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Warum ich - warum du?

Topic Status: beantwortet

 » Plauderecke
Landesflagge: DE
Feierabend
Themenersteller
Beiträge: 74
Hallo in die Runde,

es gab viel zu lesen von euch....

wessi hat geschrieben:

@ Feierabend,

Wie stabil ist dein Zustand momentan. Kommst du mit deiner Person zurecht.
Haderst du immer mal noch. Oder schwankt das. Oder steht es auf wackeligen Beinen?
Das würde mich mal interessieren.


Hi wessi,

nett, dass du fragst.

Einige Menschen verteufeln ja förmlich die Arbeit von Psychologen.
Mir allerdings hat er in einem Zeitraum von 2 Jahren das zurecht gerückt, was über 22 Jahre schief lag. Und das ist schon sehr bemerkenswert.
Mein Selbstwert steht aktuell nur auf wackeligen Beinen, wenn ich ein (soziales) (Fehl-)Verhalten bei mir entdecke, welches auf die 10 Jahre andauernde (Zwangs-)Bindung mit einem (deutschen) psychopathischen Nazisten zurückzuführen ist. Ich schreibe die Nationalität lieber dazu, bevor Missverständnisse auftauchen.

Ich hatte mal einen Job am Infopoint in einem Einkaufzentrum. Nach drei Wochen habe ich die Segel dort gestrichen, weil ich vom Kopf nicht darauf klar kam, immer diese toll gestylten und augenscheinlich gesunden Menschen anschauen zu müssen.

Wohingegen ich danach am Empfang in einer kleinen Physiopraxis förmlich meine Bestimmung fand.
Den meist älteren Leuten konnte ich hier zur Hand gehen, ein Glas Wasser bringen, Gespräche führen, halt menschlich sein.

Ich bin heute mit dem Ehepaar, das die Praxis führt immer noch gut befreundet. Und wenn diese Förderung vom A.Amt nicht eingestellt worden wäre, würde ich heute immer noch dort arbeiten.

Leider ist die Praxis so klein, dass Chefe mich nicht ohne Förderung einstellen kann.

Wie steht es um dich und deine Stabilität?

„Aber gibt auch Tage wo die eigene Situation einem bewusst macht wie erbärmlich man doch dran ist. „

Wieviele solcher Tage gibt es im Monat da bei dir?

„Die Spanne dazwischen muss man immer wieder nutzen, um neue Kräfte zu sammeln für die nächsten Steine die den Weg pflastern werden. „

So ist es. Allerdings ist das oft einfacher gesagt als getan, nicht wahr?

Ich will ehrlich sein, ich bin weder des Lebens müde noch depressiv. Aber ich freue mich auf den Tod und die Zeit danach. Wie immer die auch aussehen mag.


@Joy
ZITAT:
„Ich hätte gerne noch selbst die Chance am Leben was zu drehen und meine Möglichkeiten zu entfalten, statt mir von irgendwem alles vorausplanen zu lassen.“

Ich glaube, die hast du auch. Die Planung für dein Grundgerüst steht vielleicht irgendwo geschrieben. Aber wie die Inneneinrichtung aussehen soll, kann alle Jubeljahre variieren und sollte nach deinem Geschmack sein. icon_smile.gif

Ich ende hier mal.

Beste Grüße




Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei.
Sokrates
Verfasst am: 29. 08. 18 [08:11]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Gelöschter Benutzer
Hallo Feierabend,

die, die Psychotherapie verteufeln, haben evtl. ein Problem damit, dass während der Therapie in deren Seelenleben rumgewühlt wird oder haben negative Erfahrungen mit schlecht ausgebildeten Therapeuten gemacht. Zudem wirkt sicher noch das Bild der vorherigen Generationen nach, dass man gefälligst stark zu sein hat und keinen Therapeuten braucht, die nur Quaksalber sind. Für Männer gilt das noch mehr als für Frauen.

Ist doch gut, wenn du mit der Therapie so viel aufarbeiten konntest.

Gehen die Vorurteile schon so weit, dass man bei Narzisten annimmt, es wären Ausländer? So ein Schmarn. Das ist im Charakter begründet, sicher nicht in der Nationalität.

