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Suche Begleitung wegen Arztphobie

Topic Status: beantwortet

 » Gesundheit, Hilfsmittel & Medikamente
Landesflagge: DE
lina321
Themenersteller
Beiträge: 3
Hallo,
bin am verzweifeln!

Wo finde ich eine Fachkraft,
welche mich, wegen meiner Phobie,
beständig zum Arzt begleitet und dort die Kommunikation übernimmt,
und wie kann solches, finanziell bewältigt werden?
Freue mich über Rückmeldungen!
Viele Grüße!
Verfasst am: 30. 08. 19 [10:30]
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idur65
Beiträge: 1759
Hallo lina,
hast du keine Angehörigen, Partner, Freunde etc.?
Hast du einen Pflegegrad?
Es gibt soziale Einrichtungen die dich kostenlos begleiten. Da ich deinen Wohnort nicht kenne kann ich da keine gezielte Adresse posten.

Gruß idur

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück!
Verfasst am: 30. 08. 19 [10:48]
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lina321
Themenersteller
Beiträge: 3
Hallo,
danke für die Rückmeldung!
Wegen meiner Sozialphobie habe ich keinen Kontakt und bitte deshalb hier um Einfühlung und Verständnis.
Bei Soziale Einrichtungen habe ich durchgefragt, jedoch ohne Erfolg, zudem habe ich keinen Pflegegrad.
Suche eine beständige Fachkraft, welche sich meinem Fall annimmt.
Wäre dazu eine Annonce nötig und wie sollte die Bezahlung sein?
Viele Grüße!


[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.2019 um 11:39.]
Verfasst am: 30. 08. 19 [11:28]
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idur65
Beiträge: 1759
Sorry, ich kann dir dazu nur noch einen Link anbieten:
https://www.oberbergkliniken.de/service-navigation/aktuelles/soziale-phobie-isolation-und-ihre-folgen-risikofaktor-fuer-psychische-krankheiten/

Gruß idur

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück!
Verfasst am: 30. 08. 19 [11:59]
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eva2019
Beiträge: 379
Liebe Lina,
ich habe zwar keine Phobie vor dem Arzt, aber ich habe so meine Erfahrungen und bräuchte auch Jemanden, der später als Zeuge auftritt, falls der Arzt mehr auf die Krankenkasse als auch mich hört. Mir hat meine Haushaltshilfe eine Freundin vermittelt, die ich ebenso mit 15 Euro pro Stunde aus eigener Tasche bezahlt habe.
Dem Arzt habe ich ja nicht gesagt, dass die Dame als Zeugin dabei ist, er meinte vielleicht, es sei meine Begleitung, die mir beim Einsteigen in die Öffentlichen hilft. So hat er trotzdem er selbst sein dürfen und er hat doch seine Aufgabe prima gemeistert. Also habe ich sie umsonst bezahlt, aber lieber so als umgekehrt; das Leben hat mich gelehrt. …

Was ich dir vorschlagen kann, wäre, dass du bei der Nachbarschaftshilfe anrufst. Hatte ich auch mal in Anspruch genommen. Wenn es mehrere Stunden sind, kannst du mit Damen individuell ausmachen von 10 bis 15 euro pro Stunde.

Würde bei dir nicht reichen, dass Jemand einfach nur dabei ist (?), dann könntest du doch trotzdem alleine sprechen? Niemand kann deine Lage so nachempfinden – dass er für dich sprechen kann – das wäre nicht authentisch. Gerade ein Arzt muss sich ein klares Bild machen. Es ist nicht schlimm, wenn dir die passenden Worte nicht in richtigem Moment einfallen, das musst du ihm allerdings auch sagen, damit er das nicht falsch deutet. Daran kommst du einfach nicht vorbei.
Alles Gute!

@lieber idur,
Ich weiß nicht, woher du das Info hast, dass die sozialen Einrichtungen so was übernehmen und auch noch kostenlos. Mir hat noch keine soziale Einrichtung was geholfen und ich kann mir auch nicht alleine die Rampe vor dem Rollstuhl an der U-Bahn hinlegen. Sie sind eher daran bemüht, eine alleinstehende Person in ein Pflege-/Alersheim zu stecken icon_frown.gif
lg
Verfasst am: 30. 08. 19 [13:40]
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idur65
Beiträge: 1759
Liebe eva,
München ist nicht Frankfurt, hier kann ich dir 3 Adressen geben die Senioren und Behinderten unentgeltlich unter die Arme greifen. Sei es spazieren gehen, einkaufen oder Arztbegleitungen.
Es sind carikative Einrichtungen die mit Freiwilligen arbeiten oder mit Leuten im sozialen Jahr.

