Mit Stammzellen Krankheiten behandeln

Das Bild zeigt mehrere leere Blutbeutel (Bild: Bernardo Peters-Velasquez / pixelio.de)
(Bild: Bernardo Peters-Velasquez / pixelio.de)

Im Nabelschnurblut befinden sich viele junge, unbelastete Stammzellen, die als Baumaterial des menschlichen Körpers dienen. Aus ihnen entwickeln sich verschiedene Zelltypen wie Knochen-, Muskel-, Blut- und Knorpelzellen, Organe und Gewebe. Aufgrund der weltweiten, intensiven Forschungen, gehen Mediziner davon aus, mit Nabelschnurblut eines Tages verschiedene Krankheiten wie Multiple Sklerose, Rückenmarksverletzungen, Diabetes, Alzheimer, Schlaganfall und Parkinson heilen zu können.

In der Regenerativen Medizin werden Stammzellen aus Nabelschnurblut bereits heute erfolgreich eingesetzt. So wurden in North Carolina an der Duke University bereits 300 Kinder mit einer Nabelschnurblut-Reinfusion behandelt.

Stammzellen sind extrem lagerfähig

Das Nabelschnurblut wird unmittelbar nach der Geburt risiko- und schmerzfrei entnommen und bei Temperaturen unter -180 Grad Celsius eingelagert. Auf diese Weise können die Stammzellen ein ganzes Menschenleben aufbewahrt werden und sind bei Bedarf jederzeit kurzfristig einsetzbar. Schwangere, die nach der Geburt eine Nabelschnurblutentnahme wünschen, können sich darüber bei Seracell informieren.

Mit Stammzellen Krankheiten behandeln

Seit vielen Jahren werden Stammzellen für Behandlungen eingesetzt. So wird bei einer Stammzelltherapie beschädigtes Gewebe wiederhergestellt und verloren gegangenes Gewebe ausgetauscht. Auch Herz- und Gefäßkrankheiten werden auf diese Art behandelt. Meist kommen dabei eigene Stammzellen zum Einsatz. Bei manchen Leukämieformen ist es jedoch besser, fremde Stammzellen einzusetzen.

Behandlungen mit Nabelschnurblut an Kindern

Die Stammzellen für die Therapien stammen hauptsächlich von erwachsenen Patienten. In Zukunft werden vermehrt Anwendungen mit Stammzellen aus Nabelschnurblut stattfinden. Vor allem in den USA finden derzeit eine Reihe klinischer Studien statt, in denen Kinder, die an Gehörlosigkeit, zerebraler Kinderlähmung oder frühkindlichen Hirnschäden leiden, mit eigenem Nabelschnurblut behandelt werden.

Körpereigene Stammzellen ersetzen geschwächtes Gewebe

Vor allem im Bereich der Regenerativen Medizin gelten Stammzellen als medizinische Hoffnungsträger. Wenn Zellen, Gewebe und Organe nicht mehr richtig funktionieren, kann mit körpereigenen Stammzellen Heilung erzielt werden. Diese werden zukünftig auf unterschiedliche Aufgaben geeicht, um geschwächtes Gewebe zu ersetzen oder zu unterstützen. Auf diese Art können in Zukunft unter anderem Rückenmarksverletzungen, Knorpelschäden und Hirnschlag behandelt werden.

Erwachsene Stammzellen, die besonders häufig im Blut und Knochenmark vorkommen, sind eine lebenslange Quelle für die Erneurung des Körpers. Durch Teilung entstehen weitere Stammzellen. Durch Differenzierung lassen sich die Zellen spezialisieren.

Unterschied zwischen Nabelschnurblut-Stammzellen und embryonalen Stammzellen

Nabelschnurblut-Stammzellen lassen sich problemlos sichern und einlagern. Sie können sich unter anderem in Knochen-, Knorpel-, Blut- und Muskelzellen verwandeln und sind ausgesprochen teilungsfähig. Nabelschnurblut gilt als ethisch unbedenklich, da es erst nach der Geburt des Kindes entnommen wird. Die Forschung mit embryonalen Stammzellen dagegen ist umstritten, weil sich dadurch ein kompletter, eigenständiger Organismus nachbauen beziehungsweise klonen lässt.

Bild: pixelio.de
 

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