Jetzt anmelden: Online-Mentoring für Menschen mit Behinderung

Der Wiedereinstieg in den Job nach einem Unfall sollte bestmöglich geplant werden. Bildquelle: Geralt pixabay com plan 763855 1280

Der Wiedereinstieg in den Job nach einem Unfall kann für viele eine große Hürde darstellen und sollte daher bestmöglich geplant werden.

Viele Betroffen weisen nach erhebliche physische, aber auch psychische Einschränkungen auf, weshalb die richtige berufliche Rehabilitation einen wichtigen Aspekt am Weg der Genesung für die Angestellten darstellt. Zuvor sollte man sich zum Beispiel darüber Gedanken machen, inwiefern der bisherige Job weiterhin ausgeübt werden kann, beziehungsweise eine Umschulung sinnvoll ist. Doch welche Förderungen stehen hierfür zur Verfügung und wie soll eine Wiedereingliederung am besten ablaufen? 

Welche Anlaufstellen bieten Unterstützung?

Die berufliche Rehabilitation bedarf einer genauen Planung, weshalb viele Menschen auf eine externe Unterstützung angewiesen sind. Innerhalb von Deutschland, gibt es hierfür unterschiedliche Anlaufstellen, welche Betroffene beispielsweise beim Erwerb von technischen und persönlichen Hilfsmitteln am Arbeitsplatz, der Suche nach einer Arbeitsassistenz oder mithilfe einer finanziellen Absicherung unterstützen. Hierzu gehören unter anderem:

  1. Die jeweiligen gesetzliche Kranken- sowie Unfallversicherungen stehen beratend zur Seite und können die Vermittlung zwischen dem Betroffenen sowie dem Unternehmen während der beruflichen Eingliederung übernehmen.
  2. Weiters stehen die Agenturen für Arbeit in den einzelnen Bundesländern bei Fragen und für etwaige Hilfestellungen zur Verfügung.
  3. Auch diverse Integrationsämter, beispielsweise für “Jugend und Soziales” oder “Familie und Soziales” bieten eine wichtige Unterstützung.
  4. Zudem stehen private Unternehmen, wie beispielsweise die Deutsche Rentenversicherung sowohl finanzielle, als auch mit dem richtigen Know-How zur Verfügung.

Grundsätzlich steht Menschen, welche eine berufliche Rehabilitation durchlaufen, ein finanzieller Zuschuss zur Verfügung, sofern diese eine Umschulung in Anspruch nehmen. Allerdings gelten hierfür folgende Voraussetzungen:

  1. Bereits vor der beruflichen Rehabilitation muss eine erste Berufsausbildung vorliegen.
  2. Die bisherige Tätigkeit kann, aufgrund physischer oder psychischer Einschränkungen, nicht mehr durchführbar sein.
  3. Oder der Wiedereinstieg in den Beruf ist ohne eine entsprechende Umschulung nicht mehr möglich.

Wie läuft eine Wiedereingliederung ab?

Sofern der Patient sich auf dem Weg der Besserung befindet, kann über eine potentielle, berufliche Eingliederung nachgedacht werden. Wichtig ist hierbei, dass diese in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vorgesetzten sowie eventuell einer beratenden, externen Stelle durchgeführt wird. Denn nur so kann man sichergehen, dass der Wiedereinstieg reibungslos abläuft und die berufliche Tätigkeit, sofern dies möglich ist, erneut aufgenommen werden kann.

Zuerst sollte ein Termin bei einer professionellen Beratungsstelle vereinbart werden, um ein Erstgespräch zu führen und die aktuelle Situation zu besprechen. Anschließend werden oftmals medizinische sowie psychologische Tests durchgeführt, mit denen man etwaige Einschränkungen erkennen und so Anpassungen am Arbeitsplatz vornehmen kann. Nun sollte auch der Arbeitgeber über die obligatorischen Änderungen informiert werden. Hierbei kann die Auswahl der richtigen Hilfsmittel vorgenommen werden. Nach einigen Arbeitstagen ist es wichtig zu prüfen, ob die Maßnahmen ausreichen oder ob weitere Tools erforderlich sind. Sofern eine Umschulung notwendig ist, sollte der Arbeitnehmer während dieser von der gewählten Hilfsstelle begleitet werden, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.