den künftigen oder aktuellen Schulweg abzulaufen. So kann man es auf die Gefahren aufmerksam machen.

Das Äußere

Wie eingangs erläutert, sollte beim Kauf des Rucksacks die Sicherheit oberstes Gebot sein. Wie bei anderen Kindern auch spielen sicher für viele behinderte Schüler als erstes

  • die Farbe,
  • das Design oder
  • das Muster

die Hauptrolle. Dennoch sollten die Eltern hier ihren Sprössling beim Kauf miteinbeziehen. Webshops wie Schulranzen.net bieten beispielsweise verschiedene Kategorien (wie die hier genannten), die die Familie gemeinsam beim Kauf miteinbeziehen können. Dies kann auch im Geschäft geschehen, ist aber zuweilen in einer ruhigen Umgebung online am Rechner zuhause ohne Ablenkung für behinderte Kinder leichter zu bewerkstelligen.

Sicherheit

Eine weitere Kategorie, die beim Kauf im Geschäft oder online eine Rolle spielen sollte, ist die Sicherheit. Zunächst ist es für die Eltern entscheidend, dass sie auf leuchtende Elemente an der Außenfläche des Rucksacks oder der Büchertasche achten. Im stationären Laden, aber auch bei Webshops wie dem genannten, kann man sich an einer europaweit geltenden Norm orientieren. Es handelt sich um die DIN 58124.

Um diesen Standard zu erreichen, ist es entscheidend, dass gewisse Bedingungen erfüllt sind. So müssen 10 Prozent der Vorder- und Seitenflächen eines Schulranzens oder eines Rucksacks mit retroflektierendem Material besetzt sein. Retroflektierend bedeutet, dass das Licht, beispielsweise von Autoscheinwerfern auf einer dunklen Straße, zurückgeworfen wird, um Gefahren zu verhindern.

Weiterhin müssen 20 Prozent der Oberfläche fluoreszierend sein. Die genehmigten Farben sind hierbei Orange-Rot und Neongelb. Generell sollen diese beiden Elemente der DIN 58124 zur erhöhten Sichtbarkeit und damit der Sicherheit aller Kinder im Straßenverkehr beitragen. Daneben werden von den Beauftragten des Deutschen Instituts für Normung e.V. auch die Belastbarkeit und die Wetterfestigkeit der Büchertasche oder des Rucksacks kontrolliert.

Ergonomie

Alles, was ein Mensch zu seiner Arbeit nutzt, alle Tätigkeiten, die er dabei ausführt, sollen ihm niemals zum Schaden gereichen. Diese Definition von Ergonomie gilt auch für behinderte Kinder - umso mehr, da sie manchmal nicht in der Lage sind, die Ursache von Schmerzen oder Schäden zu erkennen. Umso mehr sind hier die Erziehungsberechtigten gefragt, um entscheidend einzugreifen.

Sie sollten bei einem Schulranzen zunächst auf einen belastbaren Griff achten, der gepolstert und rutschfest ist. Allerdings ist es nicht gut für den Rücken von Kindern, daran den Tornister über einen längeren Zeitraum hinweg zu heben. Hierzu werden die Träger eines Rucksacks oder einer Büchertasche verwendet. Sie sollten etwa vier Zentimeter breit sein. Wenn sie dünner sind, können sie beim Tragen einschneiden. Sind sie breiter geschnitten, können sie dem ABC-Schützen oder Jugendlichen von der Schulter rutschen. In jedem Falle sollten sie stufenlos verstellbar sein.

Bei Heranwachsenden ist die Wirbelsäule noch nicht vollständig entwickelt. Daher sollte sich die Rückenfläche der S-Form des jungen Tornister-Trägers anpassen. Auch sollte die Rückenfläche atmungsaktiv sein.

Ordnung halten und Tragen

Die Eltern sollten gerade einem behinderten Kind geduldig beibringen, wie man Ordnung im eigenen Rucksack oder Schulranzen hält. Beim Kauf sollten sie daher auf eine sinnvolle Einteilung im Inneren achten. Schwere Dinge sollte man im großen Innenraum möglichst nahe am Rücken platzieren können. Alles sollte man leicht finden und herausholen können. Wichtige Dinge wie Schlüssel oder Fahrkarten kommen in die separaten, kleineren Fächer. Trinkflaschen oder Snacks können in den Seitentaschen untergebracht werden.

Das Gewicht des Gepäckstücks sollte selbst nicht über 1,5 Kilogramm betragen, da es ja noch gepackt wird. Insgesamt können Schüler etwa ein Fünftel ihres Körpergewichts tragen, wenn der Schulweg nicht länger als 20 Minuten dauert. Dennoch sollten die Erziehungsberechtigten immer ein Auge darauf haben, dass die Kinder nichts Unnützes mitnehmen. Auch dies sollten sie Ihrem behinderten Sprössling von Anfang an beibringen. Wenn Sie all diese Hinweise beachten, kommt es jedoch sicher gut mit dem Tornister zurecht.

Bild: Gilbert Gulben / Fotolia.com

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