Wenn die Gelenke schmerzen: Tipps für Rheumapatienten und wie sich das Volksleiden verhindern lässt

Bild zeigt ein Skelett
Schmerzende Gelenke bei Rheuma. Quelle: pixabay.com

Sie gehört zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland. Vor allem Alte, aber auch Kinder sind betroffen: Rheuma. Bemerkbar macht sich die Volkskrankheit unter anderem durch Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit der Glieder.

Rheuma vorbeugen

Die Hauptursache für Rheuma ist Übersäuerung. Sie entsteht dadurch, dass der Körper zu wenig pflanzliche Nahrung aufnimmt, welche die Säuren, die zum Beispiel durch Getreide- und Milchprodukte sowie Fleisch entstehen, neutralisieren. Vorbeugend und sogar heilend wirkt also eine basenüberschüssige Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Kräutern. Wildkräuter wie Wegerich, Vogelmiere, Brennnessel, Ampher, Gundermann, Löwenzahn und Taubnessel sind besonders reich an nützlichen Mineralstoffen und Vitaminen und nahezu überall kostenlos zu haben. Neben der inneren Anwendung der Wild- und Heilkräuter helfen auch äußere Anwendungen. Zum Beispiel mit der Brennnessel. Ihr Nesselgift ist nicht gerade beliebt aber es kann eine Rheumaerkrankung vorbeugen und die Schmerzen lindern. Auch Muskeltraining kann helfen. Weitere Tipps bei Rheuma:

In Bewegung bleiben

Genauso wie die Sehnen und Bänder, brauchen auch die Gelenke regelmäßige Bewegung. Wer zu passiv ist, riskiert Gelenkversteifung. Praktisch sind gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Tanzen, Walking oder Aquagymnastik. Sie können auch zuhause sanfte Übungen machen oder zur Krankengymnastik gehen.

Mit Yoga entspannen

Mit Entspannungsübungen wie Yoga und Tai Chi lernen wir unseren Körper besser kennen und können die Kontrolle über den Schmerz erlangen. In einer Physiotherapie lernt der Patient zum Beispiel Meditation und autogenes Training kennen und kann in der Gruppe gemeinsam mit anderen entspannen.

Gesunde und basenüberschüssige Ernährung

Dass eine säurebildende Ernährung nicht gut für die Gesundheit ist und Rheuma auslösen und verschlimmern kann, zeigt sich beim Blick auf Rheuma-Patienten. Die vertragen nämlich oft keine Süßigkeiten oder Milchprodukte. Auch der Verzicht von Fleisch und fettigem Essen hilft den Betroffenen. Das alles sind säurebildenede Produkte, die eingeschränkt genossen werden sollten. Ein Komplettverzicht auf diese Lebensmittel ist nicht gut, denn in Meeresfisch zum Beispiel sind sowohl Jod als auch gesunde ungesättigte Fettsäuren enthalten. Da aber zirka 90 Prozent der Deutschen sowieso chronisch übersäuert sind, wird das nötige Minimum an Säuren das geringste Problem sein.

Rheuma und Osteoporose

Eine Infografik über die Entstehung von Rheuma kann man bei allnatura.de ansehen. Häufig entwickeln Rheuma-Patienten aufgrund von Kalzium- und Vitamin D-Mangel zusätzlich auch Osteoporose. Die Krankheit ist auch unter dem Begriff Knochenschwund bekannt. Für die Knochen ist vor allem Kalzium und Vitamin D wichtig. Etwa bis zum 35. Lebensjahr spielt die kalziumreiche Ernährung eine besonders große Rolle, denn bis zu diesem Alter wird die meiste Knochenmasse aufgebaut.

Meiden sie fettreiche Milchprodukte, da diese entzündungsfördernde Stoffe enthalten. Setzen Sie bei Ihrer Ernährung lieber auf Wildkräuter. Vor allem Brennnessel enthält sehr viel Kalzium. Damit der Körper aber überhaupt etwas mit dem Kalzium anfangen kann, braucht er Vitamin D. Und dafür muss er raus an die frische Luft. Durch Sonnenlicht wird Vitamin D in der Haut gebildet.