Assistenzhunde - die allerbesten Freunde des Menschen

Ein Assistenzhund als Helfer und Partner.
Ein Assistenzhund als Helfer und Partner. Bildquelle: VITA Assistenzhunde

Wenn der Hund der beste Freund des Menschen ist, dann wird dieses eher freundschaftliche Verhältnis zwischen Vierbeiner und Halter von den Assistenzhunden noch weit übertroffen. Im Alltag kommen die wenigsten Personen mit Blindenhunden und Co. in Berührung. Aus diesem Grund wissen wir kaum etwas über diese speziell ausgebildeten Tiere. Besondere Tiere können Menschen helfen.


Nicht jeder Hund kann als Assistenzhund, auch Rehabilitationshund genannt, eingesetzt werden. Zum einen muss das Tier bestimmte charakterliche Eigenschaften erfüllen. Zum anderen sind rechtliche Vorgaben erforderlich, wie zum Beispiel eine adäquate Versicherung. Dass die Vierbeiner mehr Verantwortung tragen als gewöhnliche Haustiere, wirkt sich auch auf die Absicherung bei einem Unfall oder anderem aus. Weitere Informationen zur Tierkrankenversicherung müssen all jene Halter einholen, die sich einen solchen besonderen Hund anschaffen möchten. Sind alle Anforderungen an den Charakter, die körperliche Verfassung, das Alter und die Haltungsbedingungen erfüllt, so kann die Ausbildung beginnen.

Die Prüfung für Assistenzhunde

Für die Ausbildung der Hunde gibt es keine offiziellen Standards. Das bedeutet in der Praxis, dass sich die Qualifikationen eines Vierbeiners für einen bestimmten Anwendungsfall nur sehr schwer anhand spezieller Papiere oder ähnlichem prüfen lassen. Auch die Prüfungen selbst entsprechen keinen rechtlich gültigen Standards, sondern werden von den Ausbildern festgelegt. Generell muss der Charakter eines Hundes besonders ausgeglichen und freundlich sein, um überhaupt eine solche Ausbildung genießen zu können. Des Weiteren dienen spezielle Testläufe dazu, um herauszufinden, ob ein bestimmter Hund zu einem einzelnen Menschen passt. Hier sind vielmehr die Erfahrung und das Fingerspitzengefühl eines Hundetrainers gefragt, als konkrete, starre Richtlinien.

Allerdings muss nachgewiesen werden, dass der Mensch seinen Hund jederzeit unter Kontrolle hat. Im Zuge einer Prüfung muss außerdem unter Beweis gestellt werden, dass der Vierbeiner alle jene Aufgaben erledigen kann, die mit seiner Funktion einhergehen. Das muss sowohl örtlich als auch zeitlich unabhängig funktionieren. Aus diesem Grund werden Prüfungen zumindest teilweise an Orten ausgeführt, die dem Hund bis zu diesem Zeitpunkt fremd waren. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Österreich, gibt es spezielle Gesetze, an welchen sich die Prüfungen ausrichten.

Die verschiedenen Funktionen eines Assistenzhundes

Die in der Öffentlichkeit am meisten verbreitete Art dürfte wohl der sogenannte Blindenhund sein. Diese Tiere wurden speziell dazu ausgebildet, um Menschen mit einer Sehbehinderung durch den beruflichen und privaten Alltag zu begleiten. Des Weiteren existieren speziell ausgebildete Hunde für Gehörlose. Diese helfen den Haltern bei der Verständigung und zeigen zum Beispiel das Klopfen an der Tür oder das Schreien eines Kindes zuverlässig an. Sie ersetzen das nicht mehr funktionierende Gehör des Menschen, wenn man so will.

Zudem gibt es die medizinischen Signalhunde. Diese unterstützen unter anderem Diabetiker oder Epileptiker in ihrem schwierigen Alltag. Sie zeigen zum Beispiel an, wenn eine Unterzuckerung oder Überzuckerung droht. Die Hunde nutzen bestimmter erlernte Verhaltensweisen, um ihren Halter darauf aufmerksam zu machen, dass akuter Handlungsbedarf besteht. Hunde nehmen bestimmte Symptome unter anderem aufgrund des feinen Geruchssinns früher wahr als Menschen. Deshalb bemerken sie zum Beispiel einen nahenden epileptischen Anfall sofort und können Halter warnen. Zudem werden diese Hunde trainiert, um ihren Haltern auch während eines solchen Anfalls zur Seite zu stehen.

Sogenannte Servicehunde führen vor allem einfache motorische Tätigkeiten durch, um Menschen aktiv zu helfen. Sie können Gegenstände für Menschen in einem Rollstuhl aufheben, Lichtschalter bedienen oder Türen öffnen. In dieser Funktion sind sie eine große Stütze für Menschen mit verschiedenen körperlichen Einschränkungen. Zudem fungieren sie als Seelentröster und leisten Gesellschaft.