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Recht auf Mobilität!!!!

Topic Status: beantwortet

 » Plauderecke
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Sendrine
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Beiträge: 2308


Hallo!

Leider verstehe ich die einwände nicht,besonders Deine nicht Karin.

Die Frage war: Recht auf Mobilität.
Ob Du MPU machst und das das für uns und auch den Herrn aus der Bild lange kein Thema mehr ist,scheint Dir entgangen zu sein.

Auch von Diskriminierung stand nichts in der Bild.

Deshalb verstehe ich Dich hier heute nicht.

Gruß
SENDRINE icon_frown.gif

Es ist sehr schwer ein Kind zu sein!!
Doch schwerer noch Erwachsen.
Man denkt,man darf nun alles tun
und muß doch vieles Laßen!

Guido Du warst eine Bereicherung!Machs gut!
Verfasst am: 04. 02. 10 [21:57]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
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Sendrine
Themenersteller
Beiträge: 2308


Hallo Karin!

Ich bin heute etwas schwer von begriff.Sorry. Du erklärst Herbi gerade was wir falsch gemacht haben und vergleichst sogar den Krankenfahrstuhl der uns mit unserer Erkrankung Lebensqualität bringt,mit einem Auto.Noch dazu fährt es auch noch 15kmh schnell,laut Prospekt.

Wenn ich dann noch verstanden habe,willst Du Herbi klar machen,das uns lediglich ein Sachbearbeiter das Fahrzeug erklärt hat.

Das stimmt zwar in keiner Weise,aber jetzt verstehe ich Dich.
Da die Gefühle die mich gerade erfaßen in Tränen ausbrechen laßen,beende ich diese Frage,den ich habe für mich die Antwort erhalten.
Lieben Gruß
SENDRINE icon_frown.gif

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Guido Du warst eine Bereicherung!Machs gut!
Verfasst am: 04. 02. 10 [22:15]
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KarinM
Beiträge: 5622
Sendrine schrieb:



Hallo Karin!

Ich bin heute etwas schwer von begriff.Sorry. Du erklärst Herbi gerade was wir falsch gemacht haben und vergleichst sogar den Krankenfahrstuhl der uns mit unserer Erkrankung Lebensqualität bringt,mit einem Auto.Noch dazu fährt es auch noch 15kmh schnell,laut Prospekt.

Wenn ich dann noch verstanden habe,willst Du Herbi klar machen,das uns lediglich ein Sachbearbeiter das Fahrzeug erklärt hat.

Das stimmt zwar in keiner Weise,aber jetzt verstehe ich Dich.
Da die Gefühle die mich gerade erfaßen in Tränen ausbrechen laßen,beende ich diese Frage,den ich habe für mich die Antwort erhalten.
Lieben Gruß
SENDRINE icon_frown.gif


Hallo Sendrine,

als ich diesen Bildzeitungsartikel gelesen habe, dachte ich mir das Du ihn hier disktieren möchtest. Es ist nicht das erste mal das Du ein Problem damit hast, das die Krankenkassen bei bestimmten Elektro-Rollstühlen diese MPU machen müssen. Du hattes ja selber schon so ein Thema gepostet.

Diese MPU hat nicht mit dem Fühererschein zu tun. Weder bei diesem Mann in der Bild-Online noch bei Dir und Deinem Mann. Die Krankenkassen machen das immer so, weil sie die Verantwortung für das Wohlergehen ihrer Patienten tragen.

Gruß Karin

Poweruserin, Expertin für Medizin & Gesundheit


Das Leben ist schön, so wie es ist. (-:
Verfasst am: 04. 02. 10 [23:24]
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Schmusi
Beiträge: 684
Hallo ihr Lieben, icon_smile.gif

bei mir war das so.
Das Sanitätshaus hat mir zur Probefahrt zwei verschiedene (einen E-Scooter mit Lenker u Korb und ein Elektrofahrstuhl mit Joystick) vorbeigebracht.
Dabei ist eine Frau von der KK gewesen, die das ganze beobachtet hat, und die Fahrzeuge wurden mir evt Vor- und Nachteile beschrieben.

Im Anschluss sind wir hinein und haben einen Fragebogen ausgefüllt, und dabei ganz klare Regelungen wann und wie ich den Scooter (hatte ich mir ausgesucht) unterstelle bzw benutze. (Spazierfahrten mit meinem Mann)

Ich habe auch einen Führerschein, doch den darf ich nicht mehr benutzen.

