Das Vorstellungsgespräch

Roter geöffneter Vorhang. (Bild: S. Hofschlaeger/pixelio.de)
Glückwunsch, Sie haben die erste Hürde geschafft. (Bild: S. Hofschlaeger/pixelio.de)

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die erste Hürde der schriftlichen Bewerbung übersprungen! Nun heißt es, trainieren für den Endspurt!

Endlich ist sie da, die ersehnte Einladung zu einem Vorstellungsgespräch! Jetzt müssen Sie sich gut vorbereiten, um erfolgreich durchs Jobziel zu gehen. Mit ein bisschen Übung überzeugen Sie auch im Vorstellungsgespräch.

Sammeln Sie Informationen zum Unternehmen

Die Homepage haben Sie sich ohnehin schon angesehen, bevor Sie Ihre Unterlagen versandt haben. Beim Vorstellungsgespräch sollten Sie aber mehr wissen als nur einen groben Überblick zu haben.
Auf folgende Fragen können Sie sich schon im Vorfeld ausreichend vorbereiten:

  • Was wissen Sie von unserem Unternehmen?
  • Wie gut kennen Sie unsere Produkte?
  • Wissen Sie, wo unsere Filialen sind?

Anreise

Pünktlichkeit versteht sich von selbst. Kommen Sie lieber fünf Minuten zu früh als zwei Minuten zu spät. Planen Sie bei der Anreise auch die Möglichkeit von Zugverspätungen, Staus und andere unverhergesehene Ereigenisse mit ein.

Bedenken Sie, dass Sie sich in großen Unternehmen auch erst einmal am Empfang melden müssen und dann erst in die Räumlichkeiten zum Gespräch geschickt werden. Wenn also der Termin zum Gespräch um 10:00 Uhr ist, sollten Sie nicht erst um 09:59 Uhr am Empfang eintreffen.

Das richtige Erscheinungsbild

Erkundigen Sie sich am besten im Vorfeld über den Dresscode Ihres potentiellen Arbeitgebers. So vermeiden Sie, dass Ihr Outfit zu lässig oder zu „aufgetakelt“ erscheint. Im Zweifelsfall sind ein Anzug für die Herren oder ein schlichtes Kostüm für die Damen meist richtig. Kurze Hosen und Freizeitshirts sind auch bei 30 Grad im Schatten ein absolutes „No Go“.

Fragen überlegen

Überlegen Sie sich genau, was Sie von Ihrem möglichen Arbeitgeber wissen wollen. Ein Vorstellungsgespräch ist immer zweiseitig. Sie stellen sich und Ihre Eignung für die Stelle vor, Sie wollen aber auch einiges über das Unternehmen erfahren. Haben Sie also einige Fragen parat.

Damit sind Fragen gemeint, die Sie wirklich interessieren und solche, die Sie nicht schon durch einen Blick auf die Homepage des Unternehmens selbst hätten klären können.

Scheuen Sie sich nicht, auch spezielle Fragen zum Arbeitsplatz zu stellen:

  • Wo befindet sich mein Arbeitsplatz?
  • Wie geht die Einarbeitung von statten?
  • Welche Aufgaben werde ich zu Anfang übernehmen?

Unterlassen Sie Fragen wie:

  • Ab wann kriegt man Urlaub?
  • Wie lange muss man am Nachmittag bleiben?
  • Werden Überstunden extra bezahlt?

Bereiten Sie sich gut vor, aber bleiben Sie natürlich und leiern Sie keine vorgefertigten Texte ab. Ihr potenzieller Arbeitgeber will Sie kennelernen und kein Schauspiel sehen. Zeigen Sie Ihren Gesprächspartnern, dass Sie der richtige Mitarbeiter sind, ohne sich dabei zu verkaufen. Wenn Sie den Eindruck vermitteln „Ich mache alles, Hauptsache ich bekomme den Job“, dann wird man sich nicht für Sie entscheiden.

Umgang mit Nervosität

Wer vor einem Vorstellungsgespräch nicht nervös ist, der ist kein Mensch, sondern eine Maschine. Erlauben Sie sich also eine gewisse Nervosität und versuchen Sie nicht dagegen anzukämpfen. Damit es nicht zu schlimm wird, hier noch zwei Tipps:

1.    Gute Vorbereitung ist die halbe Miete:
Es ist ähnlich wie bei einer Prüfung. Wenn Sie gut vorbereitet sind, dann können Sie cool bleiben. Beginnen Sie so früh wie möglich mit Ihren Vorbereitungen und nicht erst am Tag des Gespräches. Wenn Sie dann zu Ihrem Termin gehen, sagen Sie sich: „Ich habe alles mir Mögliche getan, jetzt kann ich das Gespräch in Ruhe auf mich zukommen lassen.“

2.    Stellen Sie sich ein positives Ergebnis vor:
Stellen Sie sich das Gespräch intensiv vor. Wie Sie empfangen werden, wie das Gespräch richtig gut läuft usw. Spielen Sie in Gedanken ein positives Gespräch durch, dann werden auch Ihre Gedanken positiv und Ihre Nervosität hat Sie nicht mehr so fest im Griff.

Noch etwas zum Schluss

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Das Unternehmen gefällt Ihnen schon auf dem ersten Blick nicht. Die Räume sind schmuddelig, am Empfang werden Sie erst mal angepflaumt und Ihre Gesprächspartner sind überheblich und unsympathisch.

Bei einem Vorstellungsgespräch sollen auch Sie eine „Vorstellung“ von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber bekommen. Also erlauben Sie sich auch, sich einen Eindruck zu verschaffen.

Sie würden am liebsten flüchten? Dann führen Sie das Gespräch, bleiben Sie freundlich und fahren Sie danach wieder nach Hause. Und dann:

Sagen Sie ab!

 

Text: Tanja Lachmayr

Bild: pixelio.de

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