Gruß idur

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück!
Verfasst am: 30. 08. 19 [15:39]
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lina321
Themenersteller
Beiträge: 3
Hallo,
vielen Dank für eure Beiträge!

Das Problem ist, daß ich wegen einer Erkrankung zum Allgemeinarzt gehen sollte, ich es jedoch nicht schaffe wegen meiner Angst
und sollte ich es doch dorthin schaffen, bekomme ich kein Wort raus und das ist nicht besonders förderlich für ein Gespräch.

Eine Fachkraft hätte den Überblick und könnte vermitteln.
Traurig, daß es sowas nicht gibt, denn ich schaffe es nicht von meiner Rente, eine Person zu bezahlen.
Zwei Krankenkassen hatten eine solche Begleitung im Angebot, waren jedoch ständig überlastet.

Schwierig evtl. auch wegen dem Stigma "Psychisch krank", da klingt "Patientenmanager" etwas neuraler?
Viele Grüße!

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 31.08.2019 um 08:30.]
Verfasst am: 31. 08. 19 [08:04]
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eva2019
Beiträge: 379
lina321 hat geschrieben:

,,,Schwierig evtl. auch wegen dem Stigma "Psychisch krank", da klingt "Patientenmanager" etwas neuraler?
Viele Grüße!
Liebe Lina,
ein Patientenmaneger geht nicht mit dir zum Arzt und spricht in deinen Namen (siehe Berufserklärung/Aufgaben). Patientenmanager gibt es auch in Krankenhäusern (Planung, Organisation, "Vorsortieren"...). Wenn die Krankenkassen das im Rahmen einer Begleitung im Angebot haben, dann sicher in Zusammenhang mit Pflegegrad. Am Telefon geben jedoch mangelhafte Informationen (oder dich evtl. abwimmeln wollen). Dann geht das eher auf einen Betreuer oder Vormund hinaus.

Du kannst sicher auch was verkaufen oder sonst wie das Geld aufbringen, dir für 2 Stunden Jemanden zu bezahlen, der dich zum Arzt begleitet oder aber solltest du die Sozialhilfe beantragen.
In der Nachbarschaftshilfe kannst auch gleich fragen, ob sie dir eine Dame vermitteln können, die verständnisvoll ist. Dort sind oft intelligente Damen, die aus irgendeinem Grunde die Karriere aufgegeben haben und etwas sinvolles tun wollen.

Ich kann jeden verstehen, der Angst von einem Arzt hat. Zum Schmunzeln oder zum Nachdenken würde ich sagen: er lächelt dir ins Gesicht und gibt dir Gift ;o) Dafür hätte ich auch schon passende Diagnose icon_lol.gif

Aber im Ernst: meistens ist die Angst vom Arzt ja unbegründet. Bei der Angst muss der Wille stärker sein als die Angst; vielleicht kannst du damit was anfangen. Oft hilft, wenn der Schmerz stark genug ist, dann wird der Wille stärker als die Rückzugstendenz. Auch wenn sich das als eine Kraft anfühlt, etwas gegen eigenen Willen zu handeln icon_wink.gif
Ansonsten ist eine Willensstörung doch der Ausdruck einer Psychischen Krankheit und dazu muss man auch stehen. Wenn du nicht in diese Kategorie Erkrankungen „gehören“ willst, dann solltest du nicht erzählen, dass du Angst oder Sozialphobie oder sonstige psychische Unzulänglichkeiten hast.
Jetzt kommt dazu, dass du psychisch überfordert bist und das wirkt sich auf dem Körper; du bekommst Krankheiten, die dann wiederum als psychosomatisch eingeordnet sind.
Du solltest dir eben bewusst machen, in welcher Richtung du gehen willst; jetzt kannst du vielleicht noch die Kurve bekommen, dass du selbst über dich entscheiden kannst und dir diese Freiheit nicht genommen wird.
Deshalb schreibe ich dir das, weil du evtl. nicht erkannt hast, dass du viel Schlimmes verhindern kannst, wenn du eine Psychotherapie machst. Dazu solltest du den Arzt bitten, dir eine Überweisung für Psychotherapie zu schreiben.
Ich wünsche dir alles Gute!
Verfasst am: 31. 08. 19 [10:30]
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Kohlrabi
Beiträge: 330

Hallo Lina321

Frage doch beim sozialpsychiatrischen Dienst mal nach, ob jemand dich begleiten kann.

Viel Erfolg und alles Gute

Kohlrabi
Verfasst am: 31. 08. 19 [11:13]
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