Heimarbeit: eine gute Alternative für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen

ür Menschen mit einer körperlichen Behinderung ist Heimarbeit eine gute Alternative.
Für Menschen mit einer körperlichen Behinderung ist Heimarbeit eine gute Alternative. Foto: Pixabay (https://pixabay.com/de/photos/motorisierten-rollstuhl-rollstuhl-952190/)

Für Menschen mit Behinderung ist der Weg zur Arbeit häufig mit besonderen Herausforerungen verbunden. Obwohl sie für Arbeitgeber eine Bereicherung wären, hindert sie die körperliche Einschränkung oft daran, ihren Wunschberuf auszuüben. Dabei gibt es eine gute Möglichkeit: die Heimarbeit.

Vielen Menschen ist es oftmals nicht möglich einem normalen Job nachzugehen. Häufig sorgt die schlechte Ausstattung beziehungsweise die ungünstige Einrichtung an den jeweiligen Arbeitsstellen dafür, dass beeinträchtigte Menschen sich nicht auf die freien Stellen bewerben können. Daneben kommt natürlich auch der Weg zur Arbeit hinzu. Gesunde Menschen steigen problemlos in das Auto ein, fahren mit der Bahn oder gehen zu Fuß – für Personen mit einer körperlichen Behinderung kann das zu einem Kraftakt werden.

Je nachdem, welche Behinderung vorliegt, müssen unterschiedliche Kriterien in der Berufswahl berücksichtigt werden. Dank der guten Integration beeinträchtigter Menschen gibt es immer mehr gute Werkstätten, in denen beispielsweise Menschen mit Down-Syndrom oder anderen Krankheiten schöne Dinge zaubern können. Sie sind barrierefrei errichtet, sodass jeder Mensch Zugang hat – aber leider trifft dies nicht auf alle Arbeitsplätze zu.

Vor allem im privaten Sektor besteht das Problem, dass viele Gebäude und Büros nicht so gebaut worden sind, dass sie auch für Personen mit Behinderungen zugänglich sind. Obwohl das Behindertengleichstellungsgesetz es so vorschreib, ist die Umsetzung noch nicht erreicht.

Der Prozentsatz, der im öffentlichen Bereich arbeitenden beeinträchtigten Menschen, steigt stetig an – mittlerweile liegt er bei etwa sechs Prozent. Im privaten Arbeitsbereich wird diese Klausel aber nicht erfüllt, denn hier kaufen sich die meisten Unternehmer von der Fünf-Prozent-Quote frei und deshalb ist der Anteil bei knapp vier Prozent.

Heutzutage werden aber staatliche Hilfeleistungen angeboten, die Menschen mit Beeinträchtigungen helfen, eine Arbeit zu finden.

Hier finden Sie weitere Tipps zur richtigen Bewerbung.

Gute Alternative: Arbeit von zu Hause aus

Dadurch, dass es immer mehr Menschen mit Behinderung gibt, die keine Arbeitsstelle finden oder sich aufgrund von verschiedenen Krankheitsbildern nicht in der Öffentlichkeit oder in der Werkstatt wohlfühlen, wächst der Bedarf an Jobs, die leicht von zu Hause aus durchführbar sind. Im eigenen Zuhause ist alles so eingerichtet, dass sie sich perfekt bewegen können.

  • In den Räumen ist genügend Platz, sodass man mit einem Rollstuhl einfach wenden kann.
  • Türgriffe, Steckdosen usw. sind auf der richtigen Höhe angebracht.
  • Es sind keine Schwellen und unüberwindbare Hindernisse vorhanden.
  • Auch Treppen stellen durch den Einbau eines Sitzliftes kein Hindernis dar. Ein Stehlift (wenn Menschen Probleme mit den Knien oder Sitzen haben) oder ein Plattformlift (hier kann man mit dem Rollstuhl nach oben fahren) kann zusätzlich von Vorteil sein.

Hier finden Betroffene einen Überblick über gebrauchte Treppenlifte.

Dank des Internets ist es immer leichter Heimarbeit-Jobs und sogenannte Remote Jobs zu finden. Auf guten Websites und auch in den sozialen Medien, wie beispielsweise auf Facebook, gibt es genügend Gruppen, in denen Jobs angeboten werden, die ortsunabhängig sind und für diese lediglich eine gute Internetverbindung benötigt wird.

Sie können sich einerseits für selbstständige Tätigkeiten entscheiden, wie beispielsweise Jobs zur Content-Erstellung (Texten, Grafiken), SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Social-Media-Marketing.

Viele Unternehmen bieten andererseits auch Arbeit im Homeoffice an, sodass Betroffene statt im Büro einfach zu Hause arbeiten können. Diese Variante ist vor allem bei sozialen Menschen beliebt, da sie dennoch die Unterstützung durch die anderen Mitarbeiter haben und auch im stetigen Kontakt mit ihnen sind. Im Vergleich zur selbstständigen Tätigkeit ist das oftmals viel besser, da dort die Menschen häufig sehr isoliert nur den eigenen Projekten nachgehen. 

Fazit

Körperlich beeinträchtigte Menschen sollten sich auf jeden Fall bei Arbeitsstellen melden, die sie interessant finden und bei denen sie es sich vorstellen können zu arbeiten. Dank vieler Gesetze sollte es eine Quote in jedem Unternehmen geben, aber diese wird oftmals nicht eingehalten.

Für Menschen, die nicht gerne außer Haus gehen und für die es sehr umständlich ist, tagtäglich zur Arbeit zu kommen, eignet sich eine selbstständige Tätigkeit oder eine Heimarbeit perfekt, um Geld zu verdienen und soziale Interaktionen zu haben.