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Umzug durch Krankheit, anderes Bundesland eventuell mit Grundsicherung

Topic Status: beantwortet

 » Bauen & Wohnen
Gelöschter Benutzer
@wessi,
es braucht keine Behinderung um in "Betreutes wohnen" zu kommen, es reicht Rentner zu sein, manchen haben aber auch eine Mindestaltersgrenze.

@Lexia,
auch als Hartz IV Empfängerin hättest du Mehrbedarf bekommen, entweder hast du die Voraussetzungen (Siehe Link) nicht erfüllt oder nicht beantragt. Die Regel sind 17% vom Regelsatz der bis zu 35% steigen kann für besondere Ernährung die ärztlich und per Gutachter aber nachgewiesen werden muß.
Erfahrungen sind ja ganz nett oder auch nicht, bindend sind aber nun einmal gesetzliche Grundlagen!
Genau diese versuche ich für alle Leser zu dokumentieren.
Ich steig dann hier mal aus.
Schönen Abend
Rudi

Edit: In der Wohngemeinschaft hast du und deine Mutter jeweils als Regelsatz 416,-€ bekommen? Das wäre nicht möglich.
Verfasst am: 26. 08. 18 [17:47]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
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Lexia
Themenersteller
Beiträge: 40
Ne beantragt habe ich das nicht, weil ich das bis vor kurzem gar nicht wusste, habe das erst im Internet gelesen als ich nach Wohnung suchte um zu wissen, was übernommen werden kann und wann eine Wohnung abgelehnt werden kann für meine Mutter.

Warum ist das nicht möglich? 416€ steht jedem zu, wir sind keine Bedarfsgemeinschaft im Sinne von Ehepaaren, wir sind Mutter und Tochter, das einzige was geteilt wird ist die Miete und wir bekamen beide das selbe, nämlich 660€ insgesammt x2.
Verfasst am: 26. 08. 18 [17:53]
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Gelöschter Benutzer
Siehst du, nicht beantragt, da haben wir es schon. Pech gehabt.
Entscheidend ist der Buchstabe G in Ihrem Ausweis, der in der Regel einen Mehrbedarf von 17% rechtfertigt.


Wer gehört zur Bedarfsgemeinschaft?



Wer gehört zur Bedarfsgemeinschaft? Wer nicht?


Zur Bedarfsgemeinschaft gehören




##der oder die erwerbsfähige Hilfebedürftige
##die im Haushalt lebenden eigenen Kinder und die Kinder des Partners, solange sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und unverheiratet sind und kein ausreichendes eigenes Einkommen oder Vermögen haben
##die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten, erwerbsfähigen Kindes, das das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils
##der Ehepartner, der eingetragene Lebenspartner
##eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen (Einstehensgemeinschaft).

Ein solcher wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Personen länger als ein Jahr zusammenleben oder mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben oder Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder befugt sind, über Einkommen oder Vermögen der anderen zu verfügen.

Ist einer der vier genannten Punkte erfüllt, wird davon ausgegangen, dass die Partner in einer Bedarfsgemeinschaft zusammenleben. Die Beweispflicht, dass eine solche Bedarfsgemeinschaft nicht vorliegt, liegt beim Antragsteller. Dieser muss durch Vorlage geeigneter Unterlagen, Beweise, Erklärungen beweisen, dass hier eine solche Einstehensgemeinschaft nicht vorliegt. Eine bloße Behauptung, dass keine Bedarfsgemeinschaft gebildet sei, ist hierfür nicht ausreichend.


Zur Bedarfsgemeinschaft gehören nicht




##Kinder, die ihren Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen oder Vermögen bestreiten können
##verheiratete Kinder und Kinder, die bereits 25 Jahre alt sind, auch wenn sie mit den Eltern unter einem Dach wohnen
##dauerhaft getrennt lebende (Ehe-)Partner
##Großeltern und Enkelkinder
##Onkel/Tanten und Nichten/Neffen
##Geschwister, soweit sie ohne Eltern zusammenleben
##sonstige Verwandte und Verschwägerte
Winke winke,
genug Informationslinks habe ich nun gegeben, lesen muß sie jeder selber.
Rudi
Verfasst am: 26. 08. 18 [18:03]
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wessi
Beiträge: 363
Danke Rudi,

dachte du hast ein ein Handicap. Klar ziehen auch welche des Alters wegen in betreutes Wohnen.
Aber meist dann wenn es halt schwieriger wird sich selber zu versorgen.
Du hast ja einen GdB und Einschränkungen. Vielleicht magst du nicht darauf antworten, ist auch okay.

Danke für deine genauen Ausführungen. Es ist schon viel wert wenn jemand hier ist der rechtlich fundiertes Wissen weiter gibt. Bin da auch dankbar dafür.

Wie gesagt es ist manchmal ein Dschungel bei dem nicht jeder sofort durchblickt. Und Gesetze ändern sich noch dazu oft.

@ Lexia, Zur Bedarfsgemeinschaft, hattest du nicht gesagt deine Mutter pflegt dich? Könntest du ohne deine Mutter den Haushalt führen? Oder einkaufen usw. wenn nicht gestaltet sich die Bedarfsgemeinschaft nochmal anders.

gruß wessi

Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen. ( Gerechtigkeit ) ;)
Ganz Wichtig für Euch Alle: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Ausnahmen bestätigen die Regeln.
Leben und Leben Lassen.
Verfasst am: 26. 08. 18 [18:33]
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Lexia
Themenersteller
Beiträge: 40
wessi hat geschrieben:

@ Lexia, Zur Bedarfsgemeinschaft, hattest du nicht gesagt deine Mutter pflegt dich? Könntest du ohne deine Mutter den Haushalt führen? Oder einkaufen usw. wenn nicht gestaltet sich die Bedarfsgemeinschaft nochmal anders.


