E-Mail-Bewerbung für Menschen mit Behinderung

Briefumschlag mit @-Symbol. (Bild: geralt/pixelio.de)
Immer häufiger werden Bewerbungen online anstatt in Briefumschlägen verschickt. (Bild: geralt/pixelio.de)

Immer mehr Unternehmen erwarten die Bewerbungsunterlagen per E-Mail oder bieten die Möglichkeit der E-Mail-Bewerbung zusätzlich an.

Vorsicht: Auch wenn die Kommunikation per Mail grundsätzlich ungezwungener und salopper ist als per Brief, so gilt dies nicht für die Bewerbung. Eine gute E-Mail-Bewerbung macht Ihnen also genauso viel Arbeit wie die Bewerbungsmappe. Der Vorteil für Sie ist natürlich die Ersparnis des Portos. Dafür können Sie jedoch gerade mit der E-Mail-Bewerbung in viele ungeahnte Fettnäpfchen treten.

Keine Werbung

In Ihrem E-Mail sollte generell keine Werbung versteckt sein. Viele Anbieter von Web-Postfächern bieten Ihre Leistungen kostenlos an, finanzieren diese aber über Werbung in den E-Mails.

Ihr Absender

Achten Sie auf einen seriösen Absender. Legen Sie sich für Ihre Bewerbungen am besten eine eigene E-Mail-Adresse mit Ihrem Vor- und Zunamen an. Die berühmten Nicknamen oder nur der Vorname als Absenderadresse haben im Geschäftsleben nichts verloren. Oder wie würden Sie denken, wenn Sie Bewerbungsunterlagen mit dem Absender Schnuki@...de oder tinchen@...com erhalten?

Die Betreffzeile

Eine aussagekräftige Betreffzeile ist schon deshalb erforderlich, damit Ihr E-Mail beim Eingang nicht gleich im Spamfilter hängen bleibt. Ab besten schreiben Sie im Betreff: „Bewerbung als …“.

Formatierungen im E-Mailtext

Sie können nicht wissen, welches Mailprogramm der Empfänger verwendet und ob dieses mit Ihren Formatierungen zurechtkommt. Verzichten Sie daher auf Formatierungen und verwenden Sie eine gängige Schriftart und -größe. Am sichersten ist das E-Mail mit Nur-Text.

Die Dateianhänge

Grundsätzlich schicken Sie Ihre gesamte Bewerbung, also mit Anschreiben und Lebenslauf im Anhang. Jetzt gilt natürlich auch hier: Je einfacher eine Bewerbung zu lesen ist, desto lieber wird sie gelesen!

Zu große Dateianhänge

Zunächst einmal müssen Sie dafür Sorge tragen, dass Ihre Bewerbung auch vollständig ankommt. Die erste Hürde kann hier die Größe sein. Viele Mailserver in Unternehmen begrenzen eingehende Mails auf z. B. 2 MB.

Nun sollte Ihre Bewerbung vollständig und als Anhang in einem Stück vorhanden sein. Prüfen Sie also vorher, auf wie viele MB Sie kommen und erkundigen Sie sich eventuell telefonisch bei dem Unternehmen, wie viele MB in einem E-Mail auf deren Server ankommen dürfen.

Anlagen nicht packen oder einzeln versenden

Auch wenn dies verlockend sein mag, um die zu große Bewerbung doch per E-Mail zu verschicken. Kein Personalchef wird sich die Mühe machen und sich einen Entpacker beschaffen, um sich Ihre Bewerbungsunterlagen anzusehen.

Das Selbe gilt auch für mehrere verschiedene, einzelne Anlagen (eventuell sogar noch in unterschiedlichen und unüblichen Formaten) in einem E-Mail oder gar für Bewerbungen, die über zwei oder mehr E-Mails verschickt werden, damit alles „reinpasst“. Diese Art der E-Mail Bewerbung wird von den Personalchefs als unprofessionell eingestuft und nicht selten ungeöffnet gelöscht.

 

Text: Tanja Lachmayr

Bild: pixelio.de

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