Allerdings wenn ich mir vorstelle, das wenn jemand wegen Trunkenheit oder andere krankheitsbedingte Einflüsse, so ein E-Scooter fährt, dann kann bestimmt auch so einiges passieren......gar nicht auszudenken, was für eine Schlagzeile dabei raus kommt.

Die Verantwortung trägt schließlich die KK, und da gebe ich auch Karin recht.

Angenommen, da ist ein Scooterfahrer, und fährt uns beim Einkauf vom Bürgersteig aus trunkenheitsgründen vors Auto, und fahren diesen armen Menschen an, dann ist ja wohl 'Holland in Not'.

Ein Hilfsmittel ist ok, doch dann muß auch bei bestandenen Nachweiß auch geliefert werden.

Mein Scooter ist drei Wochen später da gewesen icon_smile.gif.

Grüsse von Marianne

Verfasst am: 05. 02. 10 [09:59]
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Sendrine
Themenersteller
Beiträge: 2308


Hallo Marianne!!

Ich gebe Dir Recht.So eine vorgehensweise hätte ich mir auch gewünscht für mich und meinem Mann.

Ein Krankenfahrstuhl mit Auto zu vergleichen,das finde ich keinesfalls Korrekt und entbehrt jeglicher Grundlage.

Unser Wunsch war auch ein Fahrzeug mit dem wir sicher zurechtkommen.Haben wir mit Hilfe auch.Aber keine Hilfe durch unsere Kasse.
Leider hätte ich mir gewünscht,das nicht meine Angelegenheit hier diskutiert wird,da die wenigsten unsere Geschichte ausführlich kennen.
Aber ich wurde in den letzten Jahren,mit sehr sehr vielen ähnlichen Problemen Mobilität betreffend konfrontiert.Deshalb habe ich diese Frage gestellt.Vor 2 Jahren hat die UN mit der Bundesregierung ein Abkommen beschloßen,in dem Behinderung und Mobilität genauestens festgelegt wurde.Doch bis heute wurde dieses Abkommen nicht umgesetzt.Was Elektro Rollstühle und Krankenfahrstühle anbelangt,wurde 2004 von Karlsruher Richtern ein Gesetz beschloßen BSG,AZ.B9V3/03R.Doch es wird von unserer Kasse und bei vielen Anderen Behinderten,die ich kennenlernen durfte nicht umgesetzt.
Was ich mir erhofft hätte hier,ist Solidarität und ein klares Ja für schnellstmögliche Mobilität. Gruß SENDRINE icon_frown.gif

Es ist sehr schwer ein Kind zu sein!!
Doch schwerer noch Erwachsen.
Man denkt,man darf nun alles tun
und muß doch vieles Laßen!