Genau, ohne meine Mutter könnte ich vieles nicht, das hat aber für das Arbeitsamt keine Bedeutung und Pflegegeld darf auch nicht angerechnet werden. Dadurch das wir aber Mutter und Tochter sind und ich über 25, sind wir keine Bedarfsgemeinschaft wo man das Einkommen zusammen zählt, wie z.B bei Ehepaaren oder Freund und Freundin. Das einzige was eben zählt sind die Mietkosten, weswegen ich auch ohne meine Mutter nicht umziehen dürfte, zumindest nicht ohne Job oder triftigen Grund. Wobei das relativ ist, da keiner von uns beiden einen Job hat und daher eh egal ist, aber würde meine mutter was finden, würde ich weiterhin meine Grundsicherung bekommen, bei Ehepaaren müsste dann der der Arbeitet für den Partner aufkommen und der andere bekäme nur die differenz dazu, sofern das Gehalt nicht hoch genug ist.
Verfasst am: 26. 08. 18 [18:43]
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wessi
Beiträge: 363
Ja stimmt Lexia,
ist dem Amt ja egal. Zählt einfach als Bedarfsgemeinschaft, die müssen davon ausgehen das man die Kohle zusammen legt bei Nahrung etc. nicht nur Miete teilt. Ist wie Rudi schriebt, müsste man durch Unterlagen das Gegenteil beweisen.
Nur dann wäre eine Chance.
Wiederum gibt es viele Paare, sogar Ehepaare die wirklich streng teilen. Glaubt kein Schwein, gibts aber.

Weiter viel Erfolg bei der Wohnungssuche euch.
Ich für meinen Teil lege das momentan auf Eis.
Ist mir zu mühsam, viele andere Dinge sind zu bearbeiten.

gruß und angenehmen Abend!
wessi

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Verfasst am: 26. 08. 18 [19:20]
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Gelöschter Benutzer
wessi hat geschrieben:

Danke Rudi,

dachte du hast ein ein Handicap. Klar ziehen auch welche des Alters wegen in betreutes Wohnen.
Aber meist dann wenn es halt schwieriger wird sich selber zu versorgen.
Du hast ja einen GdB und Einschränkungen. Vielleicht magst du nicht darauf antworten, ist auch okay.

Danke für deine genauen Ausführungen. Es ist schon viel wert wenn jemand hier ist der rechtlich fundiertes Wissen weiter gibt. Bin da auch dankbar dafür.

Wie gesagt es ist manchmal ein Dschungel bei dem nicht jeder sofort durchblickt. Und Gesetze ändern sich noch dazu oft.

@ Lexia, Zur Bedarfsgemeinschaft, hattest du nicht gesagt deine Mutter pflegt dich? Könntest du ohne deine Mutter den Haushalt führen? Oder einkaufen usw. wenn nicht gestaltet sich die Bedarfsgemeinschaft nochmal anders.

gruß wessi


Ich melde mich noch mal.
Ich schrieb" es braucht keine Behinderung", das heisst nicht daß ich keine habe, ich habe GdB 100 "g", "ag", "B" es reicht mir bei weiten, zu viel um alles aufzuführen.

Gruß
Rudi
https://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Grundsicherung/Leistungen-zur-Sicherung-des-Lebensunterhalts/3-bedarfsgemeinschaft-haushaltsgemeinschaft.html
Verfasst am: 26. 08. 18 [19:44]
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Lexia
Themenersteller
Beiträge: 40
Danke Wessi
Verfasst am: 26. 08. 18 [20:25]
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Lexia
Themenersteller
Beiträge: 40
Hallo Rudi, heute kam die Antwort wegen Frankfurt und WBS Wohnungen:

Sehr geehrte Frau Emanuela,

leider können wir Sie nicht für eine öffentlich geförderte Wohnung in Frankfurt am Main vormerken.

Da es bei der Stadt Frankfurt am Main um ein Gebiet mit erhöhtem Wohnungsbedarf handelt gelten für den Bezug von öffentlich geförderten Wohnungen besondere Voraussetzungen.

Unter anderem muss eine Bindung an die Stadt gegeben sein.

Diese Bindungsvoraussetzung ist erfüllt wenn der Bewerber seit mindestens einem Jahr in Frankfurt wohnt und mit Hauptwohnsitz hier gemeldet ist.

Wie Sie in Ihrer Mail erwähnen wohnen Sie derzeit in XXXX.

Wir können Ihnen deshalb nur empfehlen sich auf dem freien Wohnungsmarkt umzuschauen oder sich um eine öffentlich geförderte Wohnung in Ihrer Heimatgemeinde zu bewerben.

Mit freundlichen Grüßen
Verfasst am: 27. 08. 18 [14:29]
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wessi
Beiträge: 363
Hallo Lexia,

ich heiße zwar nicht Rudi, mische mich trotzdem kurz ein.

Die Antwort die du da bekommen hast ist typisch. Und natürlich niederschmetternd.

Man kann nicht mehr tun außer sich Bemühen um Wohnraum. Du bleibst weiter am Ball.
Da bin ich sicher. Aber solche Antworten sind irgendwie Ausreden.......

Nur weil man keinen Bezug hat, seit einem Jahr dort lebt eine Absage?? Komisch.
Ist wohl eher vorgeschoben der Grund. Und das in der Region erhöhter Wohnungsbedarf ist, na ja.

Ist ja heute in jeder großen Stadt.

gruß und weiter suchen!!
wessi

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Verfasst am: 27. 08. 18 [16:50]
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