Botschafter der Lichts

Josef Bartl - Ganzkörperfoto
Josef Bartl blickt trotz vieler Rückschläge immer noch vorwärts (Foto: Josef Bartl)

Josef Bartl weiß: „Du musst ganz unten gewesen sein, um zu wissen, wie schön es oben ist.“ Sein Lebenswille lässt Bartl außergewöhnliche Ziele erreichen.

„Und wer bringt mir noch einen Kaffee?“, sagt Josef Bartl und blickt fragend in die Runde. So ist er, der Sepp Bartl: direkt und alles andere als zurückhaltend.

1994 erlitt Josef Bartl infolge eines Verkehrsunfalls ein Schädel-Hirn-Trauma zweiten Grades. Seitdem ist sein Leben eine Achterbahnfahrt, bei der es mal ganz nach oben und dann im freien Fall tief nach unten geht. Mittlerweile hat Bartl die schwierigen Zeiten ganz gut unter Kontrolle. Bartl begeht jeden Tag mit großem Optimismus. Den Weg hin zu diesem positiven Denken hat ihm das Licht geleuchtet.

Biografie mit Leuchtkraft

Darüber hat Josef Bartl ein Buch verfasst. In seiner Biografie „Immer wenn das Licht kam“, berichtet der Bartl über sein Leben von 1994 bis 2005. Der Chiemgauer schreibt, wie ihm der Mund gewachsen ist. Das macht das Lesen seiner Biographie zu einem besonders schönen und bewegenden Erlebnis.

Im Zentrum der Biografie stehen Bartls übermäßiger Alkoholkonsum, die Hinwendung zum Sport und seine Ausbildungen. Vor allem durch den Sport und die Unterstützung von Freunden hat Bartl zu der Kraft gefunden, die heute in ihm innewohnt und auch von ihm ausgeht.

„Ich habe durch den Sport ein neues Leben gewonnen“, sagt Bartl und strahlt. Fast möchte man meinen, er selbst wäre das Licht, von dem er schreibt. Einen guten Teil der Strahlkraft macht sicher auch Bartls Freundin Dagmar Paschke aus. Paschke ist Heilpraktikerin und stärkt Bartl nicht nur durch ihre Liebe. Ihre naturheilerischen Künste unterstützen Bartls Körper bei der Selbstheilung.

Josef Bartl und Dagmar Paschke glücklich vereint
Josef Bartl und Dagmar Paschke strahlen um die Wette (Foto: Josef Bartl)

Mit Selbstvertrauen zum Erfolg

2000 lief Bartl, der vor seinem Unfall nie besonders sportlich war, seinen ersten Marathon, 2004 den ersten Triathlon. Dieses Erlebnis bezeichnet er in seinem Buch „Immer wenn das Licht kam“ als seine größte Lebenserfahrung.

Bartl ist ein gläubiger Mensch. Er vertraut auf Gott und auf sich selbst. Dieses Selbstvertrauen musste Josef Bartl mühsam aufbauen. Schritt für Schritt ging er nach vorne und dann wieder mit einem großen Schritt zurück und wieder nach vorne. „Ich möchte immer weiter, nie aufgeben!“, sagt Bartl voller Überzeugung.

Sitzt man Josef Bartl gegenüber, hat man das Gefühl einen durch und durch glücklichen Menschen kennengelernt zu haben. Dass dies jedoch so nicht ganz stimmt, beschreibt Bartl in seinem zweiten Buch „Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“.

Von Rückschlägen und dem Neuanfang

In diesem Buch beschäftigt sich Bartl vordergründig mit seiner Posttraumatischen Belastungsstörung, die ihn erst Jahre nach seinem Unfall heimgesucht hat und sein positives Denken oft auf eine harte Probe stellt. In Kapiteln wie „Das Leben geht immer weiter“ und „Warum kann ich nie glücklich sein“, beschreibt Bartl sein Leben von 2005 bis 2009.

Josef Bartl und die Tochter von seiner Freundin Dagmar Paschke
Josef Bartl und Dagmar Paschkes Tochter verstehen sich blendend (Foto: Josef Bartl)

Bartls neuestes Buch „Bis zum Himmel“ erzählt in Wort und Bild von einer Fahrt mit dem Heißluftballon. Diese Fahrt stellt für Josef Bartl weit mehr als ein besonderes Erlebnis dar. Die Ballonfahrt verkörpert für ihn die Symbolik des Fliegens, wenn der Weg nach vorne und nach hinten, nach rechts und nach links versperrt ist.

Multiplikator des Glücks

Bartl will mit und in seinem Leben Menschen helfen, das wahre Glück zu finden. Er möchte sein positives Denken und seine große Motivation für das Leben an andere Menschen weitergeben. Er selbst, so sagt er, habe damit seine Aufgabe gefunden und könne diese voller Leidenschaft leben. Als Medium dienen Bartl seine bisher erschienen Bücher, seine barrierefreie Homepage und Vorträge.

Am Ende seines zweiten Buches zitiert Josef Bartl Sylvester Stallone:
„Du musst dir nehmen, wenn du etwas willst. Keiner kommt dir auf halbem Weg entgegen, keiner schenkt dir irgendetwas, denn das hat die Welt da draußen gar nicht nötig!“ und ergänzt Stallone mit seinen eigenen Worten:
„Wer das kapiert hat, beginnt zu leben!“.

Text: MHA - 05/2011

Fotos: Josef Bartl

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