Zirbenholz, Lavendel, Baldrian und Co.: Natürliche Mittel für einen besseren Schlaf

Um körperlich und geistig leistungsfähig zu sein, ist ausreichend Schlaf besonders wichtig.

Genug Schlaf ist nicht nur für unseren Körper wichtig, sondern auch für unser seelisches Wohlbefinden. Immer mehr Menschen haben heutzutage aber mit Ein- und Durchschlafproblemen zu kämpfen und sind manchmal schon der Verzweiflung nahe, denn Schlafmangel mindert auf Dauer unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Wir sollten daher weder Zeit noch Mühen scheuen, unsere Schlafgewohnheiten positiv zu verändern, damit wir in der Nacht neue Kräfte schöpfen können.

Warum ist gesunder Schlaf wichtig?

Es ist erwiesen, dass ein gesunder Schlaf die beste Medizin ist. Er stärkt Körper und Geist und beeinflusst das Immunsystem positiv, was für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Handicap besonders wichtig ist. Ein natürlicher Schlaf-Wach-Rhythmus ist aber auch essenziell für das Langzeitgedächtnis und wichtige körperliche Funktionen wie Atmung, Herzschlag, Stoffwechsel und die Hormonaktivität.

Der Schlaf ist eine sehr individuelle Sache, weshalb jeder Mensch lernen sollte, auf seinen Körper zu hören, um den optimalen Schlafrhythmus zu finden. Egal, zu welchen Uhrzeiten man am liebsten schlafen geht und aufsteht: Wichtig ist, dass man zwei Tiefschlafphasen erreicht und zusätzlich mindestens drei bis vier Stunden ungestört schläft.

Als Richtwert für Erwachsene gilt eine tägliche Schlafdauer zwischen sechs und acht Stunden. Bei Krankheit oder einem geschwächten Immunsystem kann man dem Körper ruhig auch mehr Zeit zur Erholung gönnen und täglich neun bis zehn Stunden schlafen.

Was sind die Ursachen von Schlafstörungen?

Die Ursachen von Schlafproblemen sind vielfältig. Häufige Ursachen für Schlafprobleme sind etwa eine falsche Schlafumgebung, Schadstoffe im Schlafzimmer, Lärm, psychische Probleme, Stress, Ängste, Schmerzen und falsche Ernährungsgewohnheiten. Menschen, die nachts nicht schlafen können, holen den Schlaf oft tagsüber nach, was aber nicht den gleichen Effekt hat und zudem den natürlichen Rhythmus durcheinanderbringt.

Welche Hausmittel helfen bei Schlafstörungen?

Vielen Menschen greifen bei Schlafstörungen sofort zu einem Schlafmittel, doch das birgt einige Gefahren. Erstens machen Schlafmittel schnell abhängig und zweitens können sie zu Nebenwirklungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, Stoffwechselerkrankungen und Depressionen führen.

Eine weitaus gesündere Lösung stellen natürliche Mittel wie Zirbenholz, Lavendel und Baldrian dar, die ebenfalls für einen besseren Schlaf sorgen und auf vielfältige Weise einsetzbar sind.

Zirbenholz

Zirbenholz wirkt sich nachweislich positiv auf die Gesundheit aus und ist deshalb besonders empfehlenswert als Material für die Schlafzimmermöbel. Vor allem ein Bett aus Zirbenholz kann bei Schlafproblemen wahre Wunder bewirken. Das Bett hat einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System, verbessert das Allgemeinbefinden und kann sogar Wetterfühligkeit verringern.

Besonders gesund ist ein Holzbett ohne Metall, da dieses keine elektromagnetischen Störfelder erzeugt, die vor allem feinfühlige Menschen in ihrer Nachtruhe beeinträchtigen können. Zudem ist es ratsam, alle Geräte, die eine elektromagnetische Strahlung abgeben, wie Handy, Laptop, Fernseher, Radiowecker etc., aus dem Schlafzimmer zu entfernen.

