Depression Test: Habe ich eine Depression?

Mann hält sich die Hände vor sein Gesicht (Gerd Altmann/pixelio.de)
Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit. (Gerd Altmann/pixelio.de)

Depression: Schon Goethe machte seinerzeit diese Volkskrankheit zu einem beherrschenden Thema durch seinen jungen Werther. Doch auch heute ist sie noch in aller Munde. Doch wie erkennt man, ob man wirklich an einer Depression leidet?

Gerade jetzt – im Zuge der hohen Arbeits- und Perspektivlosigkeit, des Leistungsdrucks, alles unter einen Hut bekommen zu müssen und der Pflegeproblematik – gewinnen depressive Störungen immer mehr an Bedeutung.

Der tatsächlichen Anzahl steht eine hohe Dunkelziffer gegenüber

Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland sind von einer Depression betroffen – ca. 500.000 sind es in der Schweiz. Doch die Akzeptanz dieses Themas ist gering. An die Nennung einer Dunkelziffer wagt sich niemand heran, doch sie scheint schwindelerregend hoch zu sein.

Und die größte Herausforderung dabei ist, dass diese psychische Krankheit oftmals nicht erkannt wird. Denn es handelt sich hier nicht etwa um eine Charakterschwäche, wie das noch in dem Werther von Johann Wolfgang von Goethe den Anschein erweckt.

Depressive Störungen dürfen nicht unterschätzt werden

Depression ist vielmehr eine ernstzunehmende Krankheit, die – untherapiert – durchaus lebensbedrohlich sein kann und oftmals auf die leichte Schulter genommen wird. Laut der Deutschen Depressionsliga ist Depression eine Krankheit, „die schnell und kompetent behandelt werden muss, damit sie nicht im Suizid endet“.

Eine Behandlung setzt jedoch ein Erkennen der Depression an sich voraus. Man ist schnell zur Hand mit Aussprüchen wie: Das wochenlange Regenwetter macht mich furchtbar depressiv. Doch was ist eine Depression nun wirklich? Welche Warnzeichen gibt es, bei denen man genauer hinschauen sollte? Das Wetter allein ist es sicherlich nicht.

Die Symptome einer Depression richtig deuten

Die wahren Symptome einer Depression sind vielfältig: ein Gefühl der Leere geht mit Verlust der Antriebskraft einher, große Selbstzweifel plagen einen, Passivität, Schlafstörungen, Appetitverlust, unerklärliche Gewichtszunahme oder gar -abnahme, körperliche Unruhe, ein Druck auf der Brust und noch vieles mehr können Anzeichen einer Depression sein.

Ursachen der Depression sind nämlich nicht nur rein körperlich bzw. biologisch zu suchen, sondern können auch auf der psychischen und psychosozialen Seite beheimatet sein. Hier kommt es auf die richtige und vor allem rasche Diagnose an.

Depression Test zur Sicherheit

Wer sich nicht sicher ist, ob er an einer Depression leidet oder einfach nur schlechte Laune hat, sollte zunächst einen Depression Test durchführen. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat einen solchen Depression Test entwickelt. Dieser Depression Test kann Ihnen Klarheit geben, wie Ihre Beschwerden einzuordnen sind. Hier gelangen Sie zu dem Selbsttest.

Wichtig ist jedoch - wie auch immer der Depression Test ausgeht - suchen Sie im Zweifel immer einen Fachmann bzw. Arzt auf, wenn Sie das Gefühl haben, Hilfe zu benötigen.

 

Text: K. Otto - 10/2012

Bilder: pixelio.de

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