Die schriftliche Bewerbung

Büroklammer auf Rasterpapier. (Bild: Marit Peters/pixelio.de)
Ordnung muss sein, zumindest bei der schriftlichen Bewerbung. (Bild: Marit Peters/pixelio.de)

Betrachten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen als Ihre Visitenkarte und erste Arbeitsprobe zugleich. 

Kreativität ist bei der Gestaltung von Bewerbungsunterlagen zwar grundsätzlich erwünscht, dennoch sollten Sie auf phantasievolle Aufkleber und bunte Farben unbedingt verzichten.

Gefragt ist kein selbst gebasteltes Kunstwerk, sondern eine dezente persönliche Note. Schließlich wollen Sie zum neuen Mitarbeiter werden und kein Gelächter in der Personalabteilung auslösen.

Vollständige und ordentliche Bewerbungsunterlagen

Wichtig für das Anschreiben, den Lebenslauf und das eventuelle Deckblatt:
Vermeiden Sie eine kunterbunte Bewerbung.

Verschiedene Farben oder gar verschiedene Schriften haben in einer Bewerbung nichts verloren. Verwenden Sie eine gut lesbare Schrift (z. B. Arial oder Times New Roman) und zeigen Sie Ihre Professionalität, indem sich Ihr gleich bleibender Schreibstil wie ein roter Faden durch die gesamte Bewerbung zieht.

Hervorhebungen durch Fettdruck oder Unterstreichungen sind, dezent eingesetzt, insbesondere im Lebenslauf sinnvoll, um diesen damit übersichtlicher zu gestalten.

Ohne die richtige Form geht es nicht!

Es geht nichts über eine korrekte Form. Dazu zählen besonders Lesbarkeit, Sauberkeit und Struktur.

Bitte bedenken Sie Folgendes: Ein Personaler hat im Durchschnitt für die erste Prüfung der Bewerbungsunterlagen ca. 3 Minuten Zeit pro Bewerbung. Dann wird bereits die Entscheidung getroffen, ob Ihre Bewerbung zur zweiten, ausführlichen Prüfung geht oder schon im Absagekorb landet.

Fazit: Je einfacher Ihre Bewerbung zu lesen ist, desto lieber wird sie gelesen!

Die Bewerbungsmappe baut sich in folgender Reihenfolge auf:

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf
  3. Anlagen

Das Bewerberfoto kann dem Lebenslauf beigefügt sein oder sich auf einem so genannten Deckblatt befinden.

Sollten Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, so sollte das Foto dort mittig platziert sein. Zusätzlich machen Sie auf dem Deckblatt alle Angaben zu Ihrer Erreichbarkeit. (Name, Adresse, Telefon, E-Mail, usw.).

Weniger ist oft mehr

Die Anlagen sortieren Sie in der Reihenfolge Ihrer Angaben im Lebenslauf.
So sind sie für den Leser Ihrer Mappe sofort zu finden.

  1. Arbeitszeugnisse (nach der Aktualität abwärts)
  2. Ausbildungs- u. ggf. Weiterbildungszeugnisse
  3. Zertifikate

Nicht übertreiben:

Jeder Personaler ist eher verärgert, wenn er statt Bewerbungsmappen regelrechte Bücher erhält. Also nicht übertreiben. Der Lebenslauf soll vollständig belegt sein, aber mehr ist auch nicht nötig, sondern schadet eher.

Arbeitszeugnisse sind wichtig. Es genügen jedoch die Austrittzeugnisse Ihrer ehemaligen Arbeitgeber. Zusätzlich noch sämtliche Zwischenzeugnisse oder Beurteilungen beizulegen ist nicht nur unnötig, sondern bläht die Bewerbung nur auf. Sollten Sie sich zur Bewerbungszeit in einem Arbeitsverhältnis befinden, ist natürlich ein Zwischenzeugnis Ihres derzeitigen Arbeitgebers ratsam.

Auch bei den Zertifikaten ist Vorsicht geboten. Wichtig ist es in jedem Fall, dass Sie Ihre Fort- und Weiterbildungen, welche Sie im Lebenslauf angeben, auch durch die entsprechenden Zertifikate belegen.

Eine Teilnahmebestätigung vom VHS-Kurs in den Grundlagen von Windows 95 aus dem Jahr 1998 lässt aber eher den Eindruck aufkommen, Sie seien über diesen Wissensstand nicht hinausgekommen.

Auch artfremde Zertifikate wie z. B. eine Kursbestätigung im Nageldesign haben in einer Bewerbung für eine Stelle im Büro nichts zu suchen.

Text: Tanja Lachmayr

Bild: pixelio.de

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