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Pflegegrad Rückstufung ohne Grund

Topic Status: offen

 » Gesundheit, Hilfsmittel & Medikamente
Landesflagge: DE
Chiara47
Themenersteller
Beiträge: 3
Hallo miteinander.....
Durch meinen Unfall 2016 sind die Hauptmuskeln in beiden Schultern abgerissen. Nur ab den Ellenbogen bis zu den Händen bin ich noch beweglich. Überkopfarbeiten, Arme anheben, Körperpflege und vieles mehr ist nicht mehr alleine möglich; von meinen Hobbys ganz zu schweigen. Ich stand auf Pflegegrad 2; im vorletzten Jahr hatte ich dann einen höheren Pflegegrad beantragt. Die Dame vom MDK hat mich nach ihrem Besuch auf Pflegegrad 0 gestuft. Kaum zu glauben! Ich habe Widerspruch eingelegt und auf Anraten der Krankenkasse bin ich dem Sozialgericht ausgewichen. Nach ein paar Wochen habe ich erneut einen Antrag auf Pflegegrad gestellt, lt. Krankenkasse wäre das der beste Weg. Nach mehreren Monaten kam wieder eine Dame vom MDK, und ich wurde auf Pflegegrad 1 gestuft. Ich möchte mir das alles nicht mehr gefallen lassen, und ich habe nochmals Widerspruch eingelegt und höre nun seit einem halben Jahr gar nichts mehr. Ich bin zwar 72 Jahre alt, aber ich möchte noch gerne lange in meinen eigenen vier Wänden bleiben. Hat Jemand einen Erfahrungswert und kann mir etwas raten?
Ich bin ein positiver Mensch und möchte nicht aufgeben, und ich wünsche allen Lesern eine gute Zeit.
Verfasst am: 22. 02. 20 [17:49]
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k.obus
Beiträge: 803
hallo, eine rückstufung ohne angabe des grundes darf es nun überhaupt nicht geben.
du hast anspruch auf eine kopie des gutachtens.
notalls muss du doch eine klage beim sozialgericht einreichen. dies ist leider ein sehr langes verfahren.
zunächst verlange eine kopie des gutachtens.

viel erfolg icon_wink.gif

freundlicher gruß :-)

Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn
(Autor unbekannt)

Verfasst am: 22. 02. 20 [18:38]
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jenner
Beiträge: 3102
Hallo,
mich würde zur Info noch interessieren, welchen GdB und auch ob du evtl. Merkmale hast.

Viele Grüße und alles Gute

Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben. (Mark Aurel)



Verfasst am: 23. 02. 20 [12:27]
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eva2019
Beiträge: 483
Hallo Chiara,
also, ich sehe das auch anders. Warum falsche Hoffnungen machen, wenn noch nichts gesagt wurde, was gesagt werden muss. Z. B. wie waren die Anraten der Krankenkasse. Da gab es sicher eine Begründung, die so stichfest war, dass du von einer Klage abgesehen hast.

Vielleicht hast du hier die Bereiche der Behinderung und die Bereiche der Pflege nicht richtig definiert. Und die 3 Pflegestufen wurden inzwischen in 5 Pflegegrad umgewandelt. Deshalb die Änderungen.
Behinderung kann die gleiche sein, aber Pflegebedarf nicht. Dass die Tochter dich mal wohin fährt, verbuchen wir unter Nächstenliebe. Wobei die Busse (in München) bestens, sogar für den schwerlast e-Rolli ausgestattet sind. U.U. gibt es auch noch Freimarke für die kostenlose Fahrt.

Also, bei Pflegestufe 1 gibt es nur einen Entlastungbetrag und dieser wird nur gegen Quittung von (der KK) anerkannten Firmen ausbezahlt. Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, z.B.
im privaten Bereich müsste die Person die Anerkennung nach dem Landesrecht für Unterstützungsangebote im Alltag vorliegen. Vielleicht liegt es daran… Ich schenke der *kranken* Kasse den Entlastungbetrag, wenn die angebotenen Kräfte für nichts tun 23 €/St. kassieren. Dabei dürfen sie nicht einmal (versicherungstechnisch) den Rollstuhl aus dem Auto per Hebebühne holen. Mindesteinsatz ist 2-3 Stunden… für 10 Minuten - aber hallo!
lg

Verfasst am: 23. 02. 20 [15:43]
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k.obus
Beiträge: 803
"Da gab es sicher eine Begründung, die so stichfest war, dass du von einer Klage abgesehen hast"

dann darf die/der TE m.e. aber nicht schreiben daß es eine rückstufung OHNE GRUND gab, oder?

freundlicher gruß :-)

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(Autor unbekannt)

