Sanitäre Versorgung ohne Behinderung: Rehaland

Auswahl des Produktsortiments von Rehaland: Krücken, Badewannenaufstehgriff, Gehhilfe, usw.
„Wir setzen nicht nur eine ärztliche Verordnung um, sondern beraten die Kunden auch umfassend“, sagt Oliver Barth (Foto: Rehaland)

Das Sanitätshaus Rehaland ist einer der ehrenamtlich tätigen Fachexperten rund um das Thema Hilfsmittel. Regelmäßig berät und informiert Rehaland User zu ihren Fragen.

Hinter den fachlichen Antworten von Rehaland steckt Oliver Barth. Barth kümmert sich dort um den gesamten Online-Vertrieb sowie den damit verbundenen Aufgaben wie beispielsweise Webseitenpflege und Anzeigengestaltung. „Es ist aber auch viel Kundenberatung dabei“ sagt Barth und meint damit auch seine Beantwortungen im MyHandicap-Forum.

Nachdem Barth mit der Schule fertig war, fing er als Auszubildender bei Rehland an. Dort schloss er seine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen ab. „Bei Rehaland durchlief ich recht intensiv alle Bereiche“, erzählt Barth.

Barths Arbeitgeber – die Rehaland Orthopädietechnik GmbH – wurde 1991 gegründet und hat ihren Sitz in Dresden. Im Raum Sachsen und Südbrandenburg betreibt Rehaland mehrere Sanitätshäuser und orthopädische Werkstätten, mit insgesamt rund 40 Mitarbeitern.

Außenfassade der Rehaland-Filiale in Pirna
Rehaland betreibt mehrere Filialen in Sachsen und Südbrandenburg – wie diese in Pirna (Logo: Rehaland)

Zuständig für Online-Vertrieb und Kundenservice

Außerdem gibt es noch eine reine Verkaufswebseite namens Sanivit, für die Barth ebenfalls zuständig ist - auch wenn auf der Rehaland-Homepage ebenfalls Sanitätshausartikel bestellt werden können. "Bei Rehaland haben wir aber den Unternehmensschwerpunkt stärker herausgearbeitet, es gibt dort also zum Beispiel Filialanschriften und eine Unternehmensphilosophie", erklärt Barth den Unterschied.

Die Beratung und die Versorgung vor Ort übernehmen Barths Kollegen. „Wir sind in der Praxis diejenigen, die vor Ort am Kunden sind und diesen nach den Vorgaben des behandelnden Arztes versorgen“, so der Kaufmann. Die Hauptkompetenzen von Rehaland liegen insbesondere in den Bereichen häuslicher Pflege, der Wund- und Stomaversorgung, der Inkontinenzversorgung, der Orthopädie sowie der Brustprothetik.

"Wir verhelfen den Patienten nicht nur zu einer raschen Genesung, indem wir eine ärztliche Verordnung ausführen,“ erklärt Barth, „sondern informieren ihn auch umfassend über die Möglichkeiten der unterschiedlichen Hilfen" - gemäß ihres Leitmotivs 'menschenwürdig lange leben!'.

Behinderte Kunden sind die beharrlicheren

Die Beratung wird dann gerne mal intensiver und zeitaufwändiger - im positiven Sinne, wie Herr Barth versichert. Insbesondere behinderte Menschen seien im Vergleich zu Angehörigen wesentlich wissbegieriger und setzen sich viel stärker mit der Problematik auseinander. "Behinderte Menschen sind nach meinen Erfahrungen die beharrlicheren Kunden", resümiert Barth.

Entscheidend ist für Barth, ein gutes Verhältnis zum Kunden durch gute Beratung, Zuverlässigkeit und Termintreue aufzubauen. "Leider ist das aufgrund der Leistungsträger als unsere Geldgeber nicht immer einfach", weiß Barth. "Jedoch sollte ein gutes Sanitätshaus entgegen der heutigen Arbeitsweise über den Tellerrand hinaus schauen und sich nicht sklavisch an die Vorgaben der Krankenkassen halten."

Damit meint Oliver Barth auch sein unentgeltliches Engagement bei MyHandicap – für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, Ihre Fragen in unserem Forum zu beantworten.

 

Text: TMI - 11/2010

Fotos: Rehaland

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