Erfolgreiche Diabetes-Therapie bei Kindern: Tipps für den „normalen“ Alltag

Ein Kind auf einer Wiese hält eine Drachenschnur. Die Eltern sind im Hintergrund zu sehen, der Vater hält einen roten Drachen in der nach oben ausgestrecken Hand.
Diabetes Therapie bei Kindern (Bild: Accu-Chek)

Wenn bei einem Kind Diabetes festgestellt wird, steht das komplette Familienleben auf dem Kopf. Denn diese Diagnose bedeutet eine grundlegende Umstellung in vielen Bereichen; die Erkrankung wird das Kind und sein Umfeld ein Leben lang begleiten.

Typ-1-Diabetes bei Kindern erkennen

Die weitaus häufigste Diabetes-Form im Kinder- und Jugendalter ist Typ-1-Diabetes. Bei Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper seine eigenen Zellen angreift und die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Die Erkrankung beginnt häufig in der Kindheit und im Jugendalter. Die genaue Ursache des Typ-1-Diabetes ist nicht geklärt; Gene spielen eine Rolle bei der Entstehung der Krankheit. Außerdem ist es möglich, dass Viruserkrankungen wie Masern, Mumps oder Röteln im Zusammenhang mit Typ-1-Diabetes stehen.

Die ersten Symptome des Typ-1-Diabetes sind keinesfalls eindeutig und treten recht plötzlich auf. Ein schier unstillbarer Durst, übermäßig starker Harndrang und Schlappheit können erste Anzeichen für eine Erkrankung sein. Ein weiterer und eindeutigerer Hinweis auf eine Diabeteserkrankung ist ein nach Azeton riechender Atem. Wer diese Symptome bei seinem Kind wahrnimmt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Liegt tatsächlich Diabetes vor, ist es ausgesprochen wichtig, dass eine entsprechende Behandlung schnellstmöglich startet.

Ein Leben mit der (Insulin-) Spritze

Wer an Typ-1-Diabetes erkrankt, ist sein ganzes Leben auf eine Insulinzufuhr von außen angewiesen. Das geschieht in der Regel über eine Spritze, einen Pen oder mithilfe einer Insulinpumpe (siehe: Accu-Chek Insight – das innovative Insulinpumpensystem). Besonders bei Kindern variiert die Menge des benötigten Insulins sehr, da sie sich im Wachstum befinden, sich viel bewegen und der Blutzuckerspiegel dementsprechend schwankt. Hier müssen Eltern und Ärzte besonders aufmerksam sein und die Entwicklungen des Kindes genau beobachten, um Über- und Unterzuckerungen zu vermeiden – eine engmaschige Blutzuckerkontrolle ist vor allem bei Kindern deshalb unbedingt zu empfehlen.

Beim Typ-1-Diabetes wird am häufigsten die intensivierte Insulintherapie (ICT) eingesetzt, da sie eine recht flexible Lebensweise ermöglicht. Zweimal pro Tag wird ein langwirkendes Basalinsulin gespritzt, das den Grundbedarf über den Tag verteilt deckt. Zu den Mahlzeiten sorgt ein kurz wirkendes Insulin dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schnellt.

Insulinpumpentherapie für mehr Sicherheit

Die Insulinpumpentherapie (CSII) ist für Kinder besonders empfehlenswert, weil es beispielsweise leichter ist, die Insulinmenge an den geringeren Bedarf bei Kindern anzupassen. Da durch die Pumpe die basale Insulinversorgung dauerhaft verbessert wird, kann das Risiko für Unterzuckerungen generell gesenkt werden. Zudem fällt bei der CSII das regelmäßige eigenhändige Spritzen weg, was besonders für die ganz jungen Betroffenen einen großen Vorteil darstellt. Auf diese Weise können Kinder einen relativ normalen Alltag mit Sportaktivitäten und Verabredungen genießen.

