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Prostituierte für Behinderte

Topic Status: beantwortet

 » Partnerschaft & Sexualität
Landesflagge: DE
Justin
Beiträge: 6630
Hallo christoph,

bei meinen Recherchen habe ich bis jetzt nur einen "Anbieter" bzw. Vermittler in Berlin gefunden.

Ich bleibe aber dran und werde selbstverständlich sofort berichten, wenn ich etwas herausgefunden habe.

Generell möchte ich anmerken noch, dass Sexualität ein elementarer Teil der menschlichen Natur ist. Daher sind sich alle Interessenvertretungen darüber einig, dass ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen auch die sexuelle Selbstbestimmung beinhalten muss.


Beste Grüße, Justin
MyHandicap
Wenn diese Antwort für Dich hilfreich war, bewerte bitte oberhalb des Beitrags, wie weit Deine Frage beantwortet wurde.
Sollte Dein Anliegen noch nicht gelöst sein, zögere bitte nicht, noch einmal nachzufragen! ******
Verfasst am: 06. 03. 09 [15:43]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Gelöschter Benutzer
Zitat von Stephanus:
Hallo Karin,

Deine Worte in Ehren, aber als Frau hat man da weniger Probleme! Da funktioniert das wie bei Dir beschrieben!

Antwort von Biljana:

Naja Stephanus,
das würde ich nichts so sagen,denn vor einiger Zeit auf einem Botschaftertreffen in München lernte ich Reinhold Sampl(Botschafter von myhandicap) kennen.Er sitzt
im Rollstuhl und hatte eine der hübschesten Frauen an seiner Seite an dem Abend.
Vieleicht kann Reinhold mal hier erzählen wie er trotz Behinderung da keine Probleme hatte so eine liebe und hübsche Frau kennen zu lernen?!

Zitat v.Stephanus:
Wenn man behindert ist wird es dann noch einmal schwieriger eine Frau zu finden!
Dazu kommt noch das bei manchen Foren das Frauenverhältnis 1.6 ist!

Biljana:

So Reinhold ich würde sagen das ist jetzt die Zeit das du mal zu Wort kommst icon_smile.gif
und die Jungs motivierst!
Wir Frauen schaffen es ja nicht da es heistt "als Frau haben wir weniger Probleme"..

Viel Erfolg!

Lieber Gruss
Biljana








[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.2009 um 18:09.]

Seid miteinander freundlich, herzlich,
vergebt einer dem anderen,
gleich wie Gott euch vergeben hat in Christus.
Epheser 4,32
Verfasst am: 06. 03. 09 [18:07]
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Landesflagge: DE
Jens34
Beiträge: 3
Auch für mich ist es schwer, eine Partnerin zu finden. Für viele Frauen ist es eher abtörnend, wenn da am Bauch ein Beutel hängt, in dem fäkale Ausscheidungen sind (habe künstlichen Darmausgang) Selbst allein der Gedanke, es könnte was drin sein, auch wenn man vorher den Beutel wechselt, also einen ganz sauberen hat, ist schon ein Tabu. Im Gegenzug gibt es aber auch Frauen mit einem Stoma und die haben wiederum ganz andere Ängste, sich so dem Partner zu präsentieren. Es gibt halt immer noch Menschen, die glauben, dass Menschen mit Darmausgang oder Harnableitung immer stinken, was vielleicht vor einigen Jahrzehnten mal der Fall war, aber heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten zu einer dichten Versorgung. Anders wäre es dann vielleicht bei Geräuschen, die so ein Darmausgang schon mal machen kann. Die könnten mich sogar abtörnen, denn diese sind schon allgemein in der Öffentlichkeit peinlich. Aber selbst die Gase riechen nicht dank moderner Aktiv-Kohle-Filtration, was auch einen gewissen Vorteil gegenüber Menschen mit natürlicher Darmentleerung hat, falls denen mal ein Pups abgeht.

Die Idee mit einer Prostituierten für Menschen mit Behinderungen finde ich zwar nicht so abwegig, allerdings wäre das nichts für mich. Das hat vielleicht etwas mit meinem Respekt gegenüber dem weiblichen Geschlecht zu tun.

Den Themenstarter wollte ich mal fragen, ob sein Bruder das denn will? Ich sehe darin nämlich auch eine Gefahr, dass er sich vielleicht in diese Prostituierte verlieben könnte und dann wird es richtig schwierig.