Lavendel

Die Heilpflanze Lavendel lässt sich ebenfalls erfolgreich gegen Schlafstörungen einsetzen, da sie eine sehr beruhigende Wirkung hat und Stress reduzieren kann. Der Lavendelgeruch soll außerdem lästige Mücken aus dem Schlafzimmer vertreiben. Je nach Vorliebe kann man Lavendel auf verschiedene Weise einsetzen:

Lavendeltee:

Wer 1-2 Teelöffel getrocknete Lavendelblüten mit heißem Wasser übergießt und 10 Minuten ziehen lässt, hat ein perfektes Heißgetränk gegen Einschlafstörungen zubereitet, das am besten circa eine Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen wird.

Lavendelkissen:

Mit einem Lavendelkissen oder Lavendelsäckchen aus Leinen kann man sich den Lavendelduft direkt ins Bett holen. Den gleichen Effekt haben ein paar Tropfen Lavendelöl, die auf das Kopfkissen getröpfelt werden.

Wer andere Kräuter bevorzugt, kann das Leinensäckchen beispielswiese auch mit Kamille, Melisse, Minze, Beifuß, Hopfenblüten, Dillsamen, Passionsblüte, Thymian, Anis oder Rosen- und Orangenblüten füllen.  

Baldrian

Eine andere Heilpflanze, die gerne gegen Schlafstörungen und Unruhe angewendet wird, ist Baldrian. Wem Baldriantee zu bitter schmeckt, der kann ihn mit Hopfenblütentee mischen, der ebenfalls für seine beruhigende Wirkung bekannt ist. Dazu benötigt man einen Teelöffel Baldrianwurzel und 3-4 Teelöffel Hopfenzapfen. Das Ganze wird mit heißem Wasser übergossen und circa 15 Minuten stehen gelassen.

Baldrian ist auch in Tropfenform oder als Gute Nacht-Trunk erhältlich. Doch die beruhigende Wirkung entfaltet sich erst nach einer etwa zwei- bis dreiwöchigen Einnahme zur Gänze, weshalb etwas Geduld gefragt ist.

Fußbäder

Ein beliebtes Mittel gegen Einschlafstörungen sind auch Fußbäder, da sie entspannen und das Gemüt beruhigen. Das sogenannte ansteigende Fußbad nach Kneipp soll besonders müde machen. Dabei werden die Füße in circa 33 Grad Celsius warmes Wasser getaucht, welches durch zulaufendes, heißes Wasser auf maximal 40 Grad Celsius erhitzt wird.

Das Fußbad sollte insgesamt nicht länger als 20 Minuten dauern und darf nicht bei Venenerkrankungen und Herz-Kreislauf-Beschwerden angewendet werden. Als Badezusatz eignen sich erneut Lavendelblüten, Baldrian oder Melisse.

Die richtige Ernährung

Wann man die letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen zu sich nimmt, ist typabhängig. Empfohlen wird, dass man nicht direkt vor dem Zubettgehen isst und generell keine üppigen und schweren Abendmahlzeiten zu sich nimmt, was jedoch nicht heißen soll, dass man hungrig zu Bett gehen muss.

Als „Schlummertrunk“ eignet sich auch ein vanillehaltiges Getränk, da Vanille beruhigend wirkt und gegen Angstzustände helfen soll. Andere Lebensmittel, die uns angeblich beim Einschlafen unterstützen, wenn sie abends konsumiert werden, sind Bananen, Nüsse, vor allem Mandeln und Walnüsse, und rote Weintrauben.

Der Klassiker unter den Ernährungstipps bei Einschlafproblemen ist heiße Milch mit Honig. Ob diese Kombination wirklich müde macht oder eher einen psychologischen Effekt hat, sei dahingestellt. Fest steht aber, dass Rituale vor dem Einschlafen immer eine positive Wirkung zeigen. Ein Spaziergang vor dem Schlafengehen oder eine kurze Meditation als Einschlafrituale stoppen unsere Gedanken und können wahre Wunder wirken.

Wir hoffen, dass sie bald Ihren individuellen Schlafrhythmus finden und wünschen einen erholsamen Schlaf und schöne Träume!

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