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Spastik

Topic Status: beantwortet

 » Gesundheit, Hilfsmittel & Medikamente
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surfer
Beiträge: 1173
Hallo Leute,

Ich habe 1966 auch mit 24 Wochen überlebt und die ärzte haben damals gesagt das sei wenn dann nur bei Mädchen möglich.
Daß heute Früchen beider Geschlechter zum Teil mit noch weniger Wochen überleben zeigt den medizinischen Fortschritt.

LG

Surfer

Ich schließe mich der Trauer um unser Mitglied Guido an.
Verfasst am: 02. 05. 11 [15:46]
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KarinM
Beiträge: 5624
Haagen hat geschrieben:

Hi Karin

Du weisst ja echt alles! icon_eek.gif
Unser wandelndes Lecikon KarinM! icon_lol.gif icon_lol.gif
Bist du Krankenschwester?

Gruss


Lieber Haagen,

danke schön! Dieses Thema wurde mir quasi in die Wiege gelegt. icon_wink.gif Ich bin von Beruf Kinderkrankenschwester und habe auf der Frühchenstation, auf der ich selber als 1100g kleines Mädchen lag, wärend meiner Ausbildung gearbeitet und anschließend auch mein Staatsexamen gemacht. Später sammelte ich Erfahrungen mit ehemalige Frühchen in einer Körperbehindertenschule. Ich denke jeder ist in seinem Beruf ein kleiner Experte.

Übrigens, die Stationsschwester die zur Zeit meiner Ausbildung auf dieser Frühchenstation war, arbeitete auch schon 1962 dort. Sie konnte sich sogar noch an meine Zeit als Frühchen erinnern, weil es bei mir eine kleine Besonderheit gab. Es war eine sehr spannende Zeit.

Gruß Karin

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 02.05.2011 um 20:03.]

Poweruserin, Expertin für Medizin & Gesundheit


Das Leben ist schön, so wie es ist. (-:
Verfasst am: 02. 05. 11 [19:27]
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bianca78
Themenersteller
Beiträge: 231
Hi,

meine Schwester ist Kinderpflegerin und hat in 2 Behindertenschulen gearbeitet. Als der Arzt fragte, ob Sie wüsste was auf sie zukäme, wusste Sie es genau.

Es ist klar das er Zeit braucht, aber so wie er uns bisher schon überrascht hat, trauen wir Ihm alles zu icon_eek.gif .

Schönen Abend noch.

lg
Bianca
Verfasst am: 02. 05. 11 [21:38]
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KarinM
Beiträge: 5624
bianca78 hat geschrieben:

Hi,

meine Schwester ist Kinderpflegerin und hat in 2 Behindertenschulen gearbeitet. Als der Arzt fragte, ob Sie wüsste was auf sie zukäme, wusste Sie es genau.

Es ist klar das er Zeit braucht, aber so wie er uns bisher schon überrascht hat, trauen wir Ihm alles zu icon_eek.gif .

Schönen Abend noch.

lg
Bianca


Bianca, daß glaube ich Dir auf's Wort! icon_wink.gif

http://www.ev-kirche-schriesheim.de/images/krabbelkind-klein_01.gif

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Verfasst am: 02. 05. 11 [23:34]
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Gelöschter Benutzer
Hallo Bianca

Leider kann Ich den Optimismus der Forumsteilnehmer nicht ganz teilen. Wie Du schilderst ist eine doch heftige Blutung aufgetreten was nicht selten ist bei Frühgeburten in der 29. Woche und natürlich ist es unglaublich wie ein Kind mit Entwicklungsverzögerung später aufholen kann und es ist auch unglaublich wie plastisch das Hirn im frühkindlichen Stadium ist und benachbarte Zellen im Hirn die Funktion betroffener Hirnzellen übernehmen können. Aber bei einer so massiven Blutung mit Zerstörung von Zellen in der linken Hirnhälfte muss schon damit gerechnet werden das es bleibende intellektuelle Behinderungen geben wird. Intensivste Therapie braucht Deine Neffe so oder so und muss er auch bekommen um ihm eine weitestgehend normale Entwicklung zu ermöglichen und er muss sie auch aus ethischen Gründen haben. Es kommt zum Beispiel darauf an in wieweit auch Hirnnerven betroffen sind um versuchen zu können das Ausmass bleibender Behinderungen abzuschätzen.