Warum sind gestylte Menschen denn so derart gestylt? Die wollen auch nur bei anderen möglichst gut ankommen (schwaches Selbstbewusstsein) und geliebt werden. Viele Schicksale und Krankheiten sieht man einem auch in keinster Weise an.

Schade, dass du nicht mehr in der Praxis arbeiten kannst, umso schöner, dass eine bleibende Freundschaft entstanden ist.

Woher bist du dir so sicher, dass es nach dem Tod so wahnsinnig viel besser wird?

Das Gerüst mit dem Knast des Körpers steht ja schon. Aber ich bin schon am einrichten
icon_biggrin.gif

Lg Joy
Verfasst am: 29. 08. 18 [11:33]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Landesflagge: DE
Feierabend
Themenersteller
Beiträge: 74
Hi Joy
Joy89 hat geschrieben:

Gehen die Vorurteile schon so weit, dass man bei Narzisten annimmt, es wären Ausländer? So ein Schmarn. Das ist im Charakter begründet, sicher nicht in der Nationalität.


Ohjee, ich hätte das doch weglassen sollen weil ich mir schon sowas dachte. Im Grunde stimme ich dir da auch zu, aaaber...... ......... egal. Das artet nur wieder aus und man gerät off-topic.

Joy89 hat geschrieben:

Warum sind gestylte Menschen denn so derart gestylt? Die wollen auch nur bei anderen möglichst gut ankommen (schwaches Selbstbewusstsein) und geliebt werden. Viele Schicksale und Krankheiten sieht man einem auch in keinster Weise an.


Ich hab ja nix gegen stylen oder so. Ich mache mich ja selbst auch zurecht, wenn ich Ausgehe. Aber den ganzen Tag den Blick auf shoppende glückliche und schöne Menschen, das hab ich damals einfach nicht gepackt. Und auch der Gedanke, dass jener schöne Mensch auch seine Probleme hat, half nicht viel.

Joy89 hat geschrieben:

Woher bist du dir so sicher, dass es nach dem Tod so wahnsinnig viel besser wird?


Ich weiß es (heute) einfach :->
Und dieses (mein) "Wissen", läßt mich mich zum Einen leichter durchs Leben humpeln und zum Anderen lächel ich heute (m)ein Problem an und versuche es zu lösen, statt wie einst sinnlos darüber zu lamentieren, mich aufzuregen oder gar Ängste deswegen aufkommen zu lassen.

Vielleicht eröffnen wir ja mal für die Thematik 'was kommt nach dem Tod - oder eben nicht' einen neuen Thread.
Ist sicher auch ein interessantes Thema. Und wer von uns oder ein Familienmitglied hatte nicht schon mal ein Erlebnis mit der ... ich sag mal "Geisterwelt"? "ICH" werden sicher viele rufen. Aber ob das wirklich so stimmt? *nett lächelnder Smilie*

Rationalen Menschen passiert sowas zwar eher selten, aber auch die haben schon Erzählungen gelauscht, welche sie dann allerdings mit einem Augenrollen als Spinnerei abtaten. Jedoch gilt hier natürlich auch; jeder wie er mag, glaubt, denkt oder es eben halt einfach nur gern hätte. *zwinkerSmilie*

Joy89 hat geschrieben:

Das Gerüst mit dem Knast des Körpers steht ja schon. Aber ich bin schon am einrichten


Knaststäbe kann man wunderbar verzieren *zwinkersmilie*

Welchen Einrichtungsstil bevorzugst du da denn so?

Beste Grüße





[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.08.2018 um 12:22.]

Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei.
Sokrates
Verfasst am: 29. 08. 18 [12:17]
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Gelöschter Benutzer

Hi Feierabend,

Ich hab ja nix gegen stylen oder so. Ich mache mich ja selbst auch zurecht, wenn ich Ausgehe. Aber den ganzen Tag den Blick auf shoppende glückliche und schöne Menschen, das hab ich damals einfach nicht gepackt. Und auch der Gedanke, dass jener schöne Mensch auch seine Probleme hat, half nicht viel.

Soll so viel heissen wie... dass du vielleicht eifersüchtig bist? Brauchst du nicht, jeder hat seinen Kram, auf seine ganz persönliche Weise. Ob reich und schön oder eher nicht, irgendeinen Mist hat jeder, mit dem er sich rumschlagen muss.