Was solche Kontaktbörsen/foren im Internet angeht, finde ich, dass einige nur an der Einsamkeit der anderen verdienen wollen. Ich fand mal eine solche Börse für Partnersuche Behinderter. Angeblich soll alles kostenlos sein. Also hab ich ein Profil erstellt, aber die Ernüchterung war dann groß, als man bei einigen Funktionen dann doch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft haben musste, um diese nutzen zu können. Das fängt schon damit an, dass man keine persönlichen Nachrichten an jemanden verschicken konnte, wenn einem das Profil ansprach. Nur eine vorgefertigte Mitteilung "Telegramm" ´Ich finde Dein Profil ansprechend´ oder so ähnlich. Was hat das bitteschön mit Partnerschaftsvermittlung zu tun?

Zu der Situation mit der Kontaktanzeige und der Rollifahrerin kann ich nur sagen, dass ich mit dieser Situation auch überfordert gewesen wäre. Anders wäre das, wenn ich es vorher gewusst hätte. In diesem Fall hätte das Treffen zwar auch stattgefunden, aber mit ganz anderen Voraussetzungen. Dabei ist es nicht die Behinderung, sondern die Situation an sich, die einen dann verunsichert, weil man ja darauf nicht vorbereitet war. Und ich denke, wenn man eine solch wichtige Eigenschaft verschweigt, ist das keine gute Voraussetzung für eine ehrliche Beziehung. Allerdings kann ich die Frau auch etwas verstehen. Manche Frauen geben nicht unbedingt sofort alles von sich preis - wenn z.B. eine Frau anfangs verschweigt, dass sie alleinerziehende Mutter von x Kindern ist, macht sie das sicher, um erst einmal zu sehen, wie der Treffpartner überhaupt so drauf ist. Sie könnte ja an ganz gewisse Typen geraten. Schlimm wiederum find ich, wenn einige in Profilen falsche Angaben machen. Wenn z.B. eine Frau in ihrem Profil schreibt sie wäre schlank und sportlich und dann beim Treffen sieht man, dass sie eher korpulent und unbeweglich ist, dann wäre so ein Treffen für mich schon gelaufen. Nicht, weil das nicht mein Typ wäre, sondern wegen eben dieser Lüge.

Danke für Eure Geduld für dieses etwas längere Posting.

Liebe Grüße
Jens
Verfasst am: 16. 03. 09 [11:28]
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TTieger
Beiträge: 1
Wie schon weiter oben geschrieben wurde geht es hier nicht darum, eine Prostituierte zu finden, die auch Menschen mit Behinderung als Kunden nimmt, sondern eine speziell dafür ausgebildete Sexualbegleiterin.
Sexualbegleiter*innen arbeiten anders als "normale" Prostituierte: sie gehen mit ihrer ganzen Präsenz und Persönlichkeit in die Begegnung. Mit ihnen kann man also echte Gefühle erleben und wird nicht sexuell "abgefertigt". Sie stellen sich als "Surrogatpartner" zur Verfügung, mit ihnen kann man sexuelles Verhalten einüben. Das eigene Selbstwertgefühl kann enorm dazugewinnen, wenn man sich so wie man ist, liebevoll angenommen erfährt. Sexualbegleitern geht es nicht darum, Stammkunden zu gewinnen (obwohl das natürlich auch oftmals geschieht), sondern für sie ist es am schönsten, wenn die Klienten eines Tages sagen: "ich brauche keinen weiteren Termin mehr, ich habe jetzt einen Freund/eine Freundin gefunden".
Der Themensteller suchte eine Sexualbegleiterin im Raum München? Da kann ich Deva Bhusha empfehlen (auch hier im Forum zu finden: https://www.myhandicap.de/partnerschaft-behinderung/sexualitaet/sexualbegleitung/adressen/) ! Sie ist ein wirklich besonderer Mensch!
Auf ihrer Webseite https://www.deva-bhusha.de/sexualbegleitung-vernetzt/ findet man auch eine große Anzahl von Adressen von Sexualbegleiter*innen, nach Regionen sortiert.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.06.2019 um 12:18.]
Verfasst am: 25. 06. 19 [12:10]
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