Online einkaufen und Hilfe anfordern

Bild eines Korbes mit Gemüse gefüllt
Auch Obst und Gemüse kann man online kaufen und liefern lassen (Bild: Unsplash/Pixabay)

Waschen, einkaufen, die Wohnung putzen: Für Menschen mit Behinderung sind viele alltägliche Aufgaben mit großen Anstrengungen verbunden. Für sie gibt es Hilfe. Neben Diensten wie „Essen auf Rädern“ oder einer persönlichen Assistenz, bieten auch immer mehr Unternehmen ihre Dienste im Internet an.

Jeder kennt die Sprinter der Caritas oder des Deutschen Roten Kreuzes, die alten oder kranken Menschen mittags das Essen bringen. Die Ideen von Essen auf Rädern geht bis in die 1940er-Jahre zurück. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 2.000 Anbieter, die täglich mehrere Hunderttausend Essen ausliefern. Lange Zeit gab es zu den Fertigmenüs wenige Alternativen. Seitdem das Internet praktisch in jedem Haushalt verfügbar ist, hat sich die Situation grundlegend geändert. Heute kann man sich mit einem Klick das Lieblingsessen nach Hause liefern lassen – egal ob italienisch, indisch oder Sushi. Die Lieferservices werden von Menschen mit und ohne Behinderung mit Begeisterung genutzt und auch immer mehr Senioren lassen sich das Essen von ihrem Lieblingsrestaurant nach Hause bringen.

Lebensmittel online kaufen – vom Bio-Bauern bis zum Allergiker-Shop

Doch nicht nur das Mittagessen kann man bequem im Internet bestellen. Auch immer mehr Supermärkte bieten einen Lieferservice an. Über die Website der Unternehmen kann man die Produkte ganz einfach auswählen und in den virtuellen Warenkorb legen. Dann braucht man nur noch den Lieferzeitpunkt zu wählen und schon wird der Einkauf nach Hause geliefert. Je nach Anbieter werden hierfür nur wenige Euro fällig oder die Lieferung ist sogar ganz kostenlos.

Die großen Supermarktketten sind aber nicht die einzigen Anbieter, die Lebensmittel über das Internet verkaufen. Es gibt eine Vielzahl kleiner Shops, die sich auf bestimmte Produkte oder Nischen spezialisiert haben: Vom Delikatesshändler über den Bio-Bauern bis zum Shop für Allergiker.

Testberichte helfen bei der Auswahl

Bei der unüberschaubaren Zahl von Anbietern fällt es schwer zu beurteilen, welcher Internethändler gut ist und wo schwarze Schafe lauern: stimmt die Qualität? Ist der Preis angemessen? Halten sich die Anbieter an die Lieferbedingungen? All das sind Fragen, die bei der Wahl des Lieferservices eine Rolle spielen. Unabhängige Vergleichsportale wie Netzsieger helfen Verbrauchern dabei, gute von schlechten Anbietern zu unterscheiden. So hat das Portal beispielsweise auch Lieferanten von Lebensmitteln getestet und dabei die Vorteile und Nachteile aufgezeigt. So kann sich der Kunde schneller entscheiden, ob er sich Lebensmittel nach Hause bringen lassen möchte. Für alle, denen der Onlinehandel zu kompliziert ist oder die lieber den Supermarkt um die Ecke unterstützen möchten, bleibt immer noch die Nachbarschaftshilfe oder, sofern man sie bewilligt bekommt, die persönliche Assistenz.

Raumpfleger über das Internet buchen

Viele Senioren oder Menschen mit Behinderung tun sich schwer, ihre Wohnung zu putzen. Den schweren Staubsauger zu ziehen, bereitet ihnen Mühe, Gardinen abzuhängen wäre viel zu gefährlich und um Fenster zu putzen fehlt es auch an der geeigneten Ausstattung. Hier gibt es Hilfe: Wer keine Angehörigen hat, die einen beim Putzen helfen können, bekommt über soziale Träger oft Adressen von Raumpflegern, die man ganz legal beauftragen kann. Auch im Internet findet man auf Plattformen wie Helpling geprüfte Reinigungskräfte, die man direkt online buchen kann.

Das Internet ersetzt keine persönliche Zuwendung. Nachbarschaftshilfe und der enge Kontakt zu Bezugspersonen wie der persönlichen Assistenz sind und bleiben gerade für Menschen mit Behinderung sehr wichtig. Allerdings können Online-Anbieter eine große Hilfe sein, wenn gerade einmal niemand zur Stelle ist – ein wenig unpersönlicher zwar, aber dafür meist zuverlässig.

Text: Philipp Jauch – 09/2015

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