Richtig reagieren in brenzligen Situationen

Trotz einer gewissenhaften und regelmäßigen Überprüfung des Blutzuckerwerts kann es besonders bei Kindern mit Typ-1-Diabetes vergleichsweise häufig zu einer leichten Unterzuckerung kommen. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich: So kommt es vor, dass die Insulindosis zu hoch ist, eine Mahlzeit vergessen wird oder sportliche Aktivitäten nicht korrekt in die Berechnung der Insulinzufuhr einbezogen werden. Mithilfe von Traubenzucker oder zuckerhaltigen Getränken kann eine leichte Unterzuckerung jedoch schnell wieder behoben werden.

Um eine Unterzuckerung zu vermeiden bzw. früh zu erkennen, müssen Eltern und Erzieher oder Lehrer und die Kinder selbst stets wachsam sein und auf erste Warnzeichen achten. Zu diesen gehören Zittern, Schweißausbrüche und Blässe sowie Heißhunger und Konzentrationsstörungen. Handelt es sich um eine starke Unterzuckerung, können außerdem Kopfschmerzen, Verwirrtheit sowie Krampfanfälle bis hin zur Bewusstlosigkeit auftreten. In diesem Fall muss unbedingt Glukagon verabreicht und ein Notarzt verständigt werden, um den Blutzuckerwert wieder auf ein normales Level zu bekommen.

Auch eine Überzuckerung kann beispielsweise bei falschen Insulindosen, zu wenig Bewegung oder Stress auftreten und gefährlich werden. Erste Anzeichen sind übermäßiger Durst, häufiger Harndrang, Übelkeit oder auch azetonhaltige Atemluft. Hier muss umgehend Blutzucker gemessen und bei Bedarf Insulin gespritzt werden. Zudem sollte das betroffene Kind viel Wasser trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Es ist dringend zu empfehlen in solch einer Situation ärztlichen Rat einzuholen, da es im schlimmsten Fall zu einem diabetischen Koma kommen kann.

Es ist wichtig, dass Kinder mit Typ-1-Diabetes schon früh lernen, wie sie mit ihrer Krankheit umgehen und in kritischen Situationen reagieren müssen. Das bedeutet allerdings auch, dass die Eltern ihrem Kind Vertrauen entgegenbringen und es schon frühzeitig in die Behandlung der Krankheit mit einbeziehen – denn nur so kann das Kind ein Gefühl für seinen Diabetes bekommen und selbstständig immer mehr Verantwortung übernehmen.

Mit farbigen Muster den Alltag bunter gestalten

Die komplette Accu-Chek MyDesign Wettbewerb Edition
Die komplette Accu-Chek MyDesign Wettbewerb Edition

Bei Diabetes-Typ-1 gehören Utensilien wie ein Blutzuckermessgerät und ein Insulin-Pen zur Grundausstattung. Solche Geräte sind in der Regel einheitlich und in gedeckten Farben wie schwarz oder grau gehalten. Gerade Kinder jedoch lieben bunte Farben und verspielte Muster, sodass es sich hier anbietet, kreativ zu werden. Eine tolle Möglichkeit sind die Accu-Chek MyDesign Aufkleber und Hüllen mit zahlreichen verschiedenen Motiven. So lassen sich die Messgeräte ganz leicht verschönern und helfen vielleicht ein wenig dabei, das Kind ans tägliche Messen und Spritzen zu gewöhnen. In einem Wettbewerb konnten Accu-Chek Nutzer ihrer Kreativität freien Lauf lassen und neue Muster für Accu-Chek Geräte erstellen und einsenden – die Sticker der Gewinner mit tollen und kindgerechten Motiven (Siehe Bild: Die komplette Accu-Chek MyDesign Wettbewerb Edition) sind exklusiv erhältlich – neben zahlreichen anderen bunten Aufklebern und Hüllen für die Accu-Chek Blutzuckermesssysteme und Insulinpumpen.

In Kooperation mit Accu-Chek

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