Rollator: Fahrbare Gehilfe

Ein Rollator steht vor einer Hauswand (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)
Ein Rollator ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)

Rollator wird eine drei- oder vierrädrige Gehhilfe genannt. Dieser fahrbare Gehwagen, den man an Griffen vor sich herschiebt und als Stütze benutzt, bietet dadurch ein Höchstmaß an Stabilität, da im Gegensatz zu Stöcken und Gestellen jederzeit eine Bodenhaftung besteht.

Eine Vollgummibereifung eignet sich hierbei gut für Indoor- (auch auf Teppich) sowie für Outdoor-Einsätze eines Rollator.

Hierbei sollte außerdem auf das Vorhandensein von Bremsen geachtet werden, damit man auch beim Stehen den Rollator als Stütze nutzen kann. Zusätzlich bietet sich auch noch erhältliches Zubehör an, wie zum Beispiel eine Sitzfläche zum Ausruhen oder ein Drahtkorb, der einem noch zusätzlich das Tragen von Taschen oder anderen Dingen erspart.

Ein Standardrollator wiegt etwa 11 Kilogramm. Müssen regelmäßig Stufen oder Bordsteinkante überwunden werden, wäre ein Leichtgewichtrollator mit rund 7-8 kg die bessere Wahl. Sie möchten Ihren Rollator in Ihrem Auto mitnehmen? Dann würde sich, je nachdem, wie groß Ihr Kofferraum ist, ein faltbarer Rollator besser eignen. Dasselbe gilt, wenn Ihr Zuhause wenig Platz hergibt.

Welche Gehhilfe ist das Richtige für Sie?

Welche Gehhilfe für Sie in Frage kommt, muss immer individuell beurteilt werden.
In den meisten Fällen entscheidet zuerst der behandelnde Arzt in Rücksprache mit dem Patienten, welche Gehhilfe für ihn in Frage kommt. Wenn das Sanitätshaus beim Erstgespräch mit dem Patienten bemerkt, dass das verordnete Hilfsmittel nicht das Richtige ist, kann das Rezept für eine Neuverordnung zurückgeschickt werden.

"Es kommt oft vor, dass der Arzt zum Beispiel einen Rollator verschreibt, der Patient aber viel lieber eine Gehstütze hätte", berichtet Svetlana Ljuboja, Medizinprodukteberaterin vom Sanitätshaus Storch & Beller und Hilfsmittel-Fachexpertin bei MyHandicap. Daher sollten Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt genau das Hilfsmittel verschreiben lassen, das Sie benötigen. Falls Sie unentschlossen sind, können Sie selbstverständlich beim Sanitätshaus Ihres Vertrauens verschiedene Gehhilfen wie etwa einen Rollator ausprobieren.

"Sehr oft ist es außerdem so, dass ein Patient zwischen zwei oder mehreren verschiedenen Gehhilfen pendelt. Zum Beispiel eine für den Einsatz innerhalb der eigenen vier Wände und eine für Ausgänge. Wichtig ist hierbei, dass die Krankenkasse nur jeweils eine Ausführung von verschiedenen Gehhilfen übernimmt, sofern diese medizinisch notwendig sind", so die MyHandicap-Fachexpertin.

Alle beschriebenen Gehhilfen, also auch ein Rollator sind von der Krankenkasse anerkannte Hilfsmittel und die Kostenübernahme erfolgt im Normalfall ohne Probleme. Dennoch werden nur Standardmodelle übernommen - bei speziellen Ausführungen wie Leichtgewichtrollatoren muss der Betroffene die Differenz aus eigener Tasche bezahlen. Einen Überblick zu Rollatoren finden Sie unter anderem hier.

Falls die Krankenkasse Ihren Antrag wider Erwarten abgelehnt hat, kann Ihnen dieser Artikel weiterhelfen.

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