Hilfsmittel für Kinder: pädiVital fängt im Netzwerk die kleinen Patienten auf

Eine Mutter hält ein Kind im Rollstuhl an der Hand (Piktogramm).
Behinderte Kinder benötigen speziell angefertigte Hilfsmittel und eine gute Beratung.

Die Unterstützung von Eltern und Therapeuten bei der Versorgung behinderter Kinder mit Hilfsmitteln erfordert ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung. Nur so können Therapieziele erreicht und Integration und Mobilität verbessert werden.

Weil diese hohen Anforderungen an eine moderne Patientenversorgung dauerhaft nur durch ein starkes Netzwerk erfüllt werden können, haben sich 29 rehaVital-Gesundheitsfachbetriebe mit einem Schwerpunkt in der Versorgung von Kindern mit Hilfsmitteln zu „pädiVital“ zusammengeschlossen. Dieses Netzwerk hat Vorbildcharakter in Deutschland, da es seine Ziele ganz stark am Kunden ausrichtet: hier stehen die Kinder mit Behinderung und ihre individuellen Bedürfnisse im Vordergrund. pädiVital will die Situation behinderter Kinder verbessern und innerhalb der Gesellschaft ein breiteres Verständnis für Kinderversorgungen erreichen. Denn die Kleinen kommen leider immer noch zu kurz.

pädiVital Mitglieder

Zielsetzung des Netzwerkes zur Versorgung behinderter Kinder mit Hilfsmitteln

Vorsitzender dieses Arbeitskreises ist seit September 2012 Michael Schneller (52), Mitglied der Geschäftsleitung bei der Brillinger GmbH + Co KG in Tübingen. Er will zusammen mit den pädiVital-Mitgliedern schwerpunktmäßig drei bedeutsame Themen angehen:

  • Unterstützung von Konzepten zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen
  • Erweiterung und Verbesserung der Fort- und Weiterbildung von Fachkräften
  • Ausbau der partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Krankenkassen

pädiVital engagiert sich in unterschiedlichen Bereichen

Anlässlich der Messe REHACARE 2012 wurde in diesem Herbst das erste pädiVital-Forum mit Vorträgen und Diskussionen rund um das Thema Versorgung behinderter Kinder mit Hilfsmitteln durchgeführt; auch fand im Herbst ein erster Workshop mit Vertretern von Krankenkassen statt. Ferner unterstützen pädiVital-Mitglieder das Expertennetzwerk der Stiftung MyHandicap und stellen ihre Expertise zur Verfügung, wenn kompetente Informationen zum Themenkomplex Hilfsmittel und Hilfsmittelversorgung benötigt werden. Im Forum der Website geben diese Experten mit verschiedenen Hintergründen, von der MyHandicap-Redaktion begleitet, transparent und unabhängig Sachauskünfte aus erster Hand. Für 2013 ist der Start des neuen pädiVital-Fortbildungskonzeptes geplant.

Die Kinder nie aus dem Auge verlieren

„Bei uns steht der kleine Patient mit seinen Eltern immer im Mittelpunkt“, erläutert Michael Schneller. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit einer so aktiven Gruppe, wie sie sich in der pädiVital zusammengefunden hat, in Zukunft viel zum Nutzen behinderter Kinder bewegen können.“  

Text: pädiVital/K. Otto - 12/2012
Bilder: Stiftung My
Handicap

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