IVielleicht eröffnen wir ja mal für die Thematik 'was kommt nach dem Tod - oder eben nicht' einen neuen Thread.
Ist sicher auch ein interessantes Thema. Und wer von uns oder ein Familienmitglied hatte nicht schon mal ein Erlebnis mit der ... ich sag mal "Geisterwelt"? "ICH" werden sicher viele rufen. Aber ob das wirklich so stimmt? *nett lächelnder Smilie*

Wie soll man dass denn jetzt verstehen? Du glaubst an sowas wie ein Leben nach dem Tod, aber nicht, dass die nach dem Leben auch mal Kontakt mit Lebenden aufnehmen? Oder meinst du was anderes?

Rationalen Menschen passiert sowas zwar eher selten, aber auch die haben schon Erzählungen gelauscht, welche sie dann allerdings mit einem Augenrollen als Spinnerei abtaten. Jedoch gilt hier natürlich auch; jeder wie er mag, glaubt, denkt oder es eben halt einfach nur gern hätte. *zwinkerSmilie* Tja, die glauben eben auch nur, was sie sehen und öffnen sich für vieles weitere gar nicht erst... Da fällt mir der Film Horton hört ein Hu ein. Zu denken, was man nicht sehen oder hören kann, gibt es nicht, kann da schon schwer dramatisch ausgehen.


Welchen Einrichtungsstil bevorzugst du da denn so?

Ach, ich seh mich noch im Möbelhaus um icon_biggrin.gif

Nein, aber ich hab es mir einigermaßen fein gemacht. Gute Wohngegend, sichere Wohnung, paar Freunde, bischen Arbeit, bischen Geld, damit es einen Anschein von normalen Leben hat. icon_smile.gif

lg Joy
Verfasst am: 29. 08. 18 [14:43]
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Gelöschter Benutzer
Hallo Joy,
es wäre nett wenn du zitiertes auch als solches kennzeichnest, das ist ja ein Wirrwarr da blickt man nicht mehr durch.
Danke
Rudi
Verfasst am: 29. 08. 18 [16:13]
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Feierabend
Themenersteller
Beiträge: 74
Hi Joy,

Vielleicht bearbeitest du nochmal dein Post und setzt das von mir Geschriebene als Zitat zumindest in Anführungszeichen. Ich war anfangs nämlich etwas verwirrt. icon_wink.gif

ZITAT:
"Oder meinst du was anderes?"

nö, ich meinte das so wie geschrieben. Du hast dich wahrscheinlich verlesen oder missverstanden.

"Geister" können sich sehr wohl bemerkbar machen.
Nur Menschen, die eher rational unterwegs sind und dem Thema völlig unaufgeschlossen, werden solche Erlebnisse eher selten bis gar nicht haben. Das meinte ich.

ZITAT:
"Nein, aber ich hab es mir einigermaßen fein gemacht. Gute Wohngegend, sichere Wohnung, paar Freunde, bischen Arbeit, bischen Geld, damit es einen Anschein von normalen Leben hat"

Na das klingt doch erstmal gut! Allerdings nicht, wenn es sich nur um den Anschein dreht. Etwas Normalität fühlen ist auch ziemlich wichtig.

Beste Grüße



Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei.
Sokrates
Verfasst am: 29. 08. 18 [16:21]
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Richard64
Beiträge: 16
Hallo,

ich bin nicht religiös, daher hat sich mir nie die Frage gestellt ob ich jetzt etwas falsch gemacht habe oder ob ich "böse" war. Aber die Frage "Warum ich?", die stellt sich wahrscheinlich jeder mindestens einmal im Leben.

Mein Problem über viele Jahre hinweg war, dass ich nicht die "eine" Einschränkung habe, sondern zwei chronische Krankheiten, die jeweils völlig verschiedene Handicaps bewirken und die Kombination echt unglücklich für mich ist.

Daher hab ich jetzt 6 Jahre rummachen müssen, bis das endlich anerkannt wurde, so wie es ist. Und deshalb hab ich mich garantiert zig mal gefragt: Warum ich? (wegen dem ganzen Behördenärger).

