Bewegungstraining nach dem Schlaganfall ist wichtig

Das Foto zeigt einen Mann im Schwimmbecken von oben.
Bewegungstherapie nach dem Schlaganfall. Foto: pixabay.com

Nach einem Schlaganfall sollten Betroffene möglichst schnell mit der Rehabilitation beginnen. So lassen sich verloren gegangene Fähigkeiten zurückgewinnen und die Selbstständigkeit im Alltag oft wieder erlangen.

Je früher Schlaganfall-Patienten mit der Rehabilitation beginnen, desto größer sind die Erfolgschancen. Aus diesem Grund wird in vielen Kliniken bereits auf der Stroke Unit mit der Frührehabilitation begonnen. Sie kann aus Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie bestehen. Schon in der Klinik wird also ein Konzept erarbeitet, um jene Maßnahmen zu definieren, die dem Patienten helfen, seine Fähigkeiten wieder zu erlangen. Ziel der therapeutischen Behandlung in der Klinik ist einerseits das Erlangen einer gewissen Selbstständigkeit, andererseits aber auch die Überführung in eine spezialisierte Rehabilitationseinrichtung oder die ambulante Reha zuhause.

Koordination und Bewegung trainieren

Nach einem Schlaganfall haben Betroffene häufig mit Bewegungseinschränkungen und motorischen Defiziten zu kämpfen. Die Muskelansteuerung funktioniert nicht präzise, das Gefühlsempfinden ist gestört, die Muskeln sind schwach. Die Folge: Arme und Beine können nicht so genutzt werden, wie vor dem Schlaganfall. Um diese Fähigkeiten wieder zu erlangen, sind physiotherapeutische Übungen besonders wichtig.

Die Physiotherapie setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Ein gezieltes Krafttraining hilft, die Muskulatur aufzubauen und damit eine wichtige Grundlage für die aktive Bewegung zu legen, beispielsweise für das Laufen. Für das Krafttraining können sowohl Fitness-Geräte eingesetzt werden als auch Kleingeräte wie Therabänder, Leichthanteln oder ähnliches.

Selbst wenn die vorhandene Kraft gering ausfällt, sollten Schlaganfall-Patienten regelmäßige Übungen machen. Für sie bietet es sich an, Fitness-Geräte mit einer Motorunterstützung zu nutzen. Bei diesen Geräten kann man individuell einstellen, wie stark die Unterstützung des Gerätes sein soll. Diese mechanische Hilfe lässt sich jederzeit anpassen, sodass ein Gerät zum Begleiter während der gesamten Rehabilitation werden kann.

Das regelmäßige Training im Fitness-Studio oder zuhause hat viele positive Effekte. Das Gerätetraining kann:

  • Die Gehfähigkeit fördern
  • Spastiken (erhöhte Eigenspannung der Muskulatur) lockern
  • Muskeltonus (Spannungszustand der Muskulatur) regulieren
  • Koordination und Motorik verbessern
  • Den Gleichgewichtssinn schulen

Zudem ist regelmäßige Bewegung auch gut für den Kreislauf und die Psyche. Studien zeigen, dass Menschen zufriedener sind, wenn sie sich körperlich fit halten. Das gilt für Menschen mit körperlicher Einschränkung ebenso wie für Gesunde. Deshalb ist regelmäßige Bewegung für alle Menschen wichtig. Für Schlaganfall-Patienten aber ganz besonders.