Andere Ursachen für Magenkrebs

Zwei Hände übereinanderliegend, zwischen den Fingern einer Hand ist eine Zigarette
Nikotin ist - wie bei den meisten Krebsarten - ein Risikofaktor für Magenkrebs (Havlena/pixelio.de)

Tumore können auf verschiedene Art und Weise vermieden werden. Lesen Sie, wie eine erfolgreiche Vorbeugung von Magenkrebs aussehen kann.

Magenkrebs-Spezialist Dr. Rexroth zählt weitere bösartige Magentumoren auf: „Es gibt auch andere Formen wie zum Beispiel den gastroinestinalen Stromatumor (GIST), das Magenlymphom oder so genannte neuroendokrine Tumoren (NET), die nicht von der Schleimhaut, sondern von anderen Strukturen der Magenwand ausgehen. Die Entstehung dieser Tumoren ist somit unterschiedlich, auch ihre klinische Bedeutung und die Behandlung sind differenziert zu betrachten.“

Magenkrebssymptome sind anfangs unspezifisch

Magenkrebs wird oft erst spät erkannt. Denn im Frühstadium leiden Betroffene häufig an Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Später kommen Appetitlosigkeit, Erbrechen, Blutungen und Oberbauchschmerzen hinzu. Außerdem verlieren Betroffene deutlich an Gewicht.

Zur Frage, warum Magenkrebs oft lange nicht erkannt wird, antwortet PD Dr. Rexroth: „Oft gibt es Vorstadien von Magenkrebs, die lange Zeit keine charakteristischen Beschwerden verursachen, so dass ein Tumor sich langsam entwickeln kann. Andererseits sind Magenbeschwerden oft Ausdruck harmloser funktioneller Störungen - und werden deshalb unterschätzt.“

Der Ausweg aus dieser Situation ist die frühzeitige Durchführung einer Spiegeluntersuchung (Oesophagogastroduodenoskopie), die ambulant in geübter Hand mit modernen Geräten ohne große Belästigung erfolgen kann. Werden dabei Risikobefunde erhoben, müssen endoskopische Kontrollen in bestimmten Zeitabständen durchgeführt werden. Der Arzt kann mittels hochauflösender optischer Systeme, spezieller Färbungen und Gewebsentnahmen auffällige Frühveränderungen aufspüren, damit eine Krebsentwicklung vermieden wird.

Magenkrebs vorbeugen

Sie können dagegen vorbeugen, indem Sie sich gesund ernähren, Genussgifte vermeiden, sich sportlich betätigen und für einen seelischen Ausgleich sorgen. Dadurch können Sie das Risiko, allgemein an Krebs zu erkranken, verringern – nicht nur an Magenkrebs.

Wenn bei Ihnen eine erbliche oder berufliche Tumorbelastung vorliegt, sind die oben genannten Faktoren, die man selbst steuern kann, noch wichtiger. Darüber hinaus kann die Präsenz des Magenbakteriums Helicobacter pylori, welches die Entwicklung von Magenkrebs begünstigt, durch eine Spiegeluntersuchung oder einen Labortest ausgeschlossen oder bei positivem Nachweis beseitigt werden.  

 

Text: Thomas Mitterhuber / PD Dr. Rexroth - 02/2012

Fotos: pixelio.de