Die Deutsche Diabetes-Stiftung: eine Stiftung zur Bekämpfung der Zuckerkrankheit

ein Blutzuckermessgerät mit einem Finger, an dem ein Bluttropfen zu sehen ist. (Bild: micka/pixelio.de)
Diabetiker kennen das: Mit einem Blutzucker-messgerät wird der Insulingehalt überprüft. (Bild: micka/pixelio.de)

Diabetes ist längst eine Zivilisationskrankheit geworden. Jahr für Jahr stehen Tausende von Neubetroffenen vor Fragen, bei denen Ihnen unser neuer Fachexperte - die Deutsche DiabetesStiftung - gerne weiterhilft.

Die Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS) wurde 1985 von engagierten Betroffenen (Deutscher Diabetiker Bund) sowie Fachärzten und Wissenschaftlern (Deutsche Diabetes-Gesellschaft) gegründet. Durch diesen Schritt sollten vor 25 Jahren Synergien aus der Wissenschaft und Erfahrungen der Diabetologie und der pragmatischen Sichtweise der Menschen mit Diabetes genutzt werden. Zur Aufgabe der Stiftung wurden folgende Bereiche abgesteckt:

  • Forschungsförderung von modellhaften Projekten, Grundlagen- und klinischer Forschung
  • Wege finden, Diabetes früher zu diagnostizieren und die Dunkelziffer zu reduzieren
  • Über die Risiken und Folgen der Erkrankung Diabetes aufklären
  • Defizite in der Versorgung aufdecken und Initiativen begleiten

Diabetes ist nicht nur eine Krankheit sondern hat viele Gesichter. Die häufigste Form von Diabetes in Deutschland ist der Typ-2-Diabetes, früher Altersdiabetes genannt. Die Zahl der Betroffenen bei diesem Typ ist erschreckend. Hinzu kommt eine Dunkelziffer in fast gleicher Höhe. Aber Typ-2-Diabetes ist kein Schicksal. Durch eine gesunde Lebensweise kann der Ausbruch von Diabetes vorzögert oder sogar verhindert werden.

Das Logo der Deutschen Diabetes-Stiftung. (Bild: DDS)
Das Logo der Deutschen Diabetes-Stiftung. (Bild: DDS)

Hier setzt die Aufklärungsarbeit der DDS an. In der Vergangenheit gab es immer wieder regionale, aber auch flächendeckende Plakatkampagnen zur Aufklärung. Einmal pro Jahr veranstaltet die DDS einen DiabetesMARKT für die breite Bevölkerung in einer deutschen Metropole. Termine zu Aktionen wie dem DiabetesMARKT finden Sie hier.

Vier Tochterstiftungen unter der DDS

Im Jahr 2010 feiert die DDS ihr 25-jähriges Bestehen. Im Laufe dieser 25 Jahre sind unter dem Dach der DDS vier unselbständige Tochterstiftungen entstanden.

Derzeit hat eines von 600 Kindern in Deutschland Typ-1-Diabetes und Jahr für Jahr kommen 2.300 Kinder im Alter bis 14 Jahren hinzu, Tendenz steigend. Dies ist gerade für Kinder und Jugendliche eine sehr belastende Krankheit. Daher kümmert sich die Stiftung um Grundlagenforschung, mit dem Ziel eine Heilungsmethode für Typ-1-Diabetes zu finden. „Das zuckerkranke Kind“ wurde 1994 unter dem Dach der DDS gegründet.

Eine wesentliche Komplikation des Diabetes sind schwere Gefäßerkrankungen, und diese werden auch noch viel zu oft zu spät erkannt. Gravierende Erkrankungen folgern aus diesen Gefäßschädigungen: Herzinfarkt, Schlaganfall, Augen-, Nieren-, und Fußerkrankungen bis hin zu Amputationen. Diese Stiftung versteht sich als Schnittstelle zur Kardiologie. Die Stiftung wurde 1999 unter dem Dach der DDS gegründet.

Diese Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Aktivitäten zu einer nichtmedikamentösen Therapie  des Typ-2-Diabetes zu schaffen. Forschung zur Wirksamkeit von Lebensstilintervention wird finanziert und Anreize geschaffen, dem Typ-2-Diabetes aus eigener Kraft die Stirn zu bieten. Erster Botschafter dieser Stiftung ist der österreichische Moderator Karl Moik. Die Stiftung wurde 2006 unter dem Dach der DDS gegründet.

Die Bekämpfung und Prävention vor extremen Übergewicht und Adipositas bei Jugendlichen und damit die Vermeidung von Erkrankungen, die eigentlich mit dem höheren Lebensalter assoziiert werden, wie zum Beispiel Typ-2-Diabetes oder Fettleber. Auch hier liegt der Fokus auf Prävention und Aufklärung, aber auch bei wissenschaftlichen Projekten, um Mechanismen zu entschlüsseln, die zu diesen massiven Formen von Adipositas führen. Die Stiftung kam 2009 unter das Dach der DDS. 

Das sechsköpfige Team der Deutschen Diabetes-Stiftung. (Bild: DDS)
Das Team der Deutschen Diabetes-Stiftung freut sich auf Ihre Fragen rund um die Zuckerkrankheit. (Bild: DDS)

Fragebogen, GesundheitsCheck und Infobroschüren

Ein wichtiges Instrument in der Arbeit der DDS ist der „GesundheitsCheck Diabetes“. Dieser Fragebogen mit acht einfachen Fragen kann schnell (und schmerzfrei) ein mögliches Risiko, in den nächsten zehn Jahren an Diabetes Typ 2 zu erkranken, vorhersehen. Den GesundheitsCheck Diabetes gibt es in nunmehr neun Sprachen – deutsch, englisch, französisch, griechisch, italienisch, serbo-kroatisch, spanisch, russisch und türkisch.

Wenn nun ein Diabetes-Risiko oder bereits eine Erkrankung nicht ausgeschlossen werden kann, liefert unser Broschüre Wegweiser „Was tun, wenn der Verdacht auf Diabetes besteht?“ die entscheidenden Tipps. Die Broschüre führt den Leser durch die Vielfalt der Diabetes-Erkrankungen, über den GesundheitsCheck Diabetes und den Verdacht zur Diagnose und zu den Möglichkeiten guter Behandlung und Einstellung.

In der Broschüre „Was tun, damit ich gesund bleibe?“ erfährt der Leser, was er selbst tun kann, um länger gesund zu bleiben. Durch bessere Ernährung, machbare Bewegung und mögliche Entspannung sollen bauchbetonte Adipositas, Diabetes Typ 2 und damit einhergehende Fettstoffwechselstörungen wie auch Bluthochdruck möglichst verhindert werden.

Alle Materialien können - gegen eine kleine Spende als Kostendeckungsbeitrag - direkt unter info(at)diabetesstiftung(dot)de bestellt werden.

Alle Stiftungen, den GesundheitsCheck Diabetes online und vieles mehr finden Sie unter www.diabetesstiftung.de.

 

Dieser Text wurde freundlicherweise von der Deutschen DiabetesStiftung zur Verfügung gestellt und von der MyHandicap-Redaktion leicht angepasst.

Bilder: pixelio.de, Deutsche Diabetes-Stiftung

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