Reha-Sport nach Krebserkrankung

Dehnungsübungen (Bild: pixabay.com)
Dehnungsübungen (Bild: pixabay.com)

Dass Sport und Bewegung der Vorbeugung von Krankheiten dient, ist hinlänglich bekannt. Doch wie verhält es sich mit Aktivität und Sport während und nach einer schweren Erkrankung?

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Sport positive Auswirkungen nach Krebserkrankungen erzielt, allerdings sollte die sportliche Betätigung ausschließlich unter Absprache mit dem behandelnden Arzt passieren, der Pensum und Sportart individuell festlegt. Bewegung und Sport spielt bei erkrankten Menschen eine wichtige Rolle und beeinflusst den Genesungsprozess und die Rehabilitation im positiven Sinne.

Mit Bewegung dem Fatigue-Syndrom entgegenwirken

Immer mehr Daten belegen: Durch gezielte Übungen und Reha-Maßnahmen können mögliche Krankheitsfolgen nach der Bewältigung einer schwerwiegenden Erkrankung vermindert oder gar vermieden werden. Betroffene sollten sich zeitnah über ihre Rehabilitationsmöglichkeiten informieren, die je nach Erkrankung und Patientenzustand ganz individuell aussehen können. Gute Adressen finden Patienten beispielsweise online hier oder sie bitten ihren Arzt um vertrauenswürdige Kontaktadressen.

Viele Krebspatienten leiden nach ihrer Chemotherapie häufig unter dem Fatigue-Syndrom, bei dem sie sich stark erschöpft, ausgelaugt und müde fühlen. Auch in diesem Fall wirkt sich Bewegung und spezieller Sport nachweislich positiv auf das Befinden der Patienten aus und kann auch die Psyche stärken sowie vor Depressionen schützen. Denn durch Bewegung - sei es im privaten Umfeld oder im Rahmen einer ärztlich verordneten Rehabilitationsmaßnahme - erhöht sich die Lebensqualität und Betroffene werden im Alltag belastbarer und leistungsfähiger.

Krebsnachsorge - Aktivität hilft!

Jeder Krebspatient hat eine individuelle Krankengeschichte und muss demnach auch individuell behandelt und nachbehandelt werden. Somit lassen sich keine allgemein geltenden Empfehlungen aussprechen, sondern es muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob und in welcher Form Sport betrieben werden darf. Es lässt sich jedoch sagen, dass sich Krebspatienten keinesfalls überfordern dürfen und nicht anstreben sollten, in ihrer Aktivität mit gesunden Menschen gleichzuziehen. Dennoch sollten Patienten unter Absprache mit ihrem Arzt die Chancen einer betreuten Rehabilitation wahrnehmen, die in der Regel von den Krankenkassen finanziert wird. Denn Bewegung nach einer Erkrankung hat folgende Vorteile:

  • Stärkung der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens
  • Verbesserung des eigenen Körpergefühls
  • Überprüfung und Umgang der persönlichen Leistungsfähigkeit
  • Training normaler Bewegungsabläufe

Physiotherapie und Krankengymnastik sind nach einer Krebserkrankung ein wichtiges Element, um den Patienten den Weg in den Alltag zu erleichtern und die verloren gegangenen Kräfte wieder aufzubauen. Dabei werden gezielt Muskelgruppen angesprochen und eventuelle Fehl- oder Schonhaltungen vermieden. Sport sollte im Leben eines jeden Krebspatienten einen festen Stellenwert bilden und natürlich auch von gesunden Menschen als Präventationsmaßnahme praktiziert werden.

Text: 09/2014
Bild: pixabay.com

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