Guido Du warst eine Bereicherung!Machs gut!
Verfasst am: 05. 02. 10 [13:07]
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Gelöschter Benutzer
Das ist doch wieder ein zweitschneidiges Schwert.
Sicherlich hat jeder das Recht auf Mobilität. Aber mal ganz nüchtern betrachtet: Dieser Mann hat doch scheinbar noch relativ gesunde Arme und Hände, so dass er durchaus noch selbst einen Aktiv-Rolli bedienen könnte. Ihm steht sicherlich ein Rollstuhl zu, aber muss dies unbedingt ein E-Rolli sein? Für Schwergewichtige gibt es m.E. auch spezielle Aktivrollis.
Mich würde auch interessieren, ob es bei seiner Trunkenheitsfahrt (auch wenn diese bereits Jahre zurückliegt), Geschädigte gab und wie sein Verhalten im Straßenverkehr heute aussieht. Mich würde es schon stören, zu wissen, dass jemand aus dem Allgemeintopf einen Luxusrollstuhl finanziert bekäme, der auch mit einem weniger aufwendigen Modell durchaus gut bedient wäre und zurechtkäme. Diese E-Rollis sind halt furchtbar teuer und es stellt sich für die Kassen zuerst einmal die Frage nach der Wirtschaftlichkeit bzw. med. Notwendigkeit. Darüber liegt der Luxus und den müssen alle anderen Betroffenen auch selbst teuer bezahlen!
Zudem ist es vielleicht auch ganz sinnvoll, so lange zu möglich, die Arme und Hände zu benutzen. Dabei denke ich an mich, für meine Arme ist es ein gutes Training, wenn auch sehr anstrengend. Ich möchte gar keinen E-Rolli. Ich habe meinen Aktiv-Rolli ohne Probleme bekommen – er ist zwar gebraucht und hat einige Kratzer, das macht ihn aber keinesfalls schlechter oder langsamer. Vielleicht sollte man der Krankenkasse auch ruhig mal die Hände reichen – es muss nicht immer das neueste, teuerste, beste und bequemste Modell sein. Hilfsmittel haben heute die unliebsame Eigenschaft, dass sie, sobald sie als „Hilfsmittel“ deklariert sind, schweineteuer sind, aber dies ist ein anderes Problem. Die meisten Rollifahrer kommen in den Wintermonaten kaum vor die Tür, auch da bildet dieser Mann keine Ausnahme.
Wenn ich in diesem Fall eine Entscheidung treffen müsste, würde ich vermutlich auch den E-Rolli ablehnen, denn medizinisch notwendig finde ich den in diesem Fall nicht. Da gibt es durchaus „schlimmere“ Fälle, die viel mehr Bedürftigkeit rechtfertigen würden.
Abgesehen davon, ist die Bild ja ohnehin eine berühmt-berüchtigte Klatschzeitung – die schreiben nur das, was die Leser lesen möchten. Die Überschrift mit dem Schlagwort „Idiotentest“ besagt schon alles. Ein Hetzblatt, eben. Schlimm, wenn sich da so draufgestürzt wird. Erinnert mich doch immer wieder an Stammtischniveau.
So, Ihr dürft jetzt über mich herfallen (wobei mir der Scheiterhaufen lieber wäre).

freundliche Grüße
vom Zornröschen icon_smile.gif


Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem ein Schaf sein.
(Albert Einstein)

Wer die Rose liebt, erträgt auch ihren Dorn. (türkische Lebensweisheit)
Original: Gülü seven dikenine katlanir.
Verfasst am: 05. 02. 10 [16:18]
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KarinM
Beiträge: 5622
Zornroeschen schrieb:

Das ist doch wieder ein zweitschneidiges Schwert.
Sicherlich hat jeder das Recht auf Mobilität. Aber mal ganz nüchtern betrachtet: Dieser Mann hat doch scheinbar noch relativ gesunde Arme und Hände, so dass er durchaus noch selbst einen Aktiv-Rolli bedienen könnte. Ihm steht sicherlich ein Rollstuhl zu, aber muss dies unbedingt ein E-Rolli sein? Für Schwergewichtige gibt es m.E. auch spezielle Aktivrollis.
Mich würde auch interessieren, ob es bei seiner Trunkenheitsfahrt (auch wenn diese bereits Jahre zurückliegt), Geschädigte gab und wie sein Verhalten im Straßenverkehr heute aussieht. Mich würde es schon stören, zu wissen, dass jemand aus dem Allgemeintopf einen Luxusrollstuhl finanziert bekäme, der auch mit einem weniger aufwendigen Modell durchaus gut bedient wäre und zurechtkäme. Diese E-Rollis sind halt furchtbar teuer und es stellt sich für die Kassen zuerst einmal die Frage nach der Wirtschaftlichkeit bzw. med. Notwendigkeit. Darüber liegt der Luxus und den müssen alle anderen Betroffenen auch selbst teuer bezahlen!
Zudem ist es vielleicht auch ganz sinnvoll, so lange zu möglich, die Arme und Hände zu benutzen. Dabei denke ich an mich, für meine Arme ist es ein gutes Training, wenn auch sehr anstrengend. Ich möchte gar keinen E-Rolli. Ich habe meinen Aktiv-Rolli ohne Probleme bekommen – er ist zwar gebraucht und hat einige Kratzer, das macht ihn aber keinesfalls schlechter oder langsamer. Vielleicht sollte man der Krankenkasse auch ruhig mal die Hände reichen – es muss nicht immer das neueste, teuerste, beste und bequemste Modell sein. Hilfsmittel haben heute die unliebsame Eigenschaft, dass sie, sobald sie als „Hilfsmittel“ deklariert sind, schweineteuer sind, aber dies ist ein anderes Problem. Die meisten Rollifahrer kommen in den Wintermonaten kaum vor die Tür, auch da bildet dieser Mann keine Ausnahme.
Wenn ich in diesem Fall eine Entscheidung treffen müsste, würde ich vermutlich auch den E-Rolli ablehnen, denn medizinisch notwendig finde ich den in diesem Fall nicht. Da gibt es durchaus „schlimmere“ Fälle, die viel mehr Bedürftigkeit rechtfertigen würden.
Abgesehen davon, ist die Bild ja ohnehin eine berühmt-berüchtigte Klatschzeitung – die schreiben nur das, was die Leser lesen möchten. Die Überschrift mit dem Schlagwort „Idiotentest“ besagt schon alles. Ein Hetzblatt, eben. Schlimm, wenn sich da so draufgestürzt wird. Erinnert mich doch immer wieder an Stammtischniveau.
So, Ihr dürft jetzt über mich herfallen (wobei mir der Scheiterhaufen lieber wäre).

