Das vorsorgliche Abnehmen der Brust

Hinweisschild auf verschiedene Abteilungen in einem Krankenhaus. (Rainer Sturm/pixelio.de)
Brustkrebszentren bieten einen Früherkennungstest an (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Brustkrebs ist immer noch eine Krankheit, die vielen Frauen angst macht. Trotz moderner Therapiemethoden lässt sich diese Erkrankung nur sehr schwer heilen.

Doch heute existiert zum Glück die Möglichkeit, eine entsprechende Diagnose schon sehr früh oder im Vorfeld zu stellen. Durch entsprechende diagnostische Verfahren, lässt sich daher das Brustkrebsrisiko schon sehr lange im Vorfeld festlegen. Manchmal bleibt dann nur ein radikaler Schritt. Die Brust muss vorzeitig abgenommen werden.

Brustkrebs erkennen

Bevor ein solcher Schritt gegangen wird, muss das Risiko zuerst determiniert werden. Die Methoden der Genetik liefern hier Aufschluss. So wurde ein sogenanntes Brustkrebsgen entdeckt. Studien zufolge sind Frauen mit diesem Gen wesentlich häufiger von Brustkrebs betroffen, als Frauen ohne dieses Gen. Der Wert liegt zwischen 70 und 80 Prozent. Dies muss immer noch nicht zwangsläufig bedeuten, dass man später an Brustkrebs erkranken wird. Allerdings kann, wenn der Krebs sich doch entwickeln sollte, dieser mit enormer Geschwindigkeit voranschreiten.

Typische Behandlungsmethoden wie eine Chemotherapie können dann zu spät kommen. Daher kann es hier notwendig werden, über eine präventive Entfernung der Brust nachzudenken. Eine der berühmtesten Persönlichkeiten, die diesen Schritt gegangen ist, ist die Schauspielerin Angelina Jolie. Im Jahr 2013 ließ sie sich die Brust entfernen und trat mit dieser Entscheidung auch an die Öffentlichkeit, um anderen Frauen in dieser Situation Mut zu machen. Dabei folgte im Anschluss eine vollständige kosmetische Wiederherstellung. Gerade dies ist es, was viele Frauen beruhigt. Auf der Seite CZ Wellmed kann man sich zu diesem Thema eingehend informieren und sich auch entsprechend beraten lassen.

Wann sollte man über einen solchen Schritt nachdenken

Nach einer entsprechenden Diagnose zum Beispiel eines Brustkrebsgens, kann man sich über einen solchen Schritt beraten lassen. Wenn etwa die mutierten Gene BRCA 1, BRCA oder RAD51C entdeckt werden, liegt die Wahrscheinlichkeit zu erkranken in dem oben genannten Prozentbereichen. Zudem sollte eine familiäre Vorbelastung nicht außer Acht gelassen werden. Sollten bereits Familienmitglieder an dieser Erkrankung gestorben sein, kann eine Empfehlung zu vorsorglichen Entfernung der Brust ausgesprochen werden. Hier muss auch der männliche Stammbaum betrachtet werden, denn auch wenn es seltener geschieht, so sind auch Männer von Brustkrebs betroffen. Eine entsprechende Anamnese durch einen Arzt ist in einem solchen Fall also oberstes gebot. Werden hier Informationen ausgelassen, so kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Wo kann man sich testen lassen

Brustkrebszentren in der ganzen Republik bieten einen Früherkennungstest an. Aber auch die jeweiligen Hausärzte können eine Überweisung an einen Frauenarzt ausstellen. Der Test ist für alle kostenfrei und wird in voller Höhe von den Krankenkassen übernommen. In diesem Zusammenhang wird auch die bereits erwähnte Anamnese durchgeführt, sodass das Risiko genau eingeschätzt werden kann. Allerdings sollte man immer eine zweite Meinung einholen, bevor man sich für eine vorsorgliche Brustentfernung entscheidet. Von Vorteil ist, dass auch dieser Eingriff in der Regel von den Kassen übernommen wird. Hierzu ist es erforderlich, ein entsprechendes Gutachten eines Brustkrebszentrums einzureichen, welches diesen Schritt empfiehlt. Auch ein Kostenvoranschlag sollte nicht fehlen. Auch die Wiederherstellung der Brust wird von den Kassen gezahlt, sofern keine weiteren kosmetischen Veränderungen vorgenommen werden sollen. In jedem Fall sollte man sich mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen.

Ablauf der Operation

Diese Art der OP ist heute keine Seltenheit mehr und nur mit einem geringen Risiko verbunden. In der Regel wird nur das Brustdrüsengewebe entfernt und im Nachhinein gleich durch ein Implantat wieder aufgebaut. Dabei kann schon im Vorfeld entscheiden werden, ob die Brustwarze erhalten bleiben soll. Neben der gängigen Methode, die Brust mittels eines Implantats wiederherzustellen, kann dies auch durch Eigengewebe erfolgen. Implantate können sich im Laufe der Zeit verkapseln und somit Schmerzen auslösen. Bei eigenen Körpergewebe besteht dieses Risiko nicht und auch eine Abstoßung muss nicht befürchtet werden. Zu diesem Zweck wird Fettgewebe aus der Unterhaut entnommen. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass hierfür mehrere Operationen erforderlich sind. Dafür muss man sich aber niemals wieder unter das Messer begeben. Das Fettgewebe bleibt ein Leben lang erhalten.

Nachsorge

In der Nachsorge sind meist mehrere regelmäßige Besuche beim Arzt erforderlich. Nach der Entfernung liegt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken bei nur noch 5 Prozent, was niedriger ist als der Durchschnitt. Die Nachuntersuchungen ziehen sich über mehrere Jahre hin, wobei auch Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. Gerade wenn die Brustwarze erhalten bleibt, muss auch ein Teil des Brustdrüsengewebes zurückbleiben. Wer sich dafür entscheidet, muss sich in der ersten Zeit etwa jedes halbe Jahr beim Arzt einfinden.

Mehr zu diesem Thema kann man unter diesem Link finden. Hier findet man ausführliche Informationen und auch gleich einen Termin für eine Vorsorgeuntersuchung vereinbaren. In jedem Fall lohnt sich ein solcher Schritt, denn die Gewissheit ist immer besser, als unabsehbare Folgen.

Foto: pixelio.de

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