Zehn Finger Hoffnung

Cover vom Buch „Zehn Finger Hoffnung“ (Foto: Lehmanns Verlag)
Buch Cover (Foto: Lehmanns Verlag)

Ellen Rogers erzählt berührend und humorvoll die Geschichte ihres Sohnes Ned. Aufgrund eines schweren Autounfall wird Ned zum Tetraplegiker. Zurück ins Leben bringt ihn sein Helferäffchen Kasey.

Bis zu seinem Unfall studierte Ned an der University of Arizona Kommunikationswissenschaft. Der schwere Autounfall veränderte sein Leben drastisch. Er musste das selbstständige Atmen, Essen und Sprechen erst wieder erlernen. Denn er ist seitdem hochgradig querschnittgelähmt. Heute kann Ned seine Hände und Arme wieder bewegen und den größten Teil seines Tages selbstständig beschreiten. Zu verdanken hat er dies vor allem seinem Helferäffchen, Kasey.

Die Affendame Kasey

Als die Affendame Kasey in sein Leben tritt, soll sich der Alltag von Ned für immer verändern. Das Kapuzineräffchen, das von einer Stiftung in einem dreijährigen Training zu einem Hilfstier ausgebildet worden ist, zieht bei Neds Familie ein. Kasey unterstützt Ned bei den täglichen Aufgaben wie dem Öffnen einer Wasserflasche, dem An- und Ausschalten des Lichtschalters oder dem Umblättern von Buchseiten. Doch vor allem ist sie Ned eine treue Begleiterin, die ihm seine Freude am Leben wieder schenkt und ihn von seinen Schmerzen befreit.

Boston Monkey College

Das Boston Monkey College bildet regelmäßig Kapuzineraffen als Helferäffchen aus. Die Tiere sind in den USA fast so populär wie bei uns in Deutschland die Assistenzhunde. Selbst in der berühmten Zeichentrick-Serie „Die Simpsons“ wurde den Helferäffchen bereits eine ganze Episode gewidmet. Dabei eignen sich Kapuzineraffen aufgrund ihrer Statur, ihrer Stärke, ihrer Intelligenz und ihres ausgeprägten Sozialverhaltens besonders gut für den Einsatz mit Menschen mit Körperbehinderung. Sie werden bis zu 40 Jahre alt und können ihre Partner viele Jahre lang begleiten.

Mehr als eine Tiergeschichte

Ellen Rogers schrieb mit „Zehn Finger Hoffnung“ mehr als eine Tiergeschichte. Die Mutter von Ned und quasi Adoptivmutter von Kasey veröffentlichte in den USA bereits 2011 die Geschichte ihrer Familie mit dem Helferäffchen. Der Originaltitel lautete „Kasey to the Rescue“ (Deutsch: „Kasey zum Rettungseinsatz“). Sowohl der Originaltitel als auch der der deutschen Übersetzung weisen auf die große Wirkung des kleinen tierischen Helfers hin. Nicht nur für Ned, sondern für seine ganze Familie. „Zehn Finger Hoffnung“ berichtet davon, wie eine Familie lernt, mit einem schweren Schicksalsschlag umzugehen und den heilenden Kräften des besonderen Bandes zwischen Mensch und Tier.

Text: Justin Black - 06/2014
Bilder: Ellen Rogers, Lehmanns Verlag


Ein junger, blonder Mann (Ned) sitzt in einem Raum in seinem Rollstuhl. Auf seinem Schoß sitzt ein Kapuzineräffchen (Kasey) und hält eine 0,2l Wasserflasche für ihn.
Ned und sein Helferäffchen Kasey (Foto: Ellen Rogers)
Foto der strahlenden Großfamilie mit Ned (im Rollstuhl) und Kasey (auf seiner Schulter) in der ersten Reihe
Kasey ist eine Bereicherung für die gesamte Familie (Foto: Ellen Rogers)

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