Kann CBD gegen chronische Erkrankungen helfen?

Cannabidiol kann bei vielen Erkrankungen helfen. Bildquelle: Kym MacKinnon on Unsplash

Um das Leben mit einer chronischen Erkrankung zu erleichtern, gibt es verschiedene Ansätze. Neben den angebrachten medizinischen Maßnahmen kann vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur Symptomkontrolle beitragen.

Immer wieder ist auch von Nahrungsergänzungsmitteln die Rede, die bei gewissen Beschwerden Linderung versprechen. In letzter Zeit ist besonders CBD-Öl von Anbietern wie Cibdol im Gespräch, ein Extrakt aus der Hanfpflanze das eine Reihe von vielversprechenden Eigenschaften aufweist.

Auch wenn es sich dabei sicherlich nicht um ein Wundermittel handelt, weisen wissenschaftliche Studien auf ein breites Spektrum von Wirkungen im Körper hin. Die Substanz ähnelt in ihrer Struktur körpereigenen Endocannabinoiden und kann daher an verschiedenen Zellrezeptoren andocken. Damit ist sie an zahlreichen biologischen Vorgängen beteiligt und kann so möglicherweise auch die Symptome von chronischen Krankheiten beeinflussen.

Chronische Schmerzen

Schmerzen sind ein Symptom zahlreicher chronischer Erkrankungen. Herkömmliche Medikamente versprechen zumindest eine gewisse Linderung, sind aber häufig mit starken Nebenwirkungen verbunden. CBD gilt hingegen als vergleichsweise gut verträglich. In einigen Ländern sind tatsächlich auch CBD-haltige Präparate gegen verschiedene Arten von Schmerzen zugelassen, allerdings handelt es sich dabei um Kombinationspräparate, die noch mindestens einen weiteren Wirkstoff enthalten. Trotzdem gibt es auch eine Handvoll Studien, in denen Hinweise auf eine gewisse schmerzstillende Wirkung von CBD gefunden wurde.

CBD und Verhaltenszwänge

Neben verhaltenstherapeutischen Methoden kommen bei Zwangsstörungen häufig auch Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva zum Einsatz. Diese entfalten ihre Wirkung unter anderem dadurch, dass sie die Menge des Neurotransmitters Serotonin im Gehirn erhöhen. Allerdings eignet sich die Therapie mit diesen Medikamenten nicht für alle Fälle und es sind zum Teil schwere Nebenwirkungen bekannt. CBD verstärkt im Tierversuch die Signalübertragung in einigen Bereichen des Serotoninsystems und kann auf diese Weise möglicherweise eine ähnliche Wirkung erzielen wie manche Antidepressiva. Es ist daher durchaus denkbar, dass CBD sich bei leichten Fällen positiv auf die Symptome auswirken kann.

CBD bei Angststörungen

Auch eine angstlösende Wirkung ist für CBD des öfteren beschrieben worden. Dieses Thema ist vergleichsweise gut erforscht: Neben zahlreichen Tierstudien wurden auch mehrere Patientenstudien durchgeführt. Auf dieser Grundlage gilt als gesichert, dass CBD sich positiv auf Angstgefühle auswirken kann. Auch in diesem Fall ist vermutlich eine Modulation der Serotoninübertragung ursächlich für die festgestellte Verbesserung. Es wurde beobachtet, dass CBD die Aktivität eines bestimmten Serotonin-Rezeptors im Gehirn anregt und so die Signalwirkung des Neurotransmitters verstärkt.

CBD gegen Diabetes?

Eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland ist Diabetes. Schätzungen zufolge sind hierzulande mehr mehr als 7 Prozent aller Menschen von dieser Störung des Stoffwechsels betroffen. Auch bei medikamentöser Behandlung kann diese Erkrankung zu verschiedenen teils schweren Komplikationen führen. In Versuchen mit Mäusen gelang es Forschern, durch die Gabe von CBD sowohl das Auftreten von Diabetes zu reduzieren als auch die Schwere der Symptome zu reduzieren. Unter anderem dürfte das auf die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD zurückzuführen sein. Eine Gruppe von Forschern zeigte kürzlich, dass insbesondere auch entzündliche Vorgänge in der Bauchspeicheldrüse, die für die körpereigene Insulinproduktion zuständig ist, durch die Gabe von CBD reduziert werden konnten. Sollte sich herausstellen, dass CBD auch beim Menschen zu einer Verbesserung von Diabetes-Symptomen führt, wäre das therapeutische Potential groß.

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