Die Spastik entwickelt sich übrigens erst nach einer Phase mit schlaffer Lähmung und die Therapie mit Aconcen zeigt gute Erfolge in Bezug auf die Spastik, bzw. auf die neuropsychologischen Schäden die natürlich erst später genauer beurteilt werden können. Der Bub muss eine Blutung im Bereich der motorischen Rinde erlitten haben. Das bedeutet das daselbst und damit auf der gegenüberliegenden Köroerhälfte die sich entwickelnde Motorik die Kontrolle über unsere "Primitiv"/Primärreflexe nicht übernehmen können. Du kennst die Reaktion von Kleinkinder wenn Du einen Finger in Ihre Handfläche drückst und sofort der Greifreflex ausgelöst wird. Das scheint für alle Besucher so ungemein lustig zu sein das sie es sogleich auch prüfen müssen. Ein solcher Reflex besteht auch an den Füssen. Stell Dir vor das Kind möchte lernen zu gehen und der eine Fuss krümmt sich immer zusammen. Es dauert einige Zeit bis das Kind gelernt hat solche Schwierigkeiten zu überwinden. Daher auch der Rückstand in der psychomotorischen Entwicklung. Wie Dir alle Forumsteilnehmer schon geschrieben haben kann viel erreicht werden mit korrekter Behandlung/Schulung. Nur sollte das Kind dann auch nicht ständig an der Leistungsgrenze sein.

Wie gut sich der Bub später in seine Umgebung integriert hängt sehr stark vom Verhalten, den Reaktionen in der Familie ab. Auch das kann und muss geschult werden.

Du hast im Forum schon derart viel Gescheites gelesen das es sich erübrigt noch mehr dazu schreiben zu wollen. Ich wünsche Deinem Neffen von Herzen alles Gute.

Beste Grüsse

Heinz Süsstrunk
Verfasst am: 03. 05. 11 [12:54]
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bianca78
Themenersteller
Beiträge: 231
KarinM hat geschrieben:

bianca78 hat geschrieben:

Hi,

meine Schwester ist Kinderpflegerin und hat in 2 Behindertenschulen gearbeitet. Als der Arzt fragte, ob Sie wüsste was auf sie zukäme, wusste Sie es genau.

Es ist klar das er Zeit braucht, aber so wie er uns bisher schon überrascht hat, trauen wir Ihm alles zu icon_eek.gif .

Schönen Abend noch.

lg
Bianca


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Er gönnt seinem Bruder nix und ist ständig hinter Ihm her.

Und nicht nur wir sind überrascht auch die Ärzte. Sie sind halt nicht davon ausgegangen, das er so weit kommt.
Verfasst am: 03. 05. 11 [13:17]
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KarinM
Beiträge: 5624
bianca78 hat geschrieben:

KarinM hat geschrieben:

bianca78 hat geschrieben:

Hi,

meine Schwester ist Kinderpflegerin und hat in 2 Behindertenschulen gearbeitet. Als der Arzt fragte, ob Sie wüsste was auf sie zukäme, wusste Sie es genau.

Es ist klar das er Zeit braucht, aber so wie er uns bisher schon überrascht hat, trauen wir Ihm alles zu icon_eek.gif .

Schönen Abend noch.

lg
Bianca


Bianca, daß glaube ich Dir auf's Wort! icon_wink.gif

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Er gönnt seinem Bruder nix und ist ständig hinter Ihm her.

Und nicht nur wir sind überrascht auch die Ärzte. Sie sind halt nicht davon ausgegangen, das er so weit kommt.


