COPD ist eine Volkskrankheit

Das Foto zeigt den Oberkörper. Die Lungenflügel sind in rot eingezeichnet.
COPD ist eine Krankheit der Lunge, bei der die Atemwege entzündet und dauerhaft verengt sind. Foto: pixabay.com

COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease. Dabei handelt es sich um eine Krankheit der Lunge, bei der die Atemwege entzündet und dauerhaft verengt sind. Ein Überblick über Symptome, Diagnose, Krankheitsverlauf und Vorbeugen im Alltag.

In Deutschland sind rund sieben Millionen Menschen an COPD erkrankt, weltweit 210 Millionen. Überdies ist COPD die vierthäufigste Todesursache, wobei die Zahl der Erkrankungen konstant zunimmt.

Ursachen für COPD

Schadstoffe, Zigarettenrauch, aber auch Dämpfe, Rauch und Staub von Umweltbelastungen zerstören die Flimmerhärchen der Bronchien, die zum Schutz der Lunge Schleim abtragen und die Atemluft reinigen. Demnach lassen sich zwei Hauptursachen für COPD identifizieren: Rauchen und Umwelteinflüsse, wie etwa der Feinstaub, der von Kraftfahrzeugen ausgeschieden wird. Dies zeigt sich auch in aktuellen Studien, wonach 90 Prozent der COPD-Patienten Raucher sind oder waren. Neben diesen Hauptrisikofaktoren kann in seltenen Fällen auch eine Erbkrankheit ursächlich für COPD sein.

Was sind Merkmale, die auf COPD hinweisen können?

  • Husten, besonders morgens, häufig mit zähem Auswurf
  • Atemnot, meist in Belastungssituationen, in fortgeschrittenem Stadium auch in Ruhephasen
  • Atemgeräusche, wie Pfeifen oder Brummen, in der Regel beim Ausatmen
  • gelegentlich Engegefühl in der Brust
  • in einem späteren Stadium häufig Gewichtsverlust

Wenn mehrere diese Symptome vorliegen, könnte die Lunge erkrankt sein. Das Risiko ist umso höher, wenn die betreffende Person Raucher ist.

Wie kann man COPD feststellen?

Die Abklärung von COPD macht der Arzt in einer eingehenden Untersuchung. Dabei

  • hört er mit dem Stethoskop die Lunge ab.
  • misst er mit einem Lungenfunktionstest die Leistungsfähigkeit der Lunge.
  • führt er eine Blutgas-Analyse durch, über die unter anderem der Sauerstoffgehalt im Blut bestimmt wird.
  • macht er zusätzlich ein EKG, Röntgenaufnahmen und Belastungstests, um COPD auszuschließen. 

Wie verläuft COPD?

COPD verläuft in vier Stadien:

  1. Stadium I: Leichtgradige COPD: Der Betroffene merkt häufig nicht, dass er krank ist. Die Symptome werden häufig als „Raucherhusten“ abgetan und ignoriert. Die Lunge funktioniert in diesem Stadium noch normal.
  2. Stadium II: Mittelgradige COPD: Die Symptome werden stärker. Insbesondere beim Sport und bei schwerer körperlicher Belastung tritt Luftnot ein. Die Lungenfunktion ist leicht eingeschränkt.
  3. Stadium III: Schwere COPD: Schon bei geringer Belastung kommt es zu Atemnot und Sauerstoffmangel. Die Lungenfunktion ist stark und spürbar eingeschränkt.
  4. Stadium IV: Sehr schwere COPD: Dauerhafter Sauerstoffmangel, Atemnot auch ohne Belastung, Lungenfunktion ist sehr stark eingeschränkt.

Wie kann man COPD im Alltag vorbeugen?

Um das Risiko einer COPD-Erkrankung zu minimieren oder das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, sollte man einige Tipps beherzigen. „Grundsätzlich sind ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung sehr positiv, wohingegen das Rauchen und Schadstoffe gemieden werden sollte“, sagt Dr. Jürgen Fröhlich von der rehaVital Gesundheitsservice GmbH