Hab viele Schwerbehinderte im Bekanntenkreis, aber die haben alle nur dieses "eine" Handycap, wie z.B. Verkehrsunfall - Bein amputiert oder MS im Rolli. Bin der einzige im Bekanntenkreis, der zwei chronische Krankheiten hat, die sich gegenseitig beeinflussen.

Das ist nicht nur ein Behördenproblem, sondern auch schwierig bei den Ärzten, denn jeder sieht sein Fachgebiet als das wichtige an und stellt entsprechende Forderungen was man tun oder lassen soll. Manches kann ich aber gar nicht, weil es sich gegenseitig ausschließen tut.

Das ist ein ewiger Kampf und da frag ich mich ständig - warum ich?

Warum ist es bei vielen anderen so einfach dass z.B. der Rentenantrag ruckzuck durchflutscht und ich selbst null Chance habe? Warum muss ich jeden Tag um die Existenz kämpfen und viele andere scheinbar nicht?

Warum ich?

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Grüße
Verfasst am: 30. 08. 18 [05:25]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Gelöschter Benutzer
Hi Feierabend,

hab das mit dem zitieren schon versucht, aber irgendwie check ich es nicht. Entweder der macht den ganzen Text oder es ist alles wieder weiß.

Dann halt nur Antworten auf das Geschriebene.

So hatte ich das auch nicht unbedingt gemeint. Hatte da schon auch sehr crazy Erlebnisse gehabt, bei denen viele mich als verrückt darstellen würden. Nur manchmal denke ich mir, haben die nicht eigentlich besseres zu tun, als immer noch bei den Lebenden abzuhängen?

Es ist kein Fake, das ist alles schon so. Aber das tiefere, jeden Tag mit auch den kleinsten Kleinigkeiten kämpfen, dass versuche ich möglichst niemanden wissen zu lassen. Dafür kommen zu viele blöde Kommentare. Z.B. war ich gestern mit jemanden im Biergarten und da herrscht ja leider Selbstbedienung. Ich hasse das, weil meine Hand immer zittert und z.B. dabei das volle Glas immer droht zu verschütten oder das Tablett schief wird und der Teller rutscht. Da habe ich die denkbar einfachste Lösung gewählt, mir eine Pfandflasche gekauft und aus der Flasche getrunken. Und der andere war so lieb und hat mir später Essen mitgebracht. Dann stellen sich so Probleme nicht. Man kann für vieles Strategien entwickeln. icon_biggrin.gif

lg Joy
Verfasst am: 30. 08. 18 [10:41]
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Feierabend
Themenersteller
Beiträge: 74
Hi Richard,

Cool, dass du dich eingeklinkt hast...

Richard64 hat geschrieben:

ich bin nicht religiös,

Gottbewahre icon_lol.gif
Ich auch nicht!

Richard64 hat geschrieben:

... daher hat sich mir nie die Frage gestellt ob ich jetzt etwas falsch gemacht habe oder ob ich "böse" war.


*amKopfkratz*
versteh ich nicht.

Richard64 hat geschrieben:

Aber die Frage "Warum ich?", die stellt sich wahrscheinlich jeder mindestens einmal im Leben.


Ah, und weil ich vielleicht glaube, dies ist (m)eine Prüfung oder Bestrafung, muss ich automatisch religiös sein?
quatsch...

Weißt wie ich mein?



Richard64 hat geschrieben:

Mein Problem über viele Jahre hinweg war, dass ich nicht die "eine" Einschränkung habe, sondern zwei chronische Krankheiten, die jeweils völlig verschiedene Handicaps bewirken und die Kombination echt unglücklich für mich ist.


Inwiefern, wenn ich fragen darf? Wenn du darauf nicht näher eingehen willst, - völlig ok.




Richard64 hat geschrieben:

Daher hab ich jetzt 6 Jahre rummachen müssen, bis das endlich anerkannt wurde, so wie es ist.
Und deshalb hab ich mich garantiert zig mal gefragt: Warum ich? (wegen dem ganzen Behördenärger).


Wie ist die Antwort? Gibt's eine?