Verfasst am: 23. 02. 20 [17:26]
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Chiara47
Themenersteller
Beiträge: 3
Hallo Eva2019, hallo K.obus, hallo jenner
Ich weiß von der Umstellung von Pflegestufe auf Pflegegrad.
Im Gutachten des MDK waren Verdrehungen. Ich sollte z.B. die Treppe herunter gehen, was ich freihändig nicht kann. Ich bekomme die Oberarme nicht seitlich vom Körper weg und habe mich also ganz eng ans Geländer geklammert und kam so langsam und mit Schweißausbrüchen bis zur 3. Stufe. Dann war Ende. Im Gutachten stand: selbständiges Treppen gehen ist möglich.
Meine Unterarme sind mehr oder minder noch beweglich.
Ich kann z.B. keinen Kaffee in eine Tasse schütten, usw. (Ruptur der Supraspinatussehne in beiden Schultern).
Das einzige was die Krankenkasse zu einem Widerspruch von mir sagte war, dass dann das Sozialgericht eingeschaltet werden müsse und haben mir abgeraten. Sie hätten keinen Einfluss auf den MDK.
Zuerst habe ich darauf gehört, aber nun habe ich vor einem halben Jahr Widerspruch eingelegt, der auch bei der Krankenkasse angekommen ist. Sie leiten das lediglich weiter. Ich solle abwarten falls nochmal Jemand vorbei kommt vom MDK. Man kann sich denken, dass sie dort nicht gerne meinen Namen hören. Und würde man eine Kollegin diffamieren die mich derart zurückgestuft hat, indem man zugibt was rechtens ist?
Ich verbuche alles zur Zeit unter „Nächstenliebe“; was soll ich denn sonst machen?
Wenn ich an ein Sozialgericht denke, dann überlege ich, wie ich es schaffen soll das Ganze durchzustehen; körperlich und auch seelisch.
Ich hatte 2018 einen Schlaganfall wodurch das rechte Auge betroffen ist. Hab noch Glück dabei gehabt, aber es fällt mir schwer zu schreiben und natürlich auch das Lesen. Deshalb auch hier eine Kurzfassung.
Grüße Euch und vielen Dank, Chiara
Verfasst am: 29. 02. 20 [13:11]
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k.obus
Beiträge: 803
hallo, hast du es denn nun schriftlich dieses gutachten oder nicht?
hier erscheint mit vieles widersprüchlich und die frage nach deinem gdb wurde auch nicht beantwortet.
ich bin jetzt aus diesem thema raus.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.02.2020 um 14:16.]

freundlicher gruß :-)

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(Autor unbekannt)

Verfasst am: 29. 02. 20 [14:14]
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jenner
Beiträge: 3102
jenner hat geschrieben:

Hallo,
mich würde zur Info noch interessieren, welchen GdB und auch ob du evtl. Merkmale hast.

Du musst mir natürlich nicht antworten, aber ich bin dann auch aus diesem Thread raus.

Viele Grüße und alles Gute

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Verfasst am: 29. 02. 20 [15:10]
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Helmut60
Beiträge: 721
Hallo Chiara47,

der Grund für deine Rückstufung ergibt sich ganz Simpel daraus, das die neu ermittelten Daten nicht mehr für dien alten Pflegegrad reichen. Da braucht der MDK nix weiter zu zu sagen.

Blöder Weise ist deine Beschreibung deiner Fähigkeiten "irgendwie unschlüssig". Zuerst schreibst du, das du Probleme mit den Armen / Schultern hast, dann kannst du plötzlich (freihändig) keine Treppen steigen, tust es aber dennoch... wenn auch nur mit festhalten 3 Stufen hioch. Was du da getan hast ist "selbstständig Treppe steigen" . Wenn du bei der Begutachtung genauso argumentiert hast wie hier, ist nachvollziehbar das da was schief gelaufern ist.

Zum Weg den du eingeschlagen hast.... nicht zum Sozialgericht zu gehen.... Das ist auf jeden Fall der Weg, bei dem deine Pflegekasse am meisten spart, und du den größeren Verlust hast. Wichtig ist, das bei der Begutachtung Zeugen da sind, die das ganze miterleben.... dann kucken die Gutachter oft genauer hin, und bewerten "etwas" anders.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 29. 02. 20 [16:53]
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eva2019
Beiträge: 483
Hallo Helmut,
ich kann die Angaben von Chiara47 schon nachvollziehen. Das Problem ergibt sich daraus, dass die MDK Sacharbeiter nicht genügen Zeit mitbringen um eine Antwort richtig zu erfassen. Da ist nichts widersprüchliches, wenn Chiara schreibt, dass sie Probleme mit Armen und Schultern hat und *freihändig* keine Treppen steigen kann (dafür braucht sie ja Arme), und falls da noch weitere Diagnosen vorliegen (wie sie das macht, hat sie ja beschrieben). Problem ist, dass wenn man die Treppen doch bewältigt, auch wenn man am Boden krabbelt (wie ich das mache, bevor ich das Code vom Bankkonto aus der Hand gebe), dann hat sie die Treppen geschafft, auch wenn sie auf jeder Treppe gesetzten, geschwitzt und geschnauft hat…und durch die Anstrengung mit dem Pleuraerguß rechnen muss…
Ich kann nicht stehen und bei mir wurde geschrieben, dass ich gehen kann. Hier geht es um kognitive Leistungen des Prüfers und nicht um die des Betroffenen.

@Chiara, mach dir die Arbeit und schreib in Widerspruch immer alles, was nicht stimmt. Natürlich hat die Krankenkasse jetzt recht, nach Ablauf der Widerspruchsfrist geht es nur noch per Gericht; aber nach einen MDK Gutachten hast du ja 1 Monat Zeit gehabt! Was bringt dir die Pflegestufe? Kommst du ohne Pflegedienst und/oder mit Haushaltshilfe nicht klar…dann solltest du bei Verschlimmerung bei neuer Überprüfung eine evtl. Widerspruchfrist einhalten…Dazu kann man kaum was sagen, weil man nicht alle deine Beschwerden kennt.
Ich hoffe, dass du nicht alleine lebst – man kommt tatsächlich an die Grenzen des Möglichen. Was heißt mit Nächstenliebe! Meine Krankheit hat mich umprogrammiert; es wäre ja autoaggressiv, wenn ich alle die lieben würde, die mir schaden wollen. Wenn Jemand etwas nicht verstehen will, dann muss er selbst erfahren, um verstehen zu lernen. Das ist ein Naturgesetz, Logik… dafür bin ich aber nicht zuständig icon_wink.gif
Alles Gute!

Verfasst am: 01. 03. 20 [18:10]
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