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Reha füt geisig behinderte Schwester wird wahrscheinlich abgelehnt, was tun?

Topic Status: beantwortet

 » Gesundheit, Hilfsmittel & Medikamente
Landesflagge: DE
Hilti23
Themenersteller
Beiträge: 6
Hallo ,

Meine Schwester ist geistig Behindert und hat starkes Übergewicht (Größe: 1,63 Gewicht 83kg), dazu kommt starke Wassereinlagerungen in Beinen und Armen.
Sie leidet sehr darunter und deswegen hat meine Mutter, die auch staatliche Betreuerin ist, einen Rehaantrag bei der Rentenversicherung gestellt. Meine Schwester arbeitet in einer Behindertenwerkstatt.
Der Antrag war schon eine qual, weil die Hausärztin keine Notwendigkeit darin sah, das meine Schwester eine Reha braucht.
Sie meint mit Sport und Ernährungsberatung würde sie auch abnehmen. Eine normale Ernährungsberatung ist aber nicht möglich da meine Schwester weder lesen noch schreiben kann. Auch könnte sie auf Grund ihrer geistigen Behinderung dem ganzen auch nicht folgen. Deswegen eine reha in einer Klinik die für Menschen mit geistiger oder körperliche Behinderung spezialisert ist.
Sie hat dann doch ihren Anteil ausgefüllt und der Antrag wurde abgeschickt.
Nun hatte meine Mutter und Schwester heute einen Termin beim Medizischen Dienst, die die Notwendigkeit einer Reha überprüfen sollten. Die Sacharbeiterin dort hat in erster Linie nur damit beschäftigt das meine Mutter nicht den gleichen Nachnamen wie meine Schwester hat und das noch keine neue Bestellungsurkunde vom Gericht vorliegt.
Nach der Befragung und untersuchung ware die Dame auch der Meinung mit Sport und gesunder Ernähung würde sie auch abnehmen. Das ist ja auch richtig aber nicht im Fall meiner Schwester. Sie kann das alleine nicht bewerkstelligen. Das ist ja für manchen gesunden Menschen schon schwierig.

Welche Schritte kann meine Mutter einleiten wenn der Rehaantrag abgelehnt werden sollte?

Kann der Betriebsarzt aus der Behindertenwerkstatt helfen? Oder den Hausarzt wechseln?

Über Antworten würde ich mich freuen LG
Verfasst am: 07. 12. 17 [17:22]
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Helmut60
Beiträge: 244
Hallo,

meine schwerbehinderte Tochter ist auch ca. 163 groß, und ihr Gewicht schwankt zwischen 80 und 87 kg. Wasssereinlagerungen hat sie auch. Einerseits denke ich, das man ihr mit einer "Abnehmkur" helfen könnte. Andererseits weis ich nicht, wie das gehen soll. Wir sind froh ihr Gewicht dank Ernährungsberatung,und kalorienreduzierter Kost so halten zu können, es aber deutlich zu reduzieren, oder durch Sport ihren Kreislauf / das Herz gegen die Wassereinlagerungen zu stärken.....ohne wegen dem Diätplan Ärger mit ihr zu bekommen ? Ich weis nicht wie das zuhause gehen soll, und selbst wenn es in einer Kur klappen sollte, weis ich nicht, wie wir das.zuhause nach der Kur weiter machen sollten. Was vorher zuhause nicht geht... geht hinterher nicht unbedingt besser.

Dann ist da noch der Umstand, das eine stationäre Kur einen wechselin eine völlig fremde UMgebung zu fremden Leuten bedeutet, und das so ein Wechsel Streß bedeutet.... und Streß kann niemand gebrauchen der Abnehmen soll.

Ich hab für meine Tochter schon viel bei der Krankenkasse durchgesetzt, bzw. geklagt, was der MDK nicht befürwortet hat. Eine Kur zum Abnehmen... macht nur Sinn, wenn man nach der Kur zuhause die Ernährungs- und Bewegungs -gewohnheiten aus der Kur übernimmt. Das sollte jedoch auch durch eine Ernährungsberatung und Förderung von mehr Bewegung zuhause möglich sein. Nur wenn sehr ernsthafte, so "fachlich angeleitete Versuche" das Gewicht zu reduzieren gescheitert sind macht es sinn so eine Stationäre Kur zu beantragen Was habt ihr bisher unternommen ?

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 33 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau. Sie hat eine schw. Psychose.
Verfasst am: 07. 12. 17 [20:53]
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Hilti23
Themenersteller
Beiträge: 6
Guten Morgen, Jessika hat mit ihrer anderen Betreuung (sie kümmert sich ums einkaufen usw.) ihre Ernährung umgestellt und Jessi läuft morgen von ihrem zuhause bis zum ZOB. Das ist gut 45 Minuten weg. Dazu muss ich erklären das Jessi eine eigene Wohnung hat, dass läuft übers ambulanten Betreuten wohnen . Jessi und ich sind Zwillinge und zu früh auf die Welt gekommen. Jessi hatte einen Herzfehler, der operativ behoben wurde. Und nur eine Niere. Die Behinderung benahm sie durch eine Gehirnblutung, die das Lernzentrum beschädigt hat. Wir sind 29 Jahre alt. Sonst geht sie ach sehr viel spazieren und sie hat ein Fitnessgerät zuhause. LG
Verfasst am: 08. 12. 17 [05:21]
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Mario1990
Beiträge: 1
Hallo leute
Verfasst am: 08. 12. 17 [08:31]
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Helmut60
Beiträge: 244
Hallo,