Ok, dass mit den Behörden ist jetzt im Sack. Und 6 Jahre können schon an den Nerven zerren.
Möglich, dass Du doppelt Ärger und Rennereien hattest aber viele Leute mit "nur" einer Behinderung hatten auch mal diese Rennereien.



Richard64 hat geschrieben:

Hab viele Schwerbehinderte im Bekanntenkreis, aber die haben alle nur dieses "eine" Handycap, wie z.B. Verkehrsunfall - Bein amputiert oder MS im Rolli.
Joa... da kann man schon beinahe neidisch werden.
Richard64 hat geschrieben:
Bin der einzige im Bekanntenkreis, der zwei chronische Krankheiten hat, die sich gegenseitig beeinflussen.


Nein, im Ernst,
Auch hier möcht ich erstmal wieder fragen, inwiefern?
Sonst fällts mir schwer näher drauf einzugehen. Was ich vielleicht gern tun würde. So wie hier:

Richard64 hat geschrieben:

Das ist nicht nur ein Behördenproblem, sondern auch schwierig bei den Ärzten, denn jeder sieht sein Fachgebiet als das wichtige an und stellt entsprechende Forderungen was man tun oder lassen soll. Manches kann ich aber gar nicht, weil es sich gegenseitig ausschließen tut.


Wenn man mehr Details hätte... Aber ja, die Sache mit den Ärzten ist so eine Sache und gibt es in den verschiedensten Variationen. Von den Behörden ganz zu schweigen. Ich kann Am*läufe* oft verstehen.

Richard64 hat geschrieben:

Das ist ein ewiger Kampf und da frag ich mich ständig - warum ich?


Ich hätte da ja so einige Theorien. icon_cool.gif

Richard64 hat geschrieben:

Warum ist es bei vielen anderen so einfach dass z.B. der Rentenantrag ruckzuck durchflutscht


Weil es bei denen eindeutig ist, vielleicht.

Richard64 hat geschrieben:

und ich selbst null Chance habe?


Die Frage hast du ja oben schon selbst beantwortet.

Richard64 hat geschrieben:

Warum muss ich jeden Tag um die Existenz kämpfen und viele andere scheinbar nicht?


korrekt: scheinbar.

Und die, die nicht kämpfen müssen, haben möglicherweise in einem Leben davor den Kampf schon mal gewonnen.

Ohne jetzt religiös klingen zu wollen.

Beste Grüße .



Hey Joy *wink

Zitat:
"haben die nicht eigentlich besseres zu tun, als immer noch bei den Lebenden abzuhängen?"

*grins
Wäre ein eigenes Thema wert, oder?


Ich weiß in jedem Fall was du meinst. Ich war auch gezwungen immer wieder Strategien zu entwickeln.
Und es hört eigentlich nie auf, oder?

Ich weiß ja nicht, wie dein Naturel so ist, Joy, aber warum sagst du denen nicht, dass du n bissel wackelig unterwegs bist und fragst, ob man dir bitte, in dem Fall das Bier an den Tisch bringen könnte? Warum sich das Leben an Stellen noch schwerer machen, wo man erst recht gechillt sein sollte.

Ich schlag mich Tag um Tag mit einer Behinderung herum und durchs Leben, und den Milchkaffee samt Kuchen bringt mir die Kampsfrau selbstverständlich gern zum Tisch. wenn sie hört, dass mir das nicht möglich ist.
Wenn sie dabei dann noch lächelt, bedanke ich mich beim Rausgehen sogar noch für den tollen Service und die Freundlichkeit. Das pusht die gute Frau für die nächsten paar Stunden und ich musste mich nicht rumquälen.
Und hey... zudem bezahl ich ihren Lohn.... Also bitte.
Das jedenfalls ist so meine Art .... -und Denkweise. icon_wink.gif

Beste Grüße



Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei.
Sokrates
Verfasst am: 31. 08. 18 [18:09]
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wessi
Beiträge: 348
Hallo Leute,

@ Richard, bei mir ist es ähnlich. Nicht dieses eine Handicap, sondern viele chronische Dinge ( auch eine seltene seit Geburt ) plus schwerer Verlauf Rheumatisch greifen bei mir ineinander. Und wie du sagst man kämpft nur. Egal ob um Job, um Rechte, mit Behörden, um finanzielle Sicherheit, Behandlungen u.v.m.
Die Frage warum ich habe ich mir überwiegend in der Kindheit lange gestellt.
Ich wurde gehänselt wegen einer Äußerlichkeit des Geburtssyndroms.....Riesen Feuermal, größere, dickere Extremitäten.

