Gelenkschmerzen - wenn's in der Hüfte sticht

Ein älterer, lächelnder Herr mit seinem Fahrrad unter blauem Himmel (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de)
Radfahren gilt als eine der gelenkschonendsten Aktivitäten. (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de)

Jeder halbwegs passionierte Sportler kennt sie: Akute Gelenkschmerzen. Aber wenn sie chronisch werden, kann es sehr einschränkend werden. Doch sie lassen sich größtenteils vermeiden.

Schmerzfreie Gelenke gelten als selbstverständlich. Auf einen schonenden Umgang der körperlichen Scharniere wird vor allem in den jüngeren Jahren kaum geachtet - meistens, weil die Auswirkungen nicht unmittelbar zu spüren sind. Denn der Verschleiß in den Gelenken rächt sich oft erst Jahrzehnte später.

Der Löwenanteil der Gelenkschmerzen wird nämlich durch Verschleißerscheinungen verursacht. Mediziner sprechen in solchen Fällen von Arthrose, wovon jeder zweite ältere Mensch betroffen sein soll. In der Regel beginnen die Beschwerden nämlich ab etwa der zweiten Lebenshälfte, aber die schmerzhaften Abnutzungen können auch schon deutlich früher auftreten. Typische Körperregionen für Arthrose sind Knie, Hüfte und Sprunggelenke - das sind jene Gelenke, die naturgemäß hohen Belastungen ausgesetzt sind und daher schneller verschleißen.

Hohe Belastungen führen zu schnellerem Verschleiß

Derartige stetige Überbelastungen der Gelenke werden oft durch einseitige und schwere körperliche Tätigkeiten verursacht. Verrichtet jemand zum Beispiel von Berufs wegen physisch belastende Arbeiten immer wieder, kann sich das ungünstig auf die Gelenke auswirken. Arbeitsschutzmaßnahmen sind daher insbesondere bei Menschen, die im Beruf hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, enorm wichtig.

Auch extremer Leistungssport ist in der Regel mit hohem körperlichem Verschleiß verbunden. Weitere verbreitete Ursachen sind starkes Übergewicht oder Fehlstellungen der Beine. Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt, führt aufgrund des hohen Gewichtsdrucks zu verfrühten Gelenkabnutzungen. Und bei Fehlstellungen, etwa in Form von X-Beinen, verschleißen die Gelenke ebenfalls schneller.

Entzündungen an den Gelenken

Gelenkschmerzen können aber auch durch (Sport)Verletzungen oder Entzündungen verursacht werden. Die rheumatoide Arthritis beispielsweise ist die verbreiteteste Gelenkentzündung und entsteht vor allem in den Händen und Fingern. Aber auch eine Entzündung des Schleimbeutels oder von Bakterien verursacht, kann ebenfalls zu Gelenkleiden führen.

Je nachdem, wann die Gelenkschmerzen auftreten, lassen sie sich in drei Kategorien aufteilen: Akut (innerhalb von Stunden auftretend), subakut (nach einigen Tagen auftretend) und chronisch (entstehen Wochen oder Monate später).

Gelenkschmerzen vorbeugen - wie?

Vor allem in Deutschland, wo sechs von zehn Menschen übergewichtig sind (mit einem BMI von mehr als 25), empfiehlt sich folgender Tipp: Treiben Sie Sport. Denn dadurch stärken Sie Ihre Muskulatur und verlieren an Gewicht - somit reduzieren Sie die Belastung auf den Gelenken gleich doppelt. Weitere Ratschläge zur Prävention von Gelenkschmerzen sind eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegungsübungen.

 

Text: MyHandicap - 04/2014

Bild: pixelio.de

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