Spielsucht bei Menschen mit Behinderung - was sind die Gefahren

Das Foto zeigt 4 gelbe Würfel.
Spielsucht ist ein Thema für jeden, der sich dem Glücksspiel widmet. Foto: pixabay.com

Spielsucht ist kein Thema, das sich an Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung im Speziellen wendet. Jedoch gibt es gewisse Risikofaktoren, die man nicht übersehen sollte.

Die Gefahr der Isolierung

Je nach Art der Behinderung können manche Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung einer sozialen Isolierung ausgesetzt sein. So kann es mobilitätseingeschränkten Personen schwer fallen, das Haus zu verlassen und einen Freundeskreis aufzubauen oder zu erhalten. So kann es vorkommen, dass neben dem Pflegedienst gar keine persönlichen Kontakte bestehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich ein Mensch, der keinen großen oder gar keinen Freundes- oder Bekanntenkreis hat, ein Hobby sucht. Auch Spielen kann ein Hobby sein.

Wenn man das Gefühl hat, dass das eigene Spielverhalten bedenkliche Züge angenommen hat, oder wenn man von seiner Umgebung darauf aufmerksam gemacht wird, dass ein Problem bestehen könnte, dann ist es Zeit, sein Spielverhalten genauer zu betrachten. Dabei sollte man versuchen herauszufinden, ob eine Spielsucht oder eine Suchtgefahr besteht. Am besten vertraut man sich einer anderen Person an. Dies kann anonym geschehen bei einer Hilfsorganisation oder man kann sich einer Vertrauensperson wie einem Freund, einem Verwandten oder auch einem Pfleger anvertrauen. Gemeinsam mit anderen Personen kann es leichter sein, sich der Frage nach der Sucht intensiv zu stellen. Es gibt auch Websites, die Online-Tests anbieten. Solche Tests kann man zunächst ohne fremde Unterstützung alleine machen.

Schwierig ist es, wenn eine sehr schwere Behinderung vorliegt oder zum Beispiel auch, wenn bei einer geistigen Behinderung der Betroffene gar nicht in der Lage ist, zu erkennen, dass vielleicht ein Problem besteht. In diesen Fällen sollte Unterstützung durch Pfleger, Freunde und Verwandte angeboten werden.

Wenn der Verdacht besteht, dass sich eine Person dem Glücksspiel widmet, dann sind vorbeugende Maßnahmen erforderlich. Allerdings kommen solche Bedenken in der Regel jedoch nur auf, wenn man in engem Kontakt steht und mit den Gewohnheiten einer Person vertraut ist.

Auch Online Casinos wissen um die Gefahr einer Spielsucht. Ein seriöses Casino, so wie onlinecasino-austria.at, ist darauf vorbereitet, bei Verdacht auf Spielsucht zu handeln und einen Spieler zu sperren.

Spielsucht als Behinderung

Spielsucht als solches kann auch als Behinderung angesehen werden. Diese wird nicht offiziell so definiert. Doch die Tatsache, dass eine Spielsucht einen Menschen von vielen Dingen abhalten kann, ja sogar davon, ein ganz normales Leben zu führen, weil dieser ständig von der Sucht und dem Gedanken an das nächste Spiel verfolgt wird, sollte unter die Definition einer Behinderung fallen. Derzeit ist jede Form von Sucht eine Krankheit, auch die Spielsucht, die wie die Drogen- oder die Alkoholsucht, ähnliche Züge hinsichtlich der gesellschaftlichen Isolation zeigt.

Bei Gerichtsverfahren wurde Spielsucht bereits teilweise bei der Verteidigung für die Taten einer Person akzeptiert. Die Sucht alleine reicht dabei nicht als Verteidigungsgrund aus, um eine Tat zu erklären oder zu entschuldigen bzw. das Maß der Schuldfähigkeit einzugrenzen. Es werden dann auch noch andere Faktoren betrachtet, wie der mentale Zustand, die finanzielle Situation oder frühere Straftaten. Dies ist ein starker Hinweis darauf, welch gravierenden Einfluss eine Sucht, gleich welche, auf das Leben eines Menschen haben kann.

Spielsucht unter Menschen mit Behinderung, genau wie bei jedem Menschen, kann fatale Folgen haben. Um einer Sucht vorzubeugen, sollte das soziale Umfeld dem behinderten Freund, Verwandten oder Pflegebedürftigen Hilfestellung leisten. Die Eigenverantwortung spielt natürlich eine sehr gewichtige Rolle, allein schon dabei, um die Spielsucht oder die Anzeichen einer Suchtgefahr zu erkennen. Jedoch kann, je nach Behinderung, diese Eigenverantwortung eingeschränkt sein. In jedem Fall sollte, wer auch immer darauf aufmerksam wird - der Betroffene oder eine nahestehende Person - umgehend Maßnahmen zum Schutz vor einem möglichen Schaden treffen.