Heute interessiert mich das Gaffen anderer nicht mehr. gehe ins Schwimmbad wenn ich dann darf. Durfte ich sehr lange nicht wegen offener Wunden.

Denke auch man muss nicht religiös sein um sich zu fragen warum ich, habe ich etwas verbrochen??
Kommt glaube ich automatisch wenn man nur mit Krankheit und den Folgen konfrontiert ist.
Hängt vielleicht auch manchmal mit dem Elternhaus zusammen. Wird man da nicht gestärkt, unterstützt ist es u.U. schwieriger chronische Dinge zu akzeptieren.

Heute nach vielen Behandlungen bin ich austherapiert. Lebe von Rente was ich noch immer noch nicht verdauen kann.....
und suche eine neue Orientierung was gar nicht einfach ist. Mein Job, die Kollegen waren meine zweite Familie.

@ Feierabend, immer noch sehr spannendes Thema.
Immer noch hatte ich nicht die Muße meine Sicht nieder zu schreiben. Folgt aber noch. Jetzt ist im Hintergrund meine Frau und wartet, wir wollen einen Film schauen. Wird heute also wieder nichts.
icon_biggrin.gif icon_smile.gif icon_biggrin.gif schade!

Wollte aber noch schnell danke sagen für deine Antwort zu meiner Frage wie stabil du heute bist.
Vielen dank für die ausführliche Schilderung. Muss ich noch näher ein anderes mal darauf eingehen.

@ Joy, na dann. Bin ich nicht ganz alleine. Was waren die Krankheiten weshalb du als Kind oft in der Klinik warst??
Und du hast so recht. Wäre jeder heute kriminell weil er eine schlechte Kindheit hatte, dann gute Nacht.
Finde das immer doof von Anwälten und Richter, das da so arg auf die Mitleidstour gemacht wird.....und die Opfer??
Jeder kann ein guter Mensch werden, trotz blöder Kindheit!!

Das will ich auch hoffen das du nicht über die Brücke springst.....
Ja dun hast recht. Es gibt schon Tage da hadert man....mit sich, mit der Welt. Mit seinem Schicksal. Krankheit, Folgen.

Ob ich an Bestimmung glaube?? JA!! Und nein. Ja, ich denke vieles ist einen einfach in die Wiege gelegt, einmal durch die Gene ( das können wir schlecht verhindern ) wenn dann Krankheit droht, oder Behinderung. manches ist aber auch beeinflussbar, wie der Weg weiter gehen kann.

Beispiel! Jemand ist von Geburt an Krank, versucht das Beste daraus zu machen, hat dann noch einen Unfall bei dem er schwer verletzt wird, flüchtet dann in Alkohol oder Drogen.......letzteres hätte er verhindern können.

Mit eisernem Willen, Und den richtige Menschen an seiner Seite. Manchmal kommt es darauf an wie man mit seinem schon vorhandenem Schicksal umgeht. Einige flüchten eben in Drogen, andere rappeln sich auf, wieder andere werden erst richtig stark dadurch, versuchen anderen beizustehen.

Vieles ist glaube ich Bestimmung. der Rest ist unser Weg wie wir ihn gepflästert haben.

Was meinst du damit, plant bei dir jemand voraus, oder für dich??

Selbstbestimmt zu leben, selber gestalten kann glaube ich jeder. Egal wie krank er ist. Dazu braucht es sehr viel Mut, Disziplin, und Menschen die an dich glauben!

Das mit gelähmt sein, da hatte ich komplett gelähmt im Kopf, das stelle ich mir ganz schlimm vor. kann auch nicht sagen wie ich damit umgehen würde. Wenn ich ehrlich bin, mir reichts auch an Einschränkungen.
Aber aus Erfahrung der letzten Jahre kann man sich denken, es ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

So, ich muss für heute Feierabend machen.

grüße euch alle
wessi



Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen. ( Gerechtigkeit ) ;)
Verfasst am: 31. 08. 18 [20:45]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people