Ja Bianca,

die Ärzte gehen sehr oft nur von der schlimmsten Verlaufsform aus. Aber die Kinder mit diesen Hirnschäden sind so verschieden, daß man eigentlich gar keine Vorhersagen machen kann. Schlimm finde ich, daß durch so etwas Eltern von den Ärzten verunsichert werden und der Zukunft der Kinder oft sehr viel Angst entgegen gehen. Diese Angst hemmt die Eltern ihre Kinder los zu lassen, was wiederum die Kinder hemmt, sich uuabhängig zu entwickeln. Deine Schwester ging warscheinlich mit der Frühgeburtlichkeit und den daraus folgenden Komplikationen ganz anders um, weil sie wußte was sie und ihre Söhne erwartet. Das kommt Deinen Neffen zu Gute, deshalb machen sie so große Fortschritte, die viele nicht erwartet hatten. Trotzdem, all zu viel Optimismus ist nicht gut. Sonst wird man entäuscht. Viel schöner ist es, wenn diese Kinder unerwartete Fortschritte machen und sich alle darüber freuen. icon_smile.gif

Lieben Gruß
Karin

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.2011 um 15:21.]

Poweruserin, Expertin für Medizin & Gesundheit


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Verfasst am: 03. 05. 11 [15:16]
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manja1982
Beiträge: 46
Mein Sohn wurde auch als frühchen geboren...
in der 23.SSW...
er hatte gott sei dank keine Hirnblutungen, aber ebenfalls massive darmprobleme!
Auch ihm musste darm entfernt werden!
er wurde lange künstlich ernährt, auch zu hause noch über den Broviak-Katheter und hatte die ersten zwei Lebensjahre einen AP... bei dem mehrere Rücklegungsversuche immer im Illeus endeten!

inzwischen ist er fast vier... geht in einen integrativen Kindergarten und ist ein fittes kerlchen!!!
die ärzte gaben uns damals nicht wirklich viel hoffnung und legten mir nahe den kleinen Kämpfer im verlauf einer natürlichen geburt sterben zu lassen, damit ich einen weg des abschieds gehen kann!
heute bin ich heilfroh, dass ich ihm die entscheidung selbst überlassen habe!

Es ist unglaublich fazinierend, was solch kleine Würmchen zu leisten im stande sind!

ich wünsche deinem Neffen und der ganzen Familie ganz viel kraft und mut auch in schwierigen zeiten nach vorn zu schauen und das Positive zu sehen!!!

mal ein bild von meinem Würmchen mit 10 Tagen... 27cm und 450g

Dateianhang

img_0521.jpg (Typ: image/jpeg, Größe: 19.45 Kilobyte) — 184 mal heruntergeladen
Verfasst am: 14. 06. 11 [20:44]
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Helgamaus
Beiträge: 62
Seid mir nicht gram, aber sich selbst oder jemand anderen als "Spasti" zu betiteln finde ich schon reichlich daneben. Da geht mir der Humor ab.

"Wenn Du bereit bist dein Leben zu ändern, kann dir geholfen werden"
Hyppokrates (460 – 377 v. Chr.)
Verfasst am: 15. 06. 11 [17:59]
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Gelöschter Benutzer
Helgamaus hat geschrieben:
Seid mir nicht gram, aber sich selbst oder jemand anderen als "Spasti" zu betiteln finde ich schon reichlich daneben. Da geht mir der Humor ab.

Hallo Helgamaus,

ich musste zunächst erstmal lange suchen, was/wen du überhaupt meinst, der/die das geäußert hat. icon_rolleyes.gif

Wie ich aus deinem profil entnehme bist du selbst ja nicht behindert.
Ich finde schon, dass sich surfer selbst als "spasti" bezeichnen darf. Warum soll das "reichlich daneben" sein? icon_redface.gif

Ich sag auch manchmal zu meinem mann, mit mir "krüppel" ist auch kaum noch was anzufangen.... icon_smile.gif

Warum "geht dir da der humor ab"??

Wir behinderte dürfen nach meinem empfinden uns selbst bezeichnen wie wir wollen und auch witze damit machen. Damit verletzen wir doch keinen und humor ist oft sehr, sehr wichtig für einige von uns, weil vieles sonst kaum oder gar nicht zu ertragen wäre.

Denk doch mal darüber nach, bitte. icon_wink.gif

Grüße von Billy


Verfasst am: 16. 06. 11 [07:00]
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