wenn deine Schwester mit der nötigen Betreuung in ihrer eigenen Wohnung lebt, und du sagst, das sie ihr Gewichtsproblem alleine nicht in den Griff bekommt...... heißt das frei übersetzt, das sie enger Betreutes wohnen braucht..( als es so möglich ist ?). Weiter gedacht muß jemand da sien, der ihr sagt wann sie was essen und trinken darf....Wenn sie alleine für sich nicht darauf achten kann was und wann sie ißt und trinkt, kommt dann die Frage auf, ob sie es wohl tut / kann,wenn ihr jemand ständig sagt was sie essen und trinken sollte. Vieleicht hilft es ihr, wenn sie mal "eine Art Tagebuch" darüber führt, wann sie was ißt und trinkt...und man dann mit ihr darüber spricht was sie anders machen sollte.

Ich hab selbst durch umstellen der Ernährung und mehr Sport 50 kg abgenommen, und weis das es geht.... und wie schwer es ist das Gewicht dann auch zu halten.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 33 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau. Sie hat eine schw. Psychose.
Verfasst am: 08. 12. 17 [14:43]
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Hilti23
Themenersteller
Beiträge: 6
Hallo, ein engeres Beträutes wohnen wäre sicherlich möglich. Das möchte Jessi aber nicht und man würde ihr damit auch keinen Gefallen tun. Da würde sie nur unglücklich. Die Betreuerin geht ja mit ihr einkaufen und so wird überwacht was sie zuhause isst. Da sie so an keine finanzielle Mittel hat kann dir auch nicht alleine losziehen, um sich z.B Pommes zu kaufen. Mama versucht jetzt in der ortsansässigen Klinik einen Platz für sie und Jessi zur Ernährungsberatung zu bekommen. Der Kurs geht über 10 Wochen. Dann ein psychologisches Gutachten erstellt lassen das Jessi auch seelisch darunter leidet. Jessi isst z.B. in der Werkstatt warm. Da wird auch fettarm gekocht. Wir werden auf jeden Fall nicht aufgeben. Lg und vielen Dank für Ihre Antworts Bereitschaft
Verfasst am: 10. 12. 17 [12:24]
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Helmut60
Beiträge: 244
Hallo,

ja, engeres Betreutes wohnen ist halt mit Einschränkungen verbunden, und das wollen viele nicht. Das dumme ist, das wenn sie jetzt schon "gut Betreut" wird, und dennoch derart Gewichtsprobleme hat, das sie darunter leidet, mus sie ihre Ernährungs.. und Bewegungsgewohnheit auf jeden fall noch mehr ändern... um nicht zu sagen einschränken. Das wird sicher nicht leicht. Beim Essen in der Werkstatt ist wichtig das sie "kalorienreduziert Kost" bekommt. In der Werkszatt meiner Tochter braucht man dafür eine ärztliche Verordnung. Solange die Betroffenen nicht gagegen protestrieren wird das da auch durchgezogen. Vielleicht hilft es da mal nachzuhaken. Das gleiche gilt für Kiontrolen beim Hausarzt. Es gibt ein paar... "ernährungsunabhängige Dinge" die per Blutbild kontrolliert werden sollten.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 33 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau. Sie hat eine schw. Psychose.
Verfasst am: 10. 12. 17 [14:02]
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Gastone
Beiträge: 456
Guten Morgen,

ich arbeite in einer WFB daher kenne ich die Zustände bei der Essensausgabe nur zu gut. Die wenigsten von uns Essen nur einen Teller. Als selbst Eßgestörte darf und muß nur 1 Portion nehmen!

Es gibt Menschen die holen sich auch eine 3 Portion wenn noch Essen vorhanden ist. Dem Küchenpersonal ist es egal wieviel die Leute essen. Wenn dann ein Betreuer was zu diesen Leuten sagt bekommt er noch Ärger von den Angehörigen. Oder die Leute selbst werden "ausfallend oder gar Bösartig". Das habe ich letzte Woche mehrfach erlebt. banghead.gif

Wünsche eine schöne Woche

Gruß

Gastone icon_biggrin.gif

R.I.P. Papa
Verfasst am: 11. 12. 17 [11:17]
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Hilti23
Themenersteller
Beiträge: 6
Hallo Helmut, ja die fettreduzierte Kost wird für sie auch beantragt. Ja ein Blutbild wollte meine Mutter von der Hausärztin durchführen lassen. Die HA hält das nicht für nötig was soll man da machen. Beim medizinischen Dienst wurde ihr aber jetzt Blut abgenommen. Wenn Jessi die Nahrung noch mehr reduzieren würde, wäre sie bald nur noch bei Wasser und Brot. Wenn Jessi bei mir im Urlaub ist, meist 3 Wochen, sehe ich was sie auch an Portionen isst. Und das ist nicht viel, da esse ich mehr.
Verfasst am: 11. 12. 17 [13:35]
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Hilti23
Themenersteller
Beiträge: 6
Hallo Gastönen, ja das stimmt was du sagst. Da ich da Essverhalten meiner Schwester kenne, gehe ich nicht davon aus das sie ein zweites Mal geht. Wenn sie bei mir im Urlaub ist, meist 3 Wochen, schafft sie keine ganze Portion. Es bleibt immer etwas auf dem Teller. Richtig fettige Nahrung verträgt sie auch gar nicht, weil sie eine chronische Magenschleimhautentzündung hat.
Verfasst am: 11. 12. 17 [13:39]
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