Magenkrebs – Entstehung und aktives Vorbeugen

Mikroskopische Aufnahme von roten Blutkörperchen
Bösartige Tumore können über das Blut in andere Organe eindringen und Metastasen bilden. (Bild: geralt/pixelio.de)

Magenkrebs gehört zu den fünf häufigsten Krebsarten in Deutschland. Jedes Jahr erkranken rund 11.000 Menschen daran. Die meisten sind älter als 70 Jahre. Eine gute medizinische Versorgung und ein gesunder Lebensstil helfen, den Tumor zu bekämpfen.

Eine Krebserkrankung ist eine Störung des genetisch geregelten Gleichgewichts zwischen Zellwachstum und Zelltod. Durch diese Wucherung entsteht eine Geschwulst. Im Falle von Magenkrebs sind dies Schleimhautzellen, die sich stark vermehren.

Bösartige Tumoren vermehren sich ungebremst, dringen in benachbartes Gewebe ein und zerstören es. Wenn sie in die Blut- und Lymphgefäße gelangen, können sie in andere Organe eindringen und Tochtergeschwüre - so genannte Metastasen - bilden. Beim Magenkrebs sind die Ursachen vielfältig, so PD Dr. Walter Rexroth.

Dr. Rexroth ist Chefarzt der Abteilung Innere Medizin - Gastroenterologie und Endokrinologie/Diabetologie am St. Josefskrankenhaus in Heidelberg. Außerdem stellt er als Fachexperte unseres Forenpartners Orphanbiotec sein Wissen bei MyHandicap zur Verfügung und beantwortet unter anderem Fragen zum Magenkrebs.

Magenkarzinom häufigste Ursache von Magenkrebs

„Die häufigste Form von Magenkrebs“, so Dr. Rexroth, „ist das Magenkarzinom. Dabei handelt es sich um eine von der Schleimhaut ausgehende bösartige Geschwulst. Sie kann sich aus einer langdauernden chronischen Schleimhautentzündung autoimmuner oder bakterieller Ursache entwickeln.“

Auch eine genetische Veranlagung kann Ursache für Magenkrebs sein, so Rexroth weiter. Genussgifte und schädliche Umweltstoffe in der Nahrung spielen ebenfalls eine große Rolle. Als verbreitetes Beispiel zählt Rexroth das Rauchen - eines der Risikofaktoren für Krebs aller Arten. „Dabei sind nicht nur Organe, die direkten Kontakt zum Tabakrauch - wie etwa Mundhöhle, Kehlkopf oder Lunge - haben, betroffen. Auch andere Organe entwickeln bei Rauchern öfter Krebs.

Frank Grossmann, Geschäftsführer von Orphanbiotec, ergänzt: „Das Kondensat wird beim Rauchen verschluckt und wirkt auch auf die Magenschleimhaut. Zudem schädigt Nikotin die Gefäße und verändert die Durchblutung sowie die Motorik des Magen-Darm-Kanals.“

 

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