freundliche Grüße
vom Zornröschen icon_smile.gif



Hallo Zornroeschen,

da muß ich Dir zustimmen. Keiner kennt den Hintergrund dieser Geschichte. Es wird nur eine Sichtweise geschildert. Und noch was, das mir bei den Diskusionen um hohe Kassenbeiträge immer wieder aufstößt. Viele Menschen bekommen zu schnell einen teuren E-Rolli, weil sie schelcht beraten wurde. Man wünscht sich immer das was man kennt. Ein Laie weiß nicht wie flott man mit einem gut eingestellten Aktiv-Rolli unterwegs ist und wünschen sich einen E-Rolli wenn sie am Standard-Rolli gescheitert sind. Als ich vor Jahren anfing regelmäßig mit dem Rolli raus zu gehen wurde ich von den Leuten auf der Straße sehr oft gefragt, wieso ich mir das hab andrehen lassen. Ein E-Rolli wäre doch viel weniger anstrengend. Das nur Standard-Rollis anstrengend für Selberfahrer sind, Aktiv-Rollis aber gegenüber einem Fußgänger sogar deutliche Vorteile haben, weiß kaum jemand. Ich jedenfalls überhole die anderen gerne und lege sehr gerne richtig weite Wege zurück. Allein mit der Kraft meiner Arme. icon_wink.gif



Gruß Karin

Poweruserin, Expertin für Medizin & Gesundheit


Das Leben ist schön, so wie es ist. (-:
Verfasst am: 05. 02. 10 [18:53]
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Sendrine
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Beiträge: 2308


Hallo!

Es tut mir nur weh,diese Zeilen hier von Zornröschen und Karin lesen zu müßen,sie triefen vor Enttäuschung und Vorverurteilung.Wie der Mann sein Bein verlor,ist genauestens beschrieben.Was kostet ein Aktiv Rollstuh? Das würde mich auch intteressieren.Da ich die Geschichte etwas länger kenne,und auch weiß was der Arme durchgemacht hat,schäme ich mich für Eure Worte hier.

Da ihr auch Bild verteufelt,dürft ihr Euch evtl. demnächst über unsere Lügengeschichte dieses Schmierblatts freuen,die uns nun seit ein paar Wochen begleitet.

Auf die Idee,jemanden der mit seinem Handicap zu kämpfen hat zu sagen,welche Mobilität für ihn die beste ist ohne zu wissen,wesshalb und warum die Entscheidung für Elektromobil ausgefallen ist,möchte ich nicht mehr komentieren.
Wo ist hier die Toleranz,wo ist hier die Unvoreingenommenheit,woher nemmt ihr das Recht über Menschen so zu urteilen????
Ich hätte zugerne einen Rollstuhl gehabt,wie ihr das hier beschreibt,leider kann ich solch einen nicht mehr führen und mein Mann auch nicht.
Das was man uns vorwerfen kann,ist das wir kämpfen und das solange bis man uns dieses Recht der Mobilität ermöglicht.Gestern wollte ich nur wissen ob Ihr der Meinung seid,das man als Mensch mit Handicap ein Recht auf Mobilität haben soll,das schließt auch für mich ein,sich selbst mit Hilfe von Fachleuten die Mobilität zu besorgen,die im Sicherheit gibt und mit der er am besten zurechtkommt.Doch wenn ich Eure Ausführungen hier lese,dann schnürrt es mein Herz zusammen.Wie verbittert erlebe ich Euch.Gruß SENDRINE icon_smile.gif

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Guido Du warst eine Bereicherung!Machs gut!
Verfasst am: 05. 02. 10 [20:09]
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Gelöschter Benutzer
Liebe Sendrine,
nun, ich hatte schon befürchtet, dass Du Dir aus meinem Beitrag einen persönlichen Schuh bastelst.
Ich darf Dir jedoch versichern, dass ich weder enttäuscht bin, noch andere Menschen verurteile. Du interpretierst hier m. E. zum wiederholten Male (!!) etwas rein, was überhaupt nicht gesagt wurde. Wenn es Dir persönlich nicht mehr möglich ist, mit den Armen einen Aktiv-Rolli zu führen, steht Dir selbstverständlich ein E-Rolli zu. Ich habe ja nix gegenteiliges behauptet. Lies demnächst erst mal richtig durch, bevor Du rumflippst.
Was die „Bild“ betrifft: Es gibt genügend Menschen, die haben ihre „Bildung“ aus der Bild – hierzu bedarf es ohnehin keines weiteren Kommentares. Aus dieser Zeitung tropft ja schon das Blut, bevor man sie aufschlägt. Du darfst es mir getrost selbst überlassen, wo und was ich lese oder bleibenlasse. Verbittert bin ich auch nicht, was soll diese infarme Behauptung?
Stell Dir doch einfach mal vor, jeder bekäme den Hals nicht voll und würde ein sündhaft teures Rolli-Modell verlangen; der Topf wäre schneller leer, als man gucken kann und dann würde schlimmstenfalls das Geld für lebensnotwendige Operationen fehlen. Wolltest Du das verantworten wollen? Ist das Deine Einstellung zur Solidarität?
Sendrine, ich mochte bisher Deine Postings – aber jetzt gehst Du mir gewaltig auf den Keks.
freundliche Grüße

von mir

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Wer die Rose liebt, erträgt auch ihren Dorn. (türkische Lebensweisheit)
Original: Gülü seven dikenine katlanir.
Verfasst am: 06. 02. 10 [12:40]
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Sendrine
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Beiträge: 2308



Hallo Zornröschen!

Ich danke Dir für Deine ehrlichen Zeilen.Du hast von Solidarität geschrieben.
Diese gibt es schon lange nicht mehr.
Da ich seit vielen Jahren ehrenamtlich in sozialen Bereichen tätig bin ,sehe uns erlebe ich nachwievor sehr viel.Viele Menschen,für die ich versuche mich einzusetzen,führen nur noch einen einzigen Kampf:"Arm gegen Reich".

Sehr oft ist ein aktiv Rollstuhl nicht teurer als ein Elektrorollstuhl,wenn nicht sogar billiger.Ein guter Bekannter hat einen Stuhl der 24000E gekostet hat,was im gegensatz zu dem meinigen der 4000E kostet eine Menge ist.Trotzdem stelle ich die weit höhere Summe nicht in frage,weil mir das Wissen einfach fehlt.Ich sehe nur,das er in dem Stuhl wunderbar zurechtkommt und im eine große Hilfe ist und genau das soll es auch sein.Jährlich werden Milliarden Euros verschwendet für Dinge die Du oder ich für sinnloß erachten und es wird trotzdem geschehen.Deshalb habe ich kein schlechtes Gewissen,wenn jemand für den ich Gekämpft habe ein gutes bis sehr gutes Hilfsmittel erhält.Denn dafür habe ich und werde ich weiter arbeiten,solange meine Kraft es zuläßt.Das ich und mein Mann jetzt selbst Hilfe brauchen,konnte ich leider nicht vermeiden,ich hätte es zugerne getan,aber es hat mir auch die Augen geöffnet,wo unsere Solidargemeinschaft sich hinbewegt,wenn wir nicht gegensteuern und zwar menschlich und sozial und nicht mit Kapitalistischen Denken.Gruß SENDRINE icon_smile.gif

Es ist sehr schwer ein Kind zu sein!!
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Guido Du warst eine Bereicherung!Machs gut!
Verfasst am: 06. 02